Showroom Besuchen Sie unsere Ausstellung in Wuppertal Mehr Info → Showroom Unsere Ausstellung in Wuppertal →
Close

Wohin mit dem Rasenschnitt?

Der Frühling ist wieder da, alles wächst und wird grün und das gilt natürlich auch für den Rasen, der dann ja auch wieder gemäht werden muss. Das Mähen sorgt für eine tiefe Verzweigung der Pflanzen, sowohl der Graspflanzen als auch der typischen sogenannten Rasenunkräuter, wie Löwenzahn oder Gänseblümchen, die bei regelmäßigem Mähen auch tief wachsen und oft nicht einmal die Blüten emporrecken.

Wer einen Rasen als Spielfläche kultiviert, als Aufenthaltsfläche hinter dem Haus oder Blockbohlenhaus, wo man vielleicht auch mal ein paar Liegestühle hinstellen oder etwas Federball oder Fußball spielen kann, der hat mit einem solchen regelmäßig geschnittenen Rasen eine Grasfläche, die diese Nutzung auch verträgt.

Rasenschnitt ist zum Wegschmeißen zu schade

Es gibt ja immer noch viele, die einerseits den Rasen immer fleißig düngen, mit dem Mähen dann kaum hinterherkommen und dann nicht mehr wissen wohin mit dem Rasenschnitt, wenn die Biotonne voll ist. Hier liegt ein Unwissen darüber vor, wie man Rasenschnitt, ein sehr wertvolles, stickstoffreiches Pflanzenmaterial auch besser verwenden könnte und vielleicht auch eine Unausgewogenheit bei der Flächennutzung.

Nebenbei ist es wohl klar, dass gut und stickstoffreich gedüngte Pflanzen schneller wachsen als solche auf mageren Böden. Je mehr Sie Ihren Rasen düngen, desto öfter werden Sie also auch mähen müssen und desto mehr Rasenschnitt wird also anfallen. Vielleicht geht es ja auch mal mit etwas weniger düngen?

Wie wir im Folgenden sehen werden, kann man den Rasenschnitt gut im Garten verwenden und spart dabei noch Dünger, wenn man nicht hauptsächlich nur Rasen hat, sondern auch Flächen, die etwa mit Ziergehölzen, Stauden, Obstbäumen, Beerensträuchern bewachsen ist und vielleicht auch noch einen Gemüsegarten. Sobald Sie diese Flächen, die NICHT Rasen sind auf mindestens 50% der Gesamtgartenfläche vergrößern, werden Sie mit dem Rasenschnitt nämlich kein lästiges Problem mehr haben, sondern einen begehrten, stickstoffreichen Rohstoff.

Wie lässt sich Rasenschnitt verwenden?

Also wohin mit dem Rasenschnitt? Sehen wir uns einmal die prinzipiellen Möglichkeiten an:

* Kompostieren

* Verwenden als Mulchmaterial

* Mit dem Mulchmäher dem Rasen zurückgeben

* Verwendung in Pflanzenjauchen

* Ins Kompostwerk bringen und von dort Kompost zurückbekommen

Je nach den aktuellen Gegebenheiten sind auch mehrere dieser Möglichkeiten nebeneinander praktizierbar.

Kompostieren

Wenn Sie einen Komposter oder Komposthaufen betreiben, werden Sie prinzipiell immer froh sein über organisches Material, denn alles organische Material wird im Komposthaufen zu wertvollem  Kompost verwandelt. Rasenschnitt ist allerdings sehr fein und pappt auch gerne zusammen, wenn er mal nass wird. Dann bildet sich Schimmel oder auch Fäulnis. Ganz im Widerspruch zu der gängigen Meinung ist keines von beidem eine Katastrophe. Die Arten, wie organisches Material abgebaut werden beinhalten häufig Pilze und auch Bakterien. Sie können beidem allerdings auch entgegenarbeiten: Wenn Sie ohne Korb mähen, haben Sie die Möglichkeit, den Schnitt etwa einen schönen Tag lang liegen zu lassen. Danach ist er trocken und schon viel lockerer und besser durchlüftet. Schichten Sie nur dünne Schichten auf den Komposthaufen und schaffen Sie Belüftung durch Untermischung von gröberen Materialien. Wenn Sie zu viel Rasenschnitt auf einmal haben, dann nehmen Sie nur einen Teil für den Kompost und einen Teil verwenden Sie anders.

 

Mulchmaterial

Eine Mulchschicht hält den Boden feucht, verringert den Bewässerungsaufwand, unterdrückt das Wachstum von Wildkräutern, ernährt und schützt Ihre Regenwürmer und tausende anderer Arten von nützlichen Bodenorganismen vor Sonne, Wind und Regen, hält den Boden locker und düngt nebenher auch noch deutlich. Gerade Rasenschnitt gibt mit einiger Verzögerung eine deutliche, stickstoffreiche Düngung.

Man nennt Mulchen auch Flächenkompostierung, weil die abbauenden Prozesse über eine große Fläche lebendigen Gartenbodens verteilt werden. Für Rasenschnitt, der ja nicht zu dick aufeinander liegen sollte, ist das genau das Richtige.

Obst und Beeren lieben den Rasenschnitt geradezu, aber auch Ziersträucher und Stauden profitieren mit gutem Wachstum, sobald Ihr Boden sich einmal an das Mulchen gewöhnt hat und auch tatsächlich die abbauenden Organismen enthält. Dann sollten Sie diese aber auch regelmäßig mit Mulch füttern und können sich nebenbei freuen, dass Sie drei Fliegen mit einer Klappe schlagen:

1. Sie brauchen keinen Dünger mehr zuzukaufen

2. Sie unterdrücken das Wachstum von unerwünschten Wildpflanzen

3. Sie haben eine sinnvolle Verwendung für Ihren Rasenschnitt

Mulchmäher

Für den Fall, dass Sie das angestrebte Verhältnis von mindestens 50% Nicht-Rasen im Garten nicht erreichen, können Sie auch den Rasen selber mulchen und so Dünger sparen. Allerdings möchten Sie den einen Zweck des Mulchens, nämlich die Unterdrückung des Wachstums von nachwachsenden Pflanzen ja dort nicht erreichen. Deswegen gibt es Mulchmäher, die die abgemähten Halme so klein häckseln, dass sie zwischen die Graspflanzen fallen und nicht obendrauf liegen bleiben. Das funktioniert allerdings nur, wenn Sie öfter mähen. Wenn der Rasenschnitt eine bestimmte Menge überschreitet, riskieren Sie Schäden, wo der Schnitt eben dann nicht mehr zwischen die Grashalme rieseln konnte, sondern darauf liegen blieb.

Pflanzenjauchen

Neben der mittlerweile als stickstoffreicher Dünger bekannten Brennnesseljauche kann man auch andere stickstoffreiche Pflanzen verwenden wie Löwenzahn, Farnarten, Rainfarn, Wermut, Beinwell oder gemischte Kräuter. Auch Rasenschnitt ist stickstoffreich und kann durchaus solchen Jauchen beigegeben werden.

Kompostwerk

Wenn das alles nichts für Sie ist, dann gibt es immer noch die Möglichkeit, den Rasenschnitt ins Kompostwerk zu fahren und vielleicht dann auf dem Rückweg gleich etwas guten, pflanzlichen Kompost von dort mit zurück zu nehmen.

Viele Möglichkeiten, die bei hohem Anfall von Rasenschnitt auch kombinierbar sind

Also: Das Geheimnis, wie Sie Ihren Rasenschnitt nicht mehr als lästigen Abfall, sondern als wertvollen Rohstoff förmlich begehren werden, liegt darin, die Rasenfläche zu verkleinern und anders genutzte Flächen, die sich dann mulchen lassen, zu schaffen. Anders als gemischter Mulch aus Küchen- und Gartenabfällen, hat der gleichmäßig gefärbte, feine Rasenschnitt als Mulch sogar in Zierbeeten eine angenehme optische Wirkung.

Verteilen Sie Ihren Schnitt auf mehrere der genannten Methoden, dann brauchen Sie die Biotonne gar nicht mehr zu bemühen.

Bei der Suche nach Wohn- und Gartengebäuden aus Holz in hoher Qualität und bewährter nordischer Konstruktion vertrauen Sie Pineca.

Hinterlasse eine Antwort