Gartenarbeit im Februar

Der Februar ist oft noch einer der kältesten Monate des Jahres, was aber nicht mehr an der Sonnenhöhe liegt, die ja schon seit Weihnachten wieder ansteigt. Auch die Tage werden schon wieder länger und schon nächsten Monat wird diese Zunahme der Tageslänge ein Maximum erreichen. Die Kälte liegt vielmehr daran, dass noch alles kalt ist: Der Boden und das Wasser sind oft noch gefroren und die noch schwache Sonne schafft es noch nicht, sie zu erwärmen.

Dennoch sind die ersten Anzeichen des Frühjahrs auch schon im Februar zu erkennen: Die Schneeglöckchen blühen und die Knospen der Weiden werden immer dicker.

An manch sonnigen und wärmeren Tagen kann man Gartenarbeit im Februar auch draußen machen, wenn das Gartenhaus ruft, die Werkzeuge mal wieder auszuprobieren.

Falls es zugeschneit oder gefroren bleibt, so können Sie doch auch schon im Haus, etwa auf den Fensterbänken die ersten Voranzuchten von frostfesten Gemüsen und Kräutern beginnen.

Saatgut besorgen und Vorbereitungen

Auch für den Kauf oder die Bestellung von Saatgut ist noch Zeit. Verlassen Sie sich beim Kauf von Saatgut nicht alleine darauf, was Sie in Baumärkten oder Gärtnereien angeboten bekommen. Alte Sorten, samenfeste Sorten, aus denen Sie ihr eigenes Saatgut nachziehen können und so manche Spezialität finden Sie auf entsprechenden Seiten im Internet.

Für die Voranzucht bis zum Pikieren der Keimlinge in eigene Töpfe, nehmen Sie am besten spezielle, nährstoffarme Aussaaterde. Durch die magere Erde sollen die Keimlinge zu reichlichem Wurzelwachstum angeregt werden.

Als Aussaatgefäße eignen sich spezielle Aussaatschalen oder einfach flache Schalen. Idealerweise stehen diese in Untersetzern, die überschüssiges Wasser auffangen. Zum Befeuchten nehmen Sie am besten eine Sprühflasche, damit Sie mit einem stärkeren Wasserstrahl nicht die Erde von den Samen spülen oder sogar die Samen durcheinanderwirbeln.

Sogenannte „Kleingewächshäuser“, bei denen die Aussaatschale durch einen transparenten Überbau abgedeckt sind, sind ideal, damit die Gefahr der Austrocknung der Aussaaterde in der trockenen Heizungsluft nicht zu groß wird. Notfalls reicht auch eine Abdeckung mit transparenter Plastikfolie bis zur Keimung.

Frostfeste Gemüse und Kräuter vorziehen

Wie lange der Winter bei Ihnen im Garten noch anhalten wird, das wissen Sie selbst am besten. Abhängig von der Klimazone kann sich das Erwachen der Natur in einzelnen Gebieten Deutschlands um bis zu drei Wochen unterscheiden. Unsere Empfehlungen für den Februar gelten für mittelwarme Klimazonen in den Bereichen 7a und 7b.

Zwiebeln halten recht viel Kälte aus, aber wenn Sie diese schon im Februar säen möchten, dann nehmen Sie zunächst die Fensterbank oder das Frühbeet.

Kohlrabi sowie alle frostharten Kohlsorten, wie Grünkohl, Rosenkohl, Weißkohl, Asiasalate und Wildkohle können Sie ab Mitte Februar vorziehen. Diese können je nach Lage im April bereits ins Freiland. Dabei ist zu beachten, dass diese drinnen angezogenen Pflanzen nicht so frosthart sind, wie Wintergemüse, die im Herbst in kälter werdenden Temperaturen aufwachsen. Wintergemüse passen sich an die kalten Temperaturen an. Bei drinnen vorgezogenen frostharten Gemüsen sollten Sie am besten erstmal unter Glas, ins abgedeckte Hochbeet oder unter Folie oder Wintervlies auspflanzen, damit die Jungpflanzen vor den schlimmsten Nachtfrösten des April noch gut geschützt sind. Auch eine möglichst kühle Aufzucht der Jungpflanzen hilft, den Schock der Auspflanzung zu verringern.

Salate und Wurzelgemüse vorziehen

Für Salate, vom Kopfsalat über den Pflücksalat bis zum Römischen Salat gilt dasselbe wie für die Kohlsorten. Salate überwintern auch gerne draußen, auch wo sie sich vielleicht selbst ausgesät haben. Sie lassen sich aber auch schon im Februar ins Frühbeet aussähen.

Rettiche und sogar auch Radieschen lassen sich auch vorziehen, obwohl das nicht üblich ist. Bei diesen Wurzelgemüsen, genau wie etwa bei Möhren ist eine Aussaat direkt ins Freiland üblich. Sie können geeignete Sorten dieser Gemüse schon Ende Februar aussähen, sie haben aber dann größere Überlebenschancen, wenn sie eine schützendes Gartenvlies bekommen, oder wenn sie etwa im Hoch- oder Frühbeet abgedeckt sind. Ansonsten warten Sie besser noch bis Mitte März mit einer Aussaat ins Freiland.

Voranzucht von frostempfindlichen Gemüsen

Wer frostempfindliche Gemüse schon im Februar drinnen vorzieht der sollte sich darüber klar sein, dass er die jungen Pflanzen dann für mindestens drei Monate, nämlich März, April und Mai drinnen betreuen muss. Das ist eine lange Zeit, in der die Pflanzen weder vergeilen sollten, noch zu feucht oder zu trocken stehen sollten. Wenn Sie zu viele Pflanzen vorziehen, könnten Sie sich mit der Hoffnung wiederfinden, dass die Pfleglinge doch bitte mal etwas langsamer wachsen sollten, weil sie keinen geeigneten Platz für so viele größere Pflanzen mehr finden.

Eine solche Voranzucht im größeren Rahmen ist also etwas für Spezialisten, die entsprechende temperierbare Räumlichkeiten, Ventilatoren und Lichtquellen besitzen.

Für die Voranzucht von jeweils nur wenigen Pflanzen ist der Februar eine gute Zeit für

* Auberginen

* Artischocken

* Chilis

Auch Tomaten werden schon im Februar vorgezogen, wenngleich es umstritten ist, ob es etwas bringt und ob das schnellere Wachstum jüngerer Pflanzen die erst im März und April in geeigneteren Licht- und Temperaturverhältnissen aufwachsen nicht den Vorsprung der schon im Februar gesäten Pflanzen wieder wett machen.

Auch das ist eine Frage der Erfahrung und der Räumlichkeiten.

Aussaat ins Freiland

Radieschen und Möhren hatten wir schon erwähnt. Frühe Sorten sollten bei einer so frühen Aussaat ins Freiland zunächst noch mit Wintervlies geschützt werden.

Dicke Bohnen gehen schon direkt ins Freiland in wärmeren Lagen, ansonsten wäre auch Mitte März eher geeignet.

Wer den Knoblauch noch nicht im Herbst gepflanzt hat, der kann das ab Mitte Februar bis Mitte April nachholen. Dabei hat die Pflanzung im Februar sogar einige Vorteile: Man kann sogar jetzt schon den nicht winterharten Frühlingsknoblauch pflanzen, der zwar etwas kleinere Knollen bringt als der im Herbst gesetzte Winterknoblauch, aber wegen der kürzeren Vegetationsperiode auch weniger Arbeit macht und weniger anfällig für Pflanzenschädlinge, wie die Knoblauchfliege ist.

Gartenarbeit im Februar – Ziergarten

Überwintern Sie Geranien im Haus? Dann können Sie diese jetzt bis auf vier Knospen zurückschneiden und umtopfen. Denken Sie bei allen überwinternden Kübelpflanzen daran, dass diese wenig aber regelmäßig Wasser benötigen.

Zum Schneiden von Rosen und Hortensien ist der Februar auch die geeignete Zeit

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