Warum Gärtnern glücklich macht

Die Suche nach dem Glück ist schon so alt wie die Menschheit und die besten Antworten auf diese Frage waren oft auch die einfachsten. Schon der Buddha erkannte, dass nicht der Aufbau von Bedürfnissen und deren Befriedigung glücklich macht, sondern eher der Abbau dieser Bedürfnisse. Meditation, Achtsamkeit, innere Balance, diese Werte haben mehr mit der Gärtnerei zu tun, als man auf den ersten Blick annehmen könnte.

Tatsächlich ist ja eine Antwort auf die Frage, was glücklich macht auch ganz einfach: Gesundheit! Körperliche und geistige Gesundheit machen langfristig glücklich, wo die Befriedigung von echten oder auch nur eingebildeten Bedürfnissen durch Konsum nur immer eine relativ kurzfristige Freude erzeugt. Tatsächlich lässt sich die Frage, warum Gärtnern glücklich macht, mit der Erkenntnis erklären, dass es gesund für Psyche und Körper ist und das ist schon lange wissenschaftlich erwiesen und wird auch im Rahmen der Behandlung von Reha-Patienten, Alzheimer-Patienten oder Patienten mit chronischen Schmerzen, ja selbst Suchtkrankheiten therapeutisch eingesetzt.

Gärtnern glücklich macht Reha-Patienten1

Wie Gärtnern die seelische Ausgeglichenheit fördert

Wir sind Naturwesen, die Natur ist unsere Mutter aus der wir hervorgegangen sind und wir können den Kontakt mit ihr suchen, wenn wir in der hektischen, technisierten Welt Probleme haben. Der Gärtner erlebt mit der Natur in seinem Garten den ewigen Kreislauf des Lebens, den Kreislauf des Werdens und Vergehens. Er ahnt, dass die Pflanzen und Tiere der Natur auf Arten miteinander verbunden sind, von denen er nichts weiß und er erlebt sich selber als ein Teil dieses großen Ganzen. Er erlebt den ständigen Wechsel im Jahreslauf, dieses gleichzeitige Vertraut werden und den Lauf der Natur beobachten. Tatsächlich gibt es Untersuchungen, die zeigen, dass das Gärtnern wie ein natürliches Antidepressivum Stress und Ängste abbaut und das Selbstvertrauen erhöht. Zufriedenheit, Gelassenheit, gute Laune: So wirkt dieser Kontakt mit der Natur auf uns und das sind die besten Grundlagen für Gesundheit und Glück.

Klinisch kann man nachweisen, dass alleine das Ansehen von Pflanzen schon den Blutdruck senkt. Kommen noch Naturgeräusche hinzu verstärkt sich der Effekt und es tritt schon alleine dadurch eine Linderung von chronischen Schmerzen ein.

Das neu bestärkte Selbstbewusstsein lässt sich gleich ausprobieren: Wie wäre es damit, mal Neues auszuprobieren? Mais in Mischkultur mit Andenbeeren? Mit den heruntergefallenen Äpfeln, die sowieso keiner verwertet, mal den Grünkohl mulchen? Einen Steinhaufen bauen mit vielen Spalten für Eidechsen und einer isolierten Höhle für die Igel, um das „Schneckenproblem“ einzudämmen? Rund um die Gartenhäuser entstehen Experimentierfelder, in denen sich gesunde Gärtner kreativ gestaltend verwirklichen und sich ihrer Erfolge freuen. Und wenn mal etwas nicht klappt, dann ist der Gärtner auch darauf vorbereitet. Wie oft hat er sich über einen schönen Keim gefreut um ihn am nächsten Tag schon abgefressen auf dem Boden liegen zu sehen? Die Natur tut ihm auch deshalb gut, weil sie nicht erlaubt, übertriebene Empfindlichkeiten zu kultivieren.

Gärtnern

Das Gärtnern fördert die Gesundheit auf vielfältige Weise

Das Gärtnern ist ein ganzheitliches Gesundheitstherapeutikum, welches man in verschiedene Bereiche aufteilen kann:

  • Körperliches Training
  • Kardiotraining
  • Achtsamkeitstraining
  • Naturkundeunterricht
  • Soziale Kontakte
  • Gesunde Ernährung
  • Vitamin D durch Licht und Luft
  • Glückshormone

Körperliches Training und Kardiotraining

Man mag denken, dass da nicht viel ist, wenn man nicht gerade umgraben muss. Tatsächlich ist aber immer mal was: Man sägt Äste zu, um ein Gerüst für die Erbsen zu bauen, man zerstampft Holzkohle, um Terra Preta zu machen, man durchmischt Erde mit Dünger, man setzt Kompost um, man hackt einen Weg von Beikräutern frei, man trägt Wasser in Gießkannen umher. Es ist kein gezieltes körperliches Training und es fällt ja auch nur so nebenher an aber insgesamt hat es einen deutlichen Trainingseffekt und man verbraucht Kalorien.

Gerade diese häufig anfallenden kleinen Betätigungen sind ein Merkmal von wirksamen Kardiotrainings. Der Blutkreislauf wird angeregt und ab und zu kommt man sogar mal ein bisschen ins Schwitzen.

Achtsamkeit und Naturkunde

Tatsächlich gibt es Tätigkeiten, die ganz in stiller Konzentration und Achtsamkeit ausgeübt werden. Einen kleinen Keimling so einzupflanzen, dass er in der richtigen Höhe zu stehen kommt und nicht zugeschüttet wird, ein Mischkulturbeet von Beikräutern zu befreien, ohne dass man aus Versehen auch Kulturpflanzen mit herausreißt, die Konzentration der Aufmerksamkeit auf verschiedene Bereiche, wie Schnecken im Mulch zu suchen, oder so zu Mulchen, dass man den Boden gleichmäßig bedeckt und die Kulturpflanzen optimal fördert.

Gärtnern glücklich macht

Man gewöhnt sich eine Achtsamkeit an, die den Gärtner die Lektionen der Natur aufmerksam annehmen lässt. Mal ganz davon abgesehen, dass es eine große Menge an naturkundlichem Wissen gibt, welches auch durchaus im Sinne von: „Man lernt niemals aus“ einen verjüngenden Effekt auf den Geist hat und Altersverkalkung, wie sie in langweiligen Umgebungen entsteht, vorbeugt.

Gärtnern fördert soziale Kontakte

Ob Sie mit dem Nachbarn über den Gartenzaun fachsimpeln, Freunde oder Familie zum Gemüsegrillen oder Kartoffelfeuer einladen, mit Kindern oder Enkeln im Garten arbeiten, die auch enorm von diesen Erfahrungen profitieren oder in Gartengruppen auf sozialen Medien neue Kontakte knüpfen: Wie jede sinnvolle Beschäftigung wirkt auch das Gärtnern sozial verbindend und man hat nebenbei den Vorteil, dass man es auch hauptsächlich mit gesunden und ausgeglichenen Menschen zu tun hat.

Gesunde Ernährung und Sonne

Jeder Fünfsternekoch weiß es: Nichts fördert den Geschmack so sehr, wie Frische. Frische Lebensmittel, vielleicht sogar noch biologisch und giftfrei angebaut, nie in Kontakt mit Verpackungsfolien oder Styroporunterlagen gewesen, schmecken unvergleichlich gut.

Und jeder Arzt, der etwas auf sich hält, wird seinen Patienten empfehlen: „Essen Sie mehr frisches Obst und Gemüse!“. Frisches Gemüse aus dem Garten ist einfach die gesündeste Ernährung und reicht auch völlig aus. Früher gab es auch nur maximal einmal Fleisch oder Fisch pro Woche und die Leute waren im Schnitt gesünder bei viel schlechterer ärztlicher Versorgung.

Durch das Arbeiten in der Sonne bildet die Haut auch das wichtige Vitamin D.

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Glückshormone

Unser Körper weiß, wann es uns gut geht, er schüttet Glückshormone aus und die sind letztlich der Grund warum Gärtnern glücklich macht.

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