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Wie Sie Ihre Clematis überwintern – Tipps für den Garten

Die Waldrebe (Clematis) ist eine Gattung von hauptsächlich verholzenden Kletterpflanzen, die oft ausdauernd sind und weltweit etwa 300 Arten hat, die überwiegend in den gemäßigten Breiten vorkommen. Wenige Arten kommen auch in subarktischen Bereichen oder in den Tropen vor.

93 Arten haben ihren Ursprung in China.

Im Garten kennen wir viele Züchtungen mit besonders schönen Blüten, von denen die meisten ausdauernd sind. Es gibt Sorten, die im Winter die Blätter abwerfen, andere behalten sie. Ebenfalls was die Winterhärte angeht, gibt es wichtige Unterschiede. Bei der Frage, wie Sie Ihre Clematis überwintern sollten, kommt es also ganz besonders darauf an, welche Sorte Sie haben und ob diese draußen im Freiland überwintern kann oder nicht.

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Clematis ist als Kletterpflanze eine Zierde im Garten

Tatsächlich kommt der Name aus dem Altgriechischen. Klematos hieß soviel wie „Weinrebe“ oder eben „Kletterpflanze“. Im Unterschied zu Efeu, der sich selbst mit Haftwurzeln festhalten kann, braucht die Weinrebe allerdings eine Kletterhilfe. Spaliere, Bögen, Zäune, Rankgitter oder auch Bäume können von ihr erklommen werden. Die Zierde der meisten Zuchtformen sind ihre großen, bunten Blüten, die bei manchen Arten bis zu 20cm Durchmesser erreichen können. Auch die herbstlichen Fruchtstände sind oft eine besondere Zierde.

Die wildwachsende Gemeine Waldrebe (Clematis vitalba), eine Pflanze mit weißen Blüten, die sich im Wald, an Lichtungen oder Waldrändern oft an Bäumen oder anderen Gewächsen hochrankt, ist auch in der Heilkunde bekannt, hier jedoch lediglich in der Homöopathie und der Bachblütentherapie, weil die Pflanze insgesamt giftig ist. Auch äußerliche Anwendungen mit abgekochten Blättern sind bekannt.

Anwendungsgebiete sind Hautprobleme und neuralgische und rheumatische Schmerzen. Auch Konzentrationsprobleme soll sie bekämpfen können.

Wie überwintern Sie frostempfindliche Clematis richtig?

Dazu müssten Sie wissen, welche Art, Sorte oder Hybride Sie genau haben und auch, in welcher Klimazone Sie wohnen. Generell sind viele Arten frosthart, so dass Sie am besten schon beim Kauf darauf achten sollten, dass Sie eine frostharte Sorte kaufen. Sorten, die nicht frosthart sind, werden am besten im hellen, möglichst kühl aber frostfrei überwintert. Ein Gartenhaus mit Frostwächter und einem hellen Fenster wäre dann zum Beispiel eine Möglichkeit, eine Clematis als Kübelpflanze zu überwintern. Wintergärten, Garagen oder Hausflure könnten ebenfalls geeignet sein, wenn sie kalt und hell sind. Der Umzug sollte dann am besten schon vor dem ersten Frost erfolgen.

Bei den Sorten, die ihre Blätter im Winter verlieren, ist die Helligkeit selbstverständlich nicht so wichtig. Dann sollten Sie sie aber doch im Frühjahr hell stellen, damit neu austreibende Sprosse nicht vergeilen.

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Generell sollte während der Überwinterung nicht gedüngt und auch nur äußerst sparsam gegossen werden. Wenn Sie eine völlige Austrocknung verhindern, reicht es schon.

Welche Clematissorten sind winterhart?

Frostharte Sorten sind oft Hybriden von Clematis viticella, der italienischen Waldrebe, wie Purpurea Plena Elegans, Etoile Violette und Rubra. Diese Sorten bestechen durch eine lange Blütezeit und große Blütenfülle.

Ebenfalls winterhart sind Sorten der Clematis campaniflora und der Berg-Waldrebe, auch Anemonen-Waldrebe genannt (Clematis montana), wie Superba oder Rubens.

Dabei sind diese Vititicella und Campaniflora Sorten auch sehr gut für vollsonnige Standorte geeignet und blühen in vielen verschiedenen Farben. Sie werden auch oft als Begleiter für Rosen eingesetzt. Informieren Sie sich beim Kauf von Waldreben sehr sorgfältig über die Winterhärte in Abhängigkeit von Ihrer spezifischen Klimazone!

Winterharte Clematis überwintern

Je nach Sorte fühlt sich Ihre Clematis vielleicht in wärmeren Zonen besser. Viticella, der italienischen Waldrebe sieht man es ja schon im Namen an. Natürlich sind die Winter in Italien deutlich milder als bei uns.

Viticella Wie Sie Ihre Clematis überwintern

Wenn man auch gegen die Wintertemperaturen bei Kletterpflanzen, die schon meterweit irgendwo hochgerankt sind nichts mehr machen kann, dann sollte man umso mehr beim Kauf aufpassen, dass man auch wirklich eine völlig winterharte Sorte wählt, wenn man in einer der kälteren deutschen Klimazonen wohnt oder eben die gekaufte Clematis von Anfang an als Kübelpflanze ziehen.

Wenn Sie Zweifel haben, können Sie Ihre Clematis notfalls auch zurückschneiden, mit ihrem Wurzelballen ausgraben und über den Winter in einem Kübel an einen hellen und kalten aber frostfreien Ort stellen.

Ebenso von Anfang an kann man auf den Standort achten. Südseiten sind in solchen kalten Klimazonen besser geeignet, obwohl die Clematis als typischer Waldbewohner generell auch gerne mit schattiger Standorten vorlieb nimmt.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Wind. Durch ihn werden kalte Temperaturen noch einmal in ihrer Wirksamkeit verstärkt. Daher sind in solchen Situationen, wo das Überleben im Winter durch die Kombination aus kalter Klimazone und weniger frostharte Clematis-Sorte auf der Kippe steht, windstille Standorte vorzuziehen.

Weitere Maßnahmen zur Überwinterung Ihrer Waldrebe

Für eine Maßnahme ist es jetzt schon zu spät, Sie können sie sich aber für nächsten Sommer merken: Ein kräftiger Rückschnitt im Frühjahr und eine gute Versorgung mit Kompost und Mulch am besten ohne Mist oder Kunstdünger während des Sommers erzeugt kräftige, widerstandsfähige und gesunde Pflanzen, die dann auch einen harten Winter leichter überstehen.

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Eine Mulchschicht, die auch ruhig etwas in den sauren Bereich gehen kann, wie eine Abdeckung mit Fichten- oder Tannenzweigen aber auch jeder andere Mulch, gerne auch Herbstlaub bieten einen Frostschutz im Wurzelbereich und balancieren gleichzeitig die Bodenfeuchtigkeit aus.

Vielleicht eine Anregung, wenn Sie nie wissen, was Sie im Januar mit Ihrem alten Weihnachtsbaum machen sollen.

Eine solche Mulchschicht wird schon im Winter anrotten und dann mit Hilfe von Pilzen, die im allgemeinen dort kein Problem darstellen, sondern eben eher als Helfer anzusehen sind, im Frühjahr und Sommer weiter zu wertvollem Dünger verrotten, genau die Art von Dünger, die die Waldbewohnerin liebt.

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