Gartenarbeit im Mai

Der Garten ist im Mai dieses Jahr in vielen Gegenden von Trockenheit geprägt, die an den langen, trockenen und heißen Sommer im letzten Jahr erinnert. Das mag zu der Versuchung führen, frostempfindliche Pflanzen jetzt schon auszupflanzen. Es gibt allerdings keine Garantie für schönes Wetter. Wer es jetzt schon riskiert hat vielleicht Glück und dann im Herbst schönere Tomaten, als der, der doch noch die alte Bauernregel von den Eisheiligen beachtet. Oder er verliert seine Tomaten, falls es doch noch Nachtfröste gibt.

Traditionell ist die kalte Sophie am 15. Mai der letzte Termin und am 16. Mai können die Zöglinge, die bisher auf der Fensterbank oder im frostfrei gehaltenen Gartenhaus schon immer größer geworden sind, endlich raus ins Freiland.

Wir werden im Folgenden einen Blick darauf werfen, welche Gartenarbeiten im Mai in den vier Bereichen:

* Gemüse

* Kräuter

* Ziergarten

* Obst

anfallen.

Gemüse

Salate. Asiasalate, viele Kohlarten, Kohlrabi, Brokkoli, Möhren, Rote Beete, Radieschen, Lauch, Spinat, Knoblauch und Mangold sind ja sowieso frosthart und vielleicht bei Ihnen schon im April ausgesät worden. Im Mai können natürlich auch neue Chargen für eine spätere Ernte gesät werden und Bohnen kommen dann dazu. Buschbohnen kann man sogar schon ab Ende April vorziehen und dann nach den Eisheiligen auspflanzen.

Einlegegurken und Kürbisse sollten erst nach den Eisheiligen ausgesät werden, können aber auch schon ab Anfang Mai vorgezogen werden. Für Salatgurken ist eher ein Gewächshaus zu empfehlen.

Wie oben schon erwähnt, raten wir sicherheitshalber mit der Auspflanzung von vorgezogenen frostempfindlichen Gemüsen, wie Paprika, Chilis, Zucchini oder Tomaten, bis nach dem 15. Mai zu warten. Wenn Sie nicht solange warten möchten, vielleicht auch weil die Pflanzen schon zu groß werden, dann sollten Sie sich darauf einrichten, diese bei einem Wetterumbruch nachts zu schützen. Das können Sie mit Folientunneln erreichen, über die Sie bei Bedarf eine Noppenfolie legen oder mit Vliesen oder Vlies- oder Folienhauben.

Dasselbe gilt für den frostempfindlichen Knollensellerie, der auch schon ab Februar vorgezogen werden kann.

Falls Sie für Ihre Tomaten nicht einen auf 2 bis 3 Seiten und von oben mit Folie geschützen Tomatenstand gebastelt haben, dann wäre ein leicht regengeschützter Standort, etwa unter einem Dachüberstand günstig in regenreichen Sommern. Falls es wieder so heiß und trocken wird, wie letztes Jahr, werden sie auch direkt im Freiland gut wachsen.

Auch Artischocken, die schon ab Februar vorgezogen wurden, können dann einen warmen, sonnigen und möglichst windgeschützten Platz im Freiland bekommen. Die Tiefwurzler lieben einen lockeren, humusreichen und tiefgründigen Boden.

Chicoree, der nach den Eisheiligen ausgesät wird, wird bis Oktober und November Rüben ausgebildet haben, die Sie dann in abgedunkelten Treibkisten als frisches Wintergemüse austreiben lassen können.

Kräuter

Auch mediterrane Küchenkräuter, wie Estragon, Thymian, Lavendel, Basilikum, Fenchel oder Majoran können ab dem 15. Mai endlich einen festen Platz im Garten oder auf der Terrasse beziehen. Sie bleiben meist in ihren Töpfen oder Kästen, weil sie ja sobald es wieder kälter wird, wieder ins Warme umziehen müssen.

Kräuter, die im ersten Jahr geerntet werden, wie Kresse, Beifuß, Maggikraut, Kerbel, Wermut, Kapuzinerkresse, Koriander, Dill und Bohnenkraut, können Sie auch monatlich einmal aussähen, damit Sie über die kommende Zeit immer erntereife Pflanzen frisch in der Küche verwenden können.

Obst

Der Garten im Mai zeigt, dass der Sommer nun endlich kommt und die Kirschen mit ihren grünen Fruchtansätzen lassen schon die erste Vorfreude auf kommende Ernten aufkommen. Bei späten und mittelfrühen Sorten kommt es manchmal zu einem Befall durch Maden der Kirschfruchtfliegen. Wenn Sie einen vogelfreundlichen Garten pflegen, dann werden die Vögel sich sicher auch nicht nur um die Kirschen kümmern, sondern auch um die Schädlinge. Kirschfruchtfliegenfallen locken die Fliegen mit ihrer gelben Farbe an und dort kleben sie dann fest. Falls Sie das machen möchten, wird empfohlen, diese irgendwo südlich des Kirschbaumes aufzuhängen, um sie vom Kirschbaum weg zu locken. Eine Erfolgsgarantie gibt es allerdings nicht.

Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren brauchen nicht viel Pflege. Wenn Sie einmal gut angewachsen sind, bleibt als Hauptarbeit immer die Ernte. Sie können aber im Mai noch die vorjährigen Ruten einkürzen und abgestorbene Pflanzenteile herausschneiden.

Gartenarbeit im Mai im Ziergarten

Auch im Ziergarten gilt natürlich, dass frostempfindliche Kübelpflanzen nach der kalten Sophie endlich dauerhaft ins Freie dürfen.

Von Knollenbegonien, Dahlien und Gladiolen werden die Knollen ausgelegt.

Falls Sie einen Rasen oder eine Blumenwiese aussähen möchten, dann ist der Mai auch noch eine gute Zeit dafür. Da Grassamen Lichtkeimer sind und daher nur angedrückt werden und viele Blumenwiesenmischungen auch Lichtkeimer enthalten und nur ausgestreut werden, ist nach der Aussaat bei trockenem Wetter dann allerdings tägliche Bewässerung Pflicht. Ein gekeimter Same hat noch keine tiefen Wurzeln und ist nach ein oder zwei Tagen Trockenheit vertrocknet.

Ringelblumen, Kapuzinerkresse, Sonnenblumen, Resede, Kornrade, Sonnenhut, Himmelsröschen, Malven, Kornblumen, Wegwarten, Mohn, Phazelien, Wicken und andere Sommerblumen können jetzt in Kästen oder in Beete im Freiland und natürlich auch in die Wildblumenwiese ausgesät werden. Sie erfreuen mit ihren Blüten nicht nur Ihre Augen, sondern bieten auch Bienen und Wildbienen einen reich gedeckten Tisch.

Der Mai ist ebenfalls ein guter Monat um Rhododendron ein- oder umzupflanzen.

Falls Sie Ihr Mandelbäumchen zuschneiden möchten, dann machen Sie das gleich nach der Blüte.

Wenn Sie schon im März oder April Primeln als Topfpflanze gekauft hatten, die jetzt verblüht ist, dann können Sie probieren, diese vertrocknete Pflanze an ein schattiges oder halbschattiges Plätzchen im Garten zu pflanzen und sie wird in vielen Fällen dann noch weiter blühen.

Mulchen ist auch im Ziergarten nützlich

Ob Sie dazu extra Mulch, etwa Rindenmulch, der das Unkraut besonders gut unterdrücken soll, kaufen oder einfach Ihren Rasenschnitt nehmen, der mit seiner feinen Konsistenz auch getrocknet eine ansprechende Optik bietet, ist egal. Die Frage, was besser aussieht hängt von der Gewohnheit ab. Die Vorteile des Mulchens:

* Unkrautunterdrückung

* Schutz des Bodens vor Austrocknung

* Verzögerte Düngewirkung durch Flächenkompostierung

haben Sie mit beiden Materialien.

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