Einen Garten Für Insekten Einrichten – Sieben Einfache Schritte

Insekten sind als Tierart eher unbeliebt. Sie lassen sich nicht kuscheln, sie freuen sich nicht, wenn sie uns sehen, sie erzeugen sogar bei vielen unwillkürliche Abwehr, Angst und sogar Ekel. Mücken, Bienen, Wespen, Hornissen, Ameisen.. Wer könnte schon sagen, dass er zu diesen Tieren eine innige, liebevolle Beziehung habe? Und trotzdem gehören Insekten unverzichtbar zu einer funktionierenden Natur dazu. Die Ameisen sind die Gesundheitspolizei, die alles wegfressen, was Krankheiten übertragen könnte, die Maden von Fliegenarten fressen Dinge, von denen wir nur froh sein können, dass sie hinterher weg sind, wie etwa gestorbene Tiere, die vielen Bienenarten und auch Fliegenarten sind unverzichtbar für die Bestäubung und damit für die Samenbildung, die Fortpflanzung und damit das Überleben vieler heimischer Gewächse.

Nicht zuletzt sind Bienen natürlich auch entscheidende Bestäuber im Obstbau, sorgen für rundere, schönere, schwerere und mehr Früchte aller Art eingeschlossen etwa auch Ölfrüchte, wie Raps und diese Ertragssteigerung und qualitative Verbesserung betrifft sogar auch Pflanzen, die als Selbstbestäuber gelten, wie etwa Erdbeeren.

Insekten sind ein Bestandteil der Naturkreisläufe

Sie fressen und werden gefressen, zum Beispiel von vielen Vogelarten. Der Wegfall der Blühstreifen neben den Feldern, die zunehmende Künstlichkeit der Umwelt, die Vergiftung, zum Beispiel durch landwirtschaftliche Ackergifte, macht den Insekten mehr und mehr zu schaffen und dem wissenschaftlich bewiesenen Rückgang der Insektenpopulationen folgen natürlich auch die Vögel mit Reduzierungen ihrer Bestände.

Zusammen mit vielen anderen Nachrichten, die die Zukunft unseres Planeten betreffen, wie beispielsweise die Plastikverschmutzung der Meere machen solche Nachrichten vielen Angst und sorgen dafür, dass sich Menschen bewusst zur Natur hinwenden und Naturschutz auf ihre Agenda schreiben.

Naturschutz im eigenen Garten

Die gute Nachricht ist: Jeder kann etwas machen, um der Natur und dem Planeten zu helfen. Ob das Müllvermeidung ist, Reduzierung des Verbrauchs sogenannter "Tierprodukte" oder Einkauf biologisch erzeugter Lebensmittel.

Mit einem eigenen Garten potenzieren sich auch die Möglichkeiten, der Natur zu helfen. Das könnte beginnen, indem man für das Gartenhaus einen nachwachsenden Rohstoff, wie Holz, als Baumaterial wählt und endet bei der Pflege eines Naturgartens.

Auf dem Weg zum Naturgarten gibt es jedoch viele Stufen, die auch noch gut mit einer Nachbarschaft kompatibel sind, die vielleicht einen richtigen, verwilderten Naturgarten weniger zu schätzen wüsste. Wir werden Ihnen im Folgenden einige Tipps geben, wie Sie Insekten, Wildbienen und Vögeln gleichzeitig helfen können.

Ein insektenfreundlicher Garten

Wenn Sie einen Garten für Insekten anlegen möchten, dann kann dieser dennoch sehr gepflegt aussehen. Es sind ein paar kleine, fast unauffällige Maßnahmen, die den Insekten und damit der ganzen Natur entscheidend weiterhelfen werden.

Folgende Schritte können Sie ergreifen:

 * Machen Sie eine Bestandsaufnahme, welche bienen- und insektenfreundliche Gewächse schon in Ihrem Garten sind. Das sind meist lokal auch wild vorkommende Arten, von denen es auch sehr schöne, hübsch und bunt blühende Arten gibt. Wir werden einzelne Arten weiter unten noch aufzählen.
Arten mit ungefüllten Blüten bilden Samen, spenden Nektar und Pollen und helfen den Insekten, während die Züchtungen mit gefüllten Blüten leider für die Natur völlig nutzlos sind.

 * Ersetzen Sie exotischen Gewächse, wie etwa Forsythien, Thuja, Bambus oder gefüllt blühende Züchtungen nach und nach durch insektenfreundliche Alternativen, wie etwa Kornelkirschen, Heckenrosen, Weigelien, Fiederspiere, Wilden Wein, Weiden, Schlehen, Weißdorn, Faulbaum, Holunder, Felsenbirne, Perlmutstrauch, Deutzien, Eibisch, Mönchspfeffer oder Pfaffenhütchen. Mit diesen Gewächsen helfen Sie übrigens nicht nur den Insekten, sondern auch den Vögeln und zwar nicht nur denen, die Insekten fressen, sondern auch denen, die im Herbst gerne verschiedene Beeren verspeisen.

 * Auch Obststräucher wie Beerenarten (Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Brombeeren) sehen im Ziergarten gut aus und bieten natürlich noch einen zusätzlichen Nutzen im Herbst.

 * Nicht nur Nahrung ist für Insekten wichtig, sondern auch Brutmöglichkeiten. Während wir von käuflichen Insektenhotels lieber abraten, kann es sehr sinnvoll sein Bereiche mit Wildpflanzen, wie etwa Brennesseln als Brutgebiete für Insektenarten, wie etwa den Nützling Marienkäfer, im Garten extra zuzulassen. Abgestorbene Stängel von Blumen, Stauden oder Gehölzen sollten im Herbst nicht "aufgeräumt" werden, da sie oft auch von Insekten als Bruthöhlen genutzt werden.

 * Es versteht sich bei dem Thema fast von alleine, dass Sie eine der Ursachen des Insekten- und Vogelsterbens, nämlich den Einsatz aller möglichen Gifte in Ihrem eigenen Garten völlig ausschließen.

 * Eine Wildblumenwiese mit heimischen wildwachsenden Blumen wäre natürlich optimal und können wir Ihnen nur empfehlen. Aber auch schon weniger auffällige Maßnahmen können den Insekten helfen, wie etwa, einfach seltener den Rasen zu mähen. Forschungen aus den USA bestätigen, dass die einfacher Verlängerung der Frequenz beim Rasenmähen auf drei Wochen, eine deutliche Zunahme der Wildbienenarten gebracht hat. Falls Sie fit genug sind, besorgen Sie sich einen alten Balkenmäher, der auch leicht mit höherem Gras zurechtkommt.

 * Düngen Sie Ihren Rasen nicht mehr, sondern transportieren Sie im Gegenteil den Rasenschnitt immer ab und mulchen damit Ihre Zier- oder Gemüsebeete, so dass der Rasen selber immer magerer wird. Ein Magerrasen hat ein Vielfaches der Artenvielfalt an einheimischen Wildblumen zu bieten als ein gut gedüngter Rasen.

 * Falls Ihnen die Umwandlung Ihres Rasens in eine Wildblumenwiese ein zu großer Schritt ist, starten Sie doch einfach mit einer Art Wildblumenbeet in der Mitte des Rasens oder wo immer Sie es dekorativ haben möchten. Stechen Sie den Rasen ab, mulchen damit, wo Sie viel Stickstoff gebrauchen können, füllen mit einer Mischung aus Erde und Sand wieder auf, damit der Boden schön mager ist und sähen dann eine Wildblumenmischung ein oder auch direkt Wildblumen wie etwa: Fingerhut, Kornraden, Nachtkerzen, Königskerzen, Verbenen, Sonnenblumen, Nelkenleimkraut, wilde Möhre, Krokusse und Schneeglöckchen, Kornblumen, Wegwarten, Akelei, Lupine, Malven, Astern, Mohn, Kartäusernelken, Lein, Dahlien, Klee, Schafgarbe, Schöllkraut, Günsel, Knoblauchsrauke, Fuchsschwanz oder Sie warten einfach, was dort von alleine wachsen wird. Es gibt buchstäblich Hunderte von Wildblumenarten, die Ihre Insekten glücklich machen werden.

Und wenn Sie Arten aussähen, achten Sie bitte immer darauf, dass Sie nicht aus Versehen die gefüllt-blütigen Zuchtarten erwischen.

Pineca erfüllt alle Ihre Wünsche, wenn es um Garten- oder Wohngebäude aus Holz geht!

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