Die leckersten Erdbeeren anpflanzen richtig gemacht

Die Erdbeere gehört wohl zu den leckersten Früchten, die Sie am Gartenhaus anpflanzen können. Nicht nur sind sie beliebt bei Jung und Alt, ihr Aroma veredelt viele Nahrungsmittel vom Joghurt bis zum Kaugummi, aber die Frucht als Ganzes hat bietet eine ganz unvergleichliche Geschmackskomposition und übertrifft damit künstliche Aromen bei Weitem.

Eine Steigerung zur Erdbeere aus dem Supermarkt oder dem Gemüsemarkt ist noch möglich, wenn Sie Ihre eigenen Erdbeeren im Garten anbauen– ganz ohne jeden Leistungs- oder Erfolgsdruck was die Größe angeht – am besten biologisch mit pflanzlichen Düngern, wie die Natur es in der Heimat der ursprünglich in lichten Wäldern heimischen Pflanze vormacht.

Früchte, die nach Gewicht verkauft werden, werden aus kommerziellen Gründen dann auch auf Erntegewicht hin angebaut und das heißt meist durch übermäßig viel Stickstoffdünger mit Wasser aufgepumpt. Wenn Sie in Ihrem eigenen Garten Erdbeeren anpflanzen möchten, dann können Sie Geschmack über das Erntegewicht stellen.

Die Kultur von Erdbeeren ist recht einfach, die Pflanzen sind anspruchslos und wachsen idealerweise jahrelang am selben Standort oder wechseln die Standorte eigenständig durch Ausläufer.

Was sollten Sie über Erdbeeren wissen?

Erdbeeren gehören zur Familie der Rosengewächse, der wir so viele einheimische, winterharte Fruchtarten, wie etwa auch Äpfel, Kirschen, Birnen, Brombeeren, Himbeeren, Pflaumen und viele andere verdanken. Sie erkennen diese Familie an den meist weißen oder rosa-weißen Blüten mit ihren 5 Blütenblättern.

Es gibt zwei Herkunftslinien von heute angebauten Zuchtformen: Die eine entspringt einer Kreuzung einer nordamerikanischen und einer chilenischen Erdbeerart. Diese werden wissenschaftlich „Fragaria x ananassa“ bezeichnet und tragen meist nur einmal im Jahr. Die andere ist ein Nachkomme unserer wilden, europäischen Walderdbeeren, die heute als remontierende oder immertragende Erdbeeren verkauft werden. Sie tragen dann die wissenschaftliche Bezeichnung der Walderdbeere (Fragaria vesca) im Namen.

Standort

Während die Vorfahren der immertragenden Erdbeeren, die Walderdbeeren, noch mit dem lichten Schatten der Wälder auskamen, gilt für die meisten heutigen Zuchtformen, dass sie die besten Erträge an sonnigem Standort bringen. Allerdings sind die Stauden auch nach wie vor schattentolerant und überleben auch gut im Halbschatten.

Ebenfalls aus den meist eher saureren Humusschichten der Wälder entspringt die Vorliebe der Erdbeeren für saure Böden. Der Boden-pH darf ruhig bis auf 5.5 in den sauren Bereich gehen, während ein gut mit Kompost und/oder Mulch vorbereiteter leicht saurer Boden im Bereich von pH 6.5 ebenfalls noch ok ist. Nur auf Kalk oder Holzasche sollten Sie für die säureliebenden Pflanzen verzichten.

Tiefgründig lockeren Boden - ob mit der Grabegabel und untergemischtem Kompost aufgelockert  oder durch einen natürlichen Schichtaufbau durch ständiges Mulchen unter Vermeidung von Betritt ist dabei egal - lieben die Erdbeeren, was ebenfalls ein Erbe aus den weichen und tief humosen mit jährlicher Laubschicht natürlich gemulchten Waldböden ist.

Erdbeeren anpflanzen – Vorbereitung

Erdbeerpflanzen findet man meist im Juli im Handel. Eine Vorbereitung des Bodens etwa durch dickes Mulchen mit Laub, Heu, Rasenschnitt oder auch pflanzlichen Küchenabfällen kann aber schon Anfang des Jahres beginnen. Ein neues Erdbeerbeet könnten Sie jetzt von Beikräutern befreien, falls Sie Kompost haben, Kompost einarbeiten oder aufstreuen, dann aber auch darüber mulchen. Angst vor Säure durch Baumlaub brauchen Sie bei Erdbeeren ja nicht zu haben. Auch der oft stickstoffreiche Rasenschnitt eignet sich. Das so vorbereitete gut in Mulch eingepackte Beet lassen Sie einfach ein paar Wochen lang so liegen, bis Sie die Erdbeerpflanzen bekommen.

Falls Ihr Boden noch nicht lange gemulcht wird und vielleicht noch nicht die richtige Bodenfauna, die für eine schnelle Umsetzung des Mulches nötig ist, entwickelt hat, könnten Sie auch zusätzlichen Stickstoff zuführen, etwa mit 1:10 verdünntem Eigenurin, Brennessel- oder Beinwelljauche oder mit käuflichen pflanzenbasierten Düngern, falls Sie vermeiden möchten, dass Medikamente, Hormone oder Pestizide aus der Massentierhaltung in Ihr Beet gelangen.

Das Ausmaß der Düngung hängt, wie schon erläutert, unter anderem davon ab, wie wichtig Ihnen das Erntegewicht im eigenen Garten ist. Einen kulinarischen Genuss bekommen Sie umso mehr auch mit kleineren Früchten.

Die Pflanzung

Auf ein Beet passen 2 Reihen mit Abständen von 20 bis 30cm zwischen den Reihen und Einzelpflanzen. Sie können Erdbeeren natürlich auch verstreut im Garten an geeigneten humusreichen Stellen, eventuell auch in den Halbschatten etwa auf Baumscheiben, anpflanzen. Wo sie sich wohlfühlen, werden sie sich dann bald auch durch Ausläufer weiter verbreiten.

Achten Sie darauf, dass das Herz der Pflanze, aus dem die Blätter und Blüten austreiben immer über dem Boden bleibt und nicht von Erde bedeckt wird.

Nach der Anpflanzung achten Sie auf durchgehend gute Wasserversorgung, bis die Pflanzen richtig angewachsen sind und Wurzeln tief in den Boden getrieben haben, mit denen sie dann auch Trockenperioden problemlos überstehen.

Die Kultur

Wenn die Pflanzen einmal etabliert sind, eignet sich Mulchen – etwa mit Rasenschnitt oder auch Laub – sehr gut für die weitere Düngung und auch zur Unterdrückung von Beikräutern auf Böden, die durch ununterbrochenes Mulchen während der letzten 3 bis 5 Jahre bereits die Verdauung von Mulch gewohnt sind. Das Mulchen ist allerdings gar nicht so einfach, wenn Sie es richtig machen, denn der Mulch sollte ja unter die Blätter zu liegen kommen und keinesfalls darauf. Für die Früchte ist es dann nur vorteilhaft, wenn sie nicht auf der nackten Erde aufliegen, sondern auf einer Mulchschicht.

Gerade auf hellen oder sonnigen Standorten werde Sie trotz Mulch nicht darum herum kommen, Beikräuter regelmäßig zu entfernen, die natürlich die eng am Boden bleibenden Erdbeerstauden sonst leicht überwuchern würden.

Mischkultur

Dort wo Sie Kohlrabi, Salate oder Radieschen abgeerntet haben, können Sie Erdbeeren ab Juli bis September anpflanzen. Knoblauch und Zwiebeln haben sich als Zwischenkulturen etabliert.

Wenn Sie ein Beet schon vorher mit einer Gründüngung auf Erdbeeren vorbereiten möchten, dann eignen sich Lupinen und Inkarnatklee dafür sehr gut.

Erdbeeren vermehren

Eine Vermehrung über das Auskeimenlassen der Nüsschen, die außen an den Früchten sitzen, ist möglich, erfordert aber etwas Geduld. Die einfachste Vermehrung ist die über Ausläufer, die schon von alleine neue Pflanzen bilden, die Sie dann einfach an einem neuen Standort auspflanzen können.

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