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Gartenhaus aus Holz - Wie baue ich mein eigenes Gartenhaus?

Die Idee, ein Gartenhaus aus Holz zu bauen ist für jeden, der als Kind vielleicht mal ein „Büdchen“ oder ein Baumhaus gebaut hat und der einigermaßen handwerklich und Do-it-yourself-mäßig erfahren ist, auf den ersten Blick keine große Herausforderung. Ein Bauplan entsteht fast von alleine vor dem inneren Auge und Holz lässt sich dementsprechend mit Zollstock, Zimmermannsbleistift und einer Säge leicht passend zuschneiden.

Dennoch kommt es ab und zu vor, dass die Produkte solcher Bemühungen dann spätestens nach dem ersten Winter eher wie eine notdürftig zusammengebastelte  Hütte aussehen als wie das schmucke Gartenhaus, welches eigentlich geplant war. Zudem kommt bei Gartenhäusern aus Holz hinzu, dass das Baumaterial oft anfangs ganz anders aussieht, als hinterher. Es verzieht sich, es können Spalten entstehen, es dunkelt und vergraut, selbst in mit Nut und Feder zusammengesetzten Wand- oder Dachflächen klaffen plötzlich zentimeterbreite Spalten. Was ist passiert?

Diese Probleme hat man bei fertig vorproduzierten Modellen, wie man sie im Internet bestellen kann meist nicht. Diese Gartenhäuser sind mit einer langen Erfahrung designt, produziert und qualitätsgeprüft und haben diese Probleme, die beim Selbstbau zu manchmal eher bescheidenen Ergebnissen führen wie

Gartenhäuser-sind

  • Auswahl der richtigen Holzart
  • Ablagerung des Holzes
  • Bauplan, der eine trocknungsbedingte Schrumpfung (Setzung) ohne Schäden an der Konstruktion oder der Optik erlaubt
  • Holzverbindungen nach den Regeln des Schreiner- und Zimmermannshandwerks und nicht nur Nageln und Schrauben

nicht. Eine Garantie von nur drei Jahren deckt schon die Zeit ab, in der die trocknungsbedingte Setzung bei einem Gartenhaus aus Holz einsetzt und Rissbildungen aufgrund von Konstruktionsmängeln auftreten. Das heißt: über die Garantieleistungen haben solche Hersteller einen Kontakt zu ihren Produkten während der kritischen Phase, erkennen solche Mängel sofort und berichtigen sie nötigenfalls. Allerdings wird nach jahrzehntelanger Erfahrung mit ihrem heimischen Holz meist keine Nachbesserung mehr nötig sein.

Es ist eine richtige Wissenschaft, Holz richtig zu verarbeiten und deswegen möchten wir Ihnen im Folgenden einmal einige Tipps geben, worauf Sie achten sollten, wenn Sie sich Ihr Gartenhaus aus Holz selbst zusammenbauen möchten.

Welche Holzarten sind am besten für Ihr Gartenhaus aus Holz geeignet?

Ein Gartenhaus aus Holz soll normalerweise lange halten und wenn möglich noch den Kindern vererbt werden. Daher scheiden gerade die billigen, heimischen Weichhölzer normalerweise als erstes aus. Heimische Fichte oder Tanne sind zwar normalerweise schön weich, trotzdem fest und leicht zu verarbeiten – gerade wenn man an die erwähnten Holzverbindungen denkt – aber die Frage nach der langfristigen Haltbarkeit spricht dann doch meist dagegen. Zehn, zwanzig, selbst dreißig Jahre sind für ein Gartenhaus aus diesen Hölzern kein Problem aber eine Lebensdauer von vielen Hunderten von Jahren, wie man sie früher mit Holzgebäuden aus Eiche erreichte, dürfte damit kaum möglich sein. Und selbst wenn man eine lange Lebensdauer erreicht, so wird doch der dafür eingesetzte Pflegeaufwand weit höher sein, als bei einem Gartenhaus etwa aus Lärche, einem Holz, welches früher für Wasserbauten, wie Wehre oder Mühlräder verwendet wurde.

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Eiche und auch Buche dürften als Baumaterial für ein Gartenhaus aus Holz für die meisten unerschwinglich sein. Nebenbei sind sie auch aus heutiger Sicht nicht wirklich optimal, da sie gerne Risse bilden, wenn sie außen nass und innen trocken sind. Früher war das kein großes Problem. Eine perfekte Optik war in der Prioritätenlisten oft weiter hinten und man hat Risse dann halt mit Moos gestopft.

Die Douglasie, die ursprünglich aus Nordamerika kommt und jetzt auch hier als Forstbaum angepflanzt wird, wäre ganz gut geeignet. Das Holz ist dauerhaft und von der Wetterfestigkeit auf jeden Fall besser als heimische Fichte allerdings natürlich auch nicht ganz billig.

Red Cedar würde sich ebenfalls ganz gut als Baumaterial für ein Gartenhaus aus Holz eignen. Es handelt sich eigentlich nicht um eine Zeder, wie der Name vermuten lassen könnte, sondern um eine Thuja – also Lebensbaum – Art. Das Holz ist fest, geradefaserig, wetterfest, leicht zu bearbeiten und wird nicht von Pilzen befallen. Allerdings muss es  aus Nordamerika eingeführt werden, was weder den Preis noch den ökologischen Fußabdruck günstig beeinflusst.

Viele professionelle Hersteller bieten Gartenhäuser aus dem Holz der nordischen Fichte oder Kiefer an

Ein Gartenhaus aus dem Holz nordischer Kiefern oder Fichten finden Sie leicht im Internet in allen möglichen Designs, Größen und Wandstärken. Das Holz dieser ganz langsam wachsenden Verwandten unserer heimischen Nadelbäume ist mit dem schnell wachsenden heimischen Holz nicht zu vergleichen. Die Vegetationsperioden sind dort viel kürzer, das Holz ist wesentlich fester und daher sehr gut für den Außeneinsatz beispielsweise als Zaun oder als Gartenhaus aus Holz geeignet.

Ein-Gartenhaus-aus-dem-Holz

Da die Bäume gleich nahe bei den Fabriken der Hersteller wachsen, ist dieser nachwachsende Rohstoff sowohl ökologisch als auch preislich günstig. Es fällt lediglich der Transport des bereits fertig zugeschnittenen Materials an, welches Sie dann vor Ort bei sich im Garten nach einer ausführlichen Anleitung einfach innerhalb von zwei bis drei Tagen zusammensetzen können.

Wenn Sie hier in Deutschland an nordische Fichte oder Kiefer als Baumaterial für Ihr Gartenhaus aus Holz herankommen, dann schlagen Sie ruhig zu.

Die Auswahl des richtigen Holzes für Ihr Gartenhaus ist wieder eine Sache für einen Experten

Damit sich Ihr Gartenhaus aus Holz nicht zuviel setzt sollte das Holz vor dem Zusägen schon gut abgelagert sein. Ein Feuchtigkeitsgehalt von etwa 15% wäre ideal, meist sind es mehr, was bei gut abgelagertem Holz auch kein Problem ist.  Das Holz sollte geradefaserig sein, möglichst wenig Astlöcher aufweisen und fest sein. Das heißt: Die Jahresringe sollten möglichst eng zusammenliegen. Für Balken, Pfosten und Bohlen empfiehlt sich. darauf zu achten, dass die Herzen, also die Mitte des Kernes längs durchgeschnitten sind und keineswegs in der Mitte einer Bohle oder eines Balkens liegen. Als Balken sind Stücke am besten geeignet, die aus dem Kernholz mit einem Kreuzschnitt hergestellt wurden, so dass vier Balken entstehen, die das Herz jeweils in einer Ecke haben.

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Im zweiten Teil gehen wir näher auf verschiedene Konstruktionsarten, Holzverbindungen und den Aufbau der einzelnen Teile für das Gartenhaus aus Holz ein.

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