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Der Winter kommt: Tipps für die Vorbereitung des Gartens am Gartenhaus

Jedes Jahr im Herbst gibt es eine Menge zu tun rund um das Gartenhaus, um den Garten vorzubereiten, dass er die kalte Zeit gut übersteht und rechtzeitig im Frühling – am besten noch im ausgehenden Winter die Schneeglöckchen und später dann vor allen anderen die Krokusse – wieder zu buntem Leben aufwacht, um uns die frohe Kunde zu geben, dass die Natur wieder erwacht und der lange frostige Schlaf sich seinem Ende zuneigt.

Nach den vielen Monaten grau und braun wirken diese ersten Blüten Wunder für unsere Lebenslust und wir beginnen dann schon wieder, das neue Gartenjahr zu planen.

Damit alles glatt geht und alles möglichst ohne Verluste den Winter übersteht braucht es aber eine gute Vorbereitung und deswegen haben wir Ihnen hier mal ein paar Tipps zusammengestellt, welche Arbeiten jetzt für Sie im Garten sinnvoll sein könnten.

Die Ernte am Gartenhaus: Was ernten Sie vor dem Frost und was danach?

Die letzte Ernte am Gartenhaus steht an, sobald die letzten Gurken, Rote Beete, Kohlsorten, Knollensellerie, Rote Rüben erntereif sind. Manche Kohlarten, wie Grünkohl oder Rosenkohl können auch bis weit in den Winter hinein stehen bleiben und schmecken sogar besser, wenn sie schon Frost abbekommen haben.

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Die Tomatenpflanzen gehen mit dem ersten Frost kaputt und die Tomaten – auch die grünen - sollten dann geerntet werden. Die grünen Tomaten können auf der Fensterbank noch etwas nachreifen, es gibt aber auch Rezepte für grüne Tomaten.

Gurken, Auberginen und auch Schnittlauch sollten Sie am besten schon rechtzeitig vor dem ersten Frost ernten.

Quitten können etwas Frost vertragen und sollten geerntet werden, wenn sie eine glänzende gelbe Schale bekommen.

Wenn Sie neue Obstgehölze setzen möchten, dann ist jetzt noch vor dem Winter eine gute Zeit dazu. Das kalte Herbst- und Winterwetter verlangsamt den Stoffwechsel der Pflanzen und nach dem Fall der Blätter kommen die Bäumchen auch sehr gut mit wenig Wurzeln aus. Die Wurzeln haben dann Zeit zu wachsen, bis im Frühjahr die ersten Blätter wieder kommen.

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Das Zurückschneiden der Obstbäume am Gartenhaus ist am Ende des Winters schonender, weil die Schnittwunden im Frühjahr leichter wieder zuwachsen.

Frostempfindliche Arten am Gartenhaus brauchen besonderen Schutz

Wenn Sie im Gartenhaus einen Frostwächter haben, dann ist das helle Fenster natürlich ein idealer Ort, um Zitronen, Rosmarin, Margeriten oder Oleander zu überwintern. Aber jeder helle, möglichst kühle Ort ist recht. Ein ungeheiztes Treppenhaus oder Schlafzimmer tun es auch. Für Malven, Bougainvillea oder Hibiskus sind diese Orte auch ideal. Sie können sogar etwas mehr Wärme vertragen: So etwa 15 bis 18 Grad Celsius. Ein Wintergarten wäre natürlich für die Überwinterung vieler Arten ideal.

Frostempfindliche Pflanzen, die Blätter abwerfen, wie Granatapfel, Fuchsien oder Bleiwurz können auch im Dunkeln überwintern, solange es kühl ist. Fünf bis zehn Grad wären ideal.

Nicht winterfeste knollenbildende Arten, wie Gladiolen, Begonien oder Dahlien müssen ausgegraben werden und die Knollen können trocken und kühl – vielleicht im Keller – überwintern.

An ihren Platz könnten Sie schon Frühblüher, wie Krokusse oder Schneeglöckchen vergraben.

Alle Arten, die draußen bleiben freuen sich über eine dicke Mulchschicht, die den Boden vor Frost schützt. Unter Sträuchern und Bäumen sorgt der Mulch durch die Zersetzung des organischen Materials nicht nur für Wärme sondern auch durch den Schutz gegen Wind für einen Verdunstungsschutz. Er saugt Feuchtigkeit auf und sorgt für einen humosen, krümeligen, lebendigen, nährstoffreichen Boden, in dem tausende Arten von Kleinstlebewesen Nahrung und ein Zuhause finden. Nicht zuletzt die Regenwürmer, die als Bodenverbesserer bekannt sind, sind auf eine konstante Zufuhr von Futter aus der Mulchschicht angewiesen.

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Laub ist kein Problem am Gartenhaus, wenn man weiß, wie man es einsetzt

Sie sollten Wasserabflüsse oder Regenrinnen am Gartenhaus frei von Laub halten aber überall sonst ist Laub die natürliche Mulchschicht der Natur. Weit über 90% aller Nährstoffe und Mineralien eines Baumes sind im Laub gebunden. Deswegen ist es eine gute Idee, die Bäume - selbst die, die auf Rasenflächen stehen - nach dem Blattfall auf der Baumscheibe mit ihrem eigenen Laub zu mulchen. Sicher wird der Rasen darunter das nicht überleben aber bei größeren Bäumen oder Sträuchern wächst im Bereich der Baumscheibe meist wegen des Schattens sowieso nicht mehr viel Gras.

Generell ist Laub als Mulchmaterial und Unkrautunterdrücker bei vielen Arten, denen saurer Boden nichts ausmacht, gut geeignet. So etwa für Rhododendren, Kirschlorbeer, Buchsbaum, Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren und sogar für Erdbeeren.

Stauden und große Gräser, die verblüht oder nach dem ersten Frost absterben, haben einen ästhetischen Reiz in den Gärten um die Gartenhäuser. Besonders, wenn sie im Winter mit Rauhreif überzogen sind. Aber auch nützliche Insekten nutzen die hohlen Stängel und Samenkapseln als Winterquartier.

Nützlinge am Gartenhaus profitieren von der Hilfe des Menschen

Bieten Sie am Gartenhaus einem Igel ein Winterquartier durch ein Igelhaus. Das kann eine einfache Kiste mit einem passenden Eingang sein, die schön isoliert in organisches Material wie alte Stauden, Baum oder Strauchschnitt, Laub, Stroh, etc. eingepackt wird. Wenn die Kiste mitten in einem Berg von organischem Material liegt, der Eingang schön etwas versteckt und mit trockener Streu und genug Material, um sich etwas einzukuscheln im Inneren, dann nehmen Igel sie gerne an und Sie haben im feuchten Frühjahr jemanden, der sich um die Schnecken im Garten kümmert.

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Entgegen früheren Empfehlungen sollten bebrütete Vogelhäuschen nicht vor dem Winter sondern erst im Frühjahr ausgeräumt werden, da man beobachtet hat, dass Vögel die warmen Nester oft im Winter nutzen, um Schutz vor der Kälte zu finden.

Etwas anderes ist es mit den Futterhäuschen am Gartenhaus. Die sollten jetzt auf Vordermann gebracht werden, damit man den Vögeln im grimmigen Winter etwas mit Futter helfen kann. Auch abgeblühte Wildpflanzen sowie die Samen von Stauden geben den Vögeln im Winter Nahrung. Man muss sie bloß stehen lassen und es mit dem „Aufräumen“ im Garten nicht übertreiben. Diese abgestorbenen Pflanzen werden im Frühjahr meist sowieso weg sein, von der Last des Schnees zu Boden gedrückt oder wenn nicht, dann so verrottet, dass sie leichter zu beseitigen sind als jetzt im Herbst.