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Die Ernte einlagern und konservieren im Blockbohlenhaus

Herbst ist Erntezeit am Blockbohlenhaus. Alles wird reif oder ist schon reif und oft ist es viel mehr, als man schnell auf einmal essen kann. Selbst wenn, wie in vielen gut funktionierenden Nachbarschaften, auch die Nachbarn beim Anfall größerer Erntemengen jeweils wechselseitig mit bedacht werden ergibt sich oft die Frage: Was tun mit dem guten Erntesegen? Wäre es nicht Unsinn, das gute, selbst angebaute biologische Gemüse und die Früchte schlecht werden zu lassen und schon zwei Wochen später dasselbe aus konventionellem Anbau mit Pestiziden behandelt im Laden zu kaufen?

Sicher ist die beste Verwertung immer direkt frisch aus dem Garten: Wenn jetzt bei Ihnen am Blockbohlenhaus Früchte reifen, dann denken Sie daran: Frisches Obst roh essen, mit ein wenig Kokosmilch oder Sojasahne übergossen mit etwas Zucker besprenkelt, ein leckerer grüner Smoothie, eine Obsttorte oder ein selbstgemachtes Kokosmilcheis sind immer noch die besten und sehr gesunden Alternativen.

Konserviertes-Gemüse-und-Obst-am-Blockbohlenhaus

Trotzdem fällt oft mehr an, als man in ein paar Tagen essen kann und dann stellt sich die Frage: „Kann ich meine Ernte konservieren und wie?“ Als Besitzer eines Blockbohlenhauses werden Sie vermutlich eher zu den naturverbundenen Menschen gehören und gerne Anregungen annehmen, die kostbaren Früchte Ihres Gartens in den Winter hinein – und sogar darüber hinaus bis zur nächsten Erntezeit – zu retten

Wir werden hier im Folgenden die wichtigsten Methoden zur Einlagerung Ihrer Ernte im Blockbohlenhaus anführen.

Welche Ernten fallen an Ihrem Blockbohlenhaus jetzt oder später im Herbst an?

Das kommt natürlich darauf an, was Sie im Garten am Blockbohlenhaus kultiviert haben. Aber Erntezeit ist auch immer Zeit für billige Käufe. In früheren Zeiten hätten viele wahrscheinlich ihren Ernteüberschuss teilweise eingelagert und teilweise zum nächsten Markt gebracht und verkauft. Auf diese Weise konnte man größere Felder mit bestimmten Pflanzen bewirtschaften und die Pflanzen, die man nicht kultiviert hatte, vom Erlös des Überschusses zur Erntezeit billig am Gemüsemarkt einkaufen.

Dasselbe geht heute natürlich noch genauso. Wenn Sie sehen, dass jetzt bestimmte Obst- oder Gemüsesorten aus lokalem biologischen Anbau besonders preiswert sind, die Sie selber nicht im Garten haben, dann schlagen Sie jetzt zu und konservieren diese gleich mit, wenn Sie Ihre eigene Ernte am Blockbohlenhaus versorgen.

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Das Einkochen in den Küchen der Blockbohlenhäuser ist vielleicht die bekannteste Methode der Konservierung

Dabei kommen Sparfüchse auch auf die Idee, dass man das auch draußen vor dem Blockbohlenhaus machen kann, wenn man nämlich trockenen Baumschnitt hat oder generell Holz nie wegschmeißt oder häckselt. Ein Pyrolyseofen ist schnell aus 2 alten Blecheimern, größeren leeren Farbdosen oder ähnlichem zusammengebastelt.

Ein einfacher Ofen aus ein paar Ziegelsteinen mit einem Rost oder einer durchlöcherten Eisen- oder Blechplatte, damit das Feuer von unten Luft bekommt sowie einem metallenen Topfunterlage – zur Not tun es zwei oder drei Eisenstangen, die man als Topfhalter quer über die Steine legt – und schon kann man statt teurem Gas, Strom oder Kohle seinen eigenen Baumschnitt oder sonstige Holzabfälle zum Einkochen verheizen, womit man Kosten spart, das Holzabfallproblem löst und gleichzeitig wertvollen Dünger für den Garten gewinnt.

Zum Einkochen eignen sich generell alle Früchte. Dabei ist es nicht mal nötig, dass man -wie früher oft empfohlen- jede Menge Zucker dazu gibt. Zucker speziell Gelierzucker kommt besser dazu, wenn Sie Ihre eigenen Marmeladen und Gelees herstellen möchten, mit denen Sie Ihre Gäste und Familie dann während der Winterzeit im Blockbohlenhaus zum Frühstück verwöhnen.

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Wie geht das Einkochen im Blockbohlenhaus genau?

Am besten arbeiten Sie mit einer Feuerstelle im Blockbohlenhaus und einer draußen. Sie brauchen saubere Glasgefäße und kochen das Obst in einem großen Topf. Dann schöpfen Sie das heiße Obst mit einer Schöpfkelle in die Gläser und füllen diese bis oben hin. Dann bringen Sie die heißen und nur locker verschlossenen Gläser am besten sofort in den anderen großen Topf mit kochendem Wasser.

Dort werden die Gläser nochmal richtig mit heißem Wasser und oben herum mit heißem Wasserdampf (Deckel auf den Topf) sterilisiert. Erst danach werden die Gläser rausgenommen und die Deckel sofort fest verschlossen. Das ist gut im Teamwork zu machen. Familie und Freunde helfen und kriegen dann als „Arbeitslohn“ ein paar Gläser mit nach hause.

Dafür eignen sich alle Früchte auch Tomaten, Gurken oder Zucchini, die ja botanisch auch Früchte sind. Es spricht natürlich nichts dagegen, die Tomaten auch als Pomerola mit Sellerie und Möhren aus dem Garten am Blockbohlenhaus und mit Oregano italienisch abgeschmeckt in größeren Mengen einzukochen. Auf diese Weise haben Sie immer eine leckere, selbstgemachte, konservierungsstofffreie und gesunde Tomatensoße an Reis oder Nudeln als schnelles Gericht für den kleinen Hunger parat.

Glasgefäße-zum-Einkocehn-im-Blockbohlenhaus

Selbstgemachtes Sauerkraut im Winter im Blockbohlenhaus auf dem Tisch: Gibt es etwas Leckereres?

Sauer einlegen eignet sich für viele Gemüse und findet im Blockbohlenhaus selber statt. Sauerkraut ist das bekannteste Gemüse, welches so konserviert wird. Andere Kohlarten, wie Wirsing, Grünkohl, Rotkohl, ja selbst Rettich eignen sich auch dafür. Diese Arten können auch gut gemischt werden.

Weiter eignen sich Rote Beete, Gurken, Zwiebeln, Chinakohl, Paprika, Tomaten und viele andere. Es gibt viele Rezepte von salzig-sauer über pikant bis zu süß-sauer.

Am einfachsten zerkleinern Sie die Gemüse, salzen sie mit Meersalz und stampfen sie dann so in größere Glas- oder Tongefäße, dass sie völlig in ihrem eigenen Saft liegen. Die Gefäße werden dann so abgedeckt, dass zwar Luft und Gärgase freie Bahn haben aber kein Staub daran kommt und kühl gelagert.

Sauerkraut-am-Blockbohlenhaus

Andere Methoden der Konservierung Ihrer Blockbohlenhaus – Ernte

Kräuter sollten für den Winter oft sowieso etwas zurückgeschnitten werden. Die kann man im Blockbohlenhaus unter dem Dach in Bündeln aufgehängt oder auf Gittern trocknen. Blattgemüse, wie Kohlarten können auch getrocknet werden und kommen dann später in die Suppe.

Eine Erdmiete draußen eignet sich für Wurzelgemüse, wie Möhren, Wurzelpetersilie, Wurzelsellerie, Pastinaken, Kartoffeln, Winterrettich, Schwarzwurzel, Steckrüben und so weiter.

Bestimmte Apfelarten lassen sich trocken, kühl und sorgfältig in Holzregalen oder Kisten in einzelnen Schichten gelagert bis in den Frühling hinein genießen, wenn man hungrig genug ist, sich von einer etwas eingeschrumpelten Haut nicht vom Genuss eines köstlich süßen abgelagerten Apfels abschrecken zu lassen.

Schließlich kann man sich auch ganz „neumodisch“ eine Tiefkühltruhe ins Blockbohlenhaus stellen für die Gemüse und Früchte, die von Ihren großen traditionellen Konservierungsaktionen nicht erfasst wurden.

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