Den Garten mit Regenwasser bewässern – Vorteile und Nachteile

Regen ist Natur; es gibt ihn oft üppig, im Überfluss und kostenfrei. Nicht nur ist jeder Regen eine kostenlose Gartenbewässerung, sondern er ist in vieler Hinsicht auch besser für ihren Garten geeignet, als das Leitungswasser, welches oft viel härter ist und daher für Pflanzen weniger geeignet. Zudem reinigt der Regen die Luft von Staub, Ruß und Pollen und diese feinen Bestandteile verpassen Ihrem Garten eine natürliche Düngung.

Eine zuverlässige Gartenbewässerung mit Regenwasser erfordert allerdings etwas Aufwand, denn das kostbare Nass sollte in Zeiten des Überflusses gesammelt werden, damit Sie es in trockenen Perioden auch wirklich zum Gießen nutzen können.

Was die Kostenersparnis angeht, so gibt es vielerlei Berechnungen, die etwa davon abhängen, welchen Aufwand Sie treiben, wofür Sie das gesammelte Regenwasser einsetzen und wie viel Leitungswasser Sie insgesamt durch die Verwendung von Regenwasser einsparen können. In vielen Fällen werden sich Investitionen in das Projekt: „Gartenbewässerung mit Regenwasser“ aber schon nach wenigen Jahren amortisieren, was wir – zusammen mit anderen Vorteilen - durchaus auf der positiven Seite verbuchen können.

Rechnet sich eine Regentonne?

Ein kleines Gartenhaus mit einer Dachfläche von beispielsweise 10m² kann bei einer Niederschlagsmenge von 1000 Liter pro Quadratmeter also 10 000 Liter Wasser sammeln. Allerdings sind die Niederschlagsmengen regional unterschiedlich und wir müssen die Monate, in denen starker Frost droht ausschließen, denn eine Regentonne wird bei der Gefahr von stärkerem Frost entleert, damit sie nicht durch das sich im Inneren ausdehnende Eis gesprengt wird. Aber selbst wenn wir nur 5000 Liter rechnen, so sind das immerhin fünf Kubikmeter, die im Garten schon einiges bewirken können. Die Ersparnis von etwa 10 Euro an Leitungswasser, beziehungsweise etwa 20 Euro wenn Sie die Abwasserkosten mit einrechnen, kann der passionierte Gärtner vernachlässigen. Das ist  allerdings auch etwa der Preis für eine einfache Regentonne. Demnach würde sich die Investition schon nach einem Jahr amortisieren.

Nicht in die Rechnung eingegangen sind weitere Vorteile:

* Besserer Pflanzenwuchs durch das weichere Regenwasser

* Umweltentlastung dadurch, dass weniger Trinkwasser aufbereitet werden musste

* Schutz und verlängerte Lebensdauer für Ihr Gartenhaus durch die Dachrinne im Vergleich mit einem Gartenhaus ohne Dachrinne und Regentonne

Als Nachteil ist zu nennen, dass eine solche Regentonne mit vielleicht 250 Litern Fassungsvermögen in regnerischen Zeiten sehr schnell überläuft. Es wird also immer nur ein Teil der sommerlichen Niederschlagsmenge aufgefangen werden und die 250 Liter sind dann auch in trockenen Perioden schnell verbraucht.

Regentonnen müssen nicht hässlich sein

Wenn Sie Ihren Garten mit Regenwasser bewässern möchten, ist der Gedanke an eine Regentonne meist mit einem weiteren Nachteil verbunden, den wir oben noch nicht erwähnt hatten: gerade billige Regentonnen, etwa blaue Plastiktonnen, die vorher Chemikalien enthielten, sind zwar billig zu haben, aber leider auch nicht gerade fotogen. Eine Möglichkeit ist natürlich die Regentonne durch Büsche, eine Hecke oder sonstigen geeigneten Bewuchs optisch zu verdecken. Der Zugang aus einer Richtung muss dann unter Umständen regelmäßig freigeschnitten werden.

Aber es wäre ja ein Wunder, wenn sich die Gartenzubehörhersteller nicht auch dieses Problems angenommen hätten: Mittlerweile gibt es eine breite Auswahl von Regentonnen, die nicht nur deutlich mehr als 250 Liter fassen, sondern auch Dekorationsstücke für den Garten sind, die man nicht verstecken, sondern regelrecht vorzeigen möchte.

Solche Regentonnen haben etwa Amphoren- oder antike Säulenform, sehen aus wie Holzfässer oder Gartenmauern, sind mit Zaunlatten dekorativ ummantelt, sehen aus, wie dicke Baumstämme oder haben schlichte, moderne Formen. Die Preise im Bereich von unter € 50.- bis etwa € 300.- sind allerdings auch nicht von Pappe und selbst, wenn die Fassungsvermögen auch bis zu 500 Liter gehen, wären die Amortisierungszeiträume in unserem Rechenbeispiel dann auf zwischen zwei und 15 Jahren verlängert. Natürlich denkt man bei Dekorationsobjekten für den Garten normalerweise nicht an Amortisierungszeiträume. Daher können solche dekorativen Regentonnen, unserer Ansicht nach, eine durchaus sinnvolle Investition darstellen.

Übrigens: Wer Plastik nicht so gerne mag, kann auch durchaus schöne Becken selbst herstellen etwa aus Natursteinen mauern oder mit Natursteinlook mit einem Rand zum draufsitzen. Echte Eichenholzfässer oder gebrauchte Weinfässer mit über 200 Liter sind dagegen kaum unter € 200.- zu bekommen.

Lohnen sich auch größere Investitionen?

Wie gesagt: Der passionierte Gärtner wird nicht zuerst an das Geld denken. Eine Investition etwa in einen Tank mit größerem Fassungsvermögen ist immer sinnvoll, wenn wir an Trockenzeiten denken, in denen der Regenwassertank den ganzen Garten für längere Zeit versorgen muss, ohne dass Nachschub von oben kommt.

Als Erweiterungen kommen in Betracht:

* Verwendung mehrerer Regentonnen

* Unterirdische Tanks

* Regenwasser-„Ernte“ auch vom Haupthaus

* Verwendung des Regenwassers auch für andere Zwecke

Wenn Ihnen eine Regentonne nicht ausreicht, dann können Sie auch mehrere Regentonnen miteinander durch Wasserleitungen verbinden. Das Fallrohr leitet das Regenwasser aus der Dachrinne dann nach wie vor nur in eine Tonne, aber bei einer Rohrverbindung unten am Wassertank wird das Wasser dann gleichmäßig auf zwei oder mehr Regentonnen verteilt. Nachteile:

* bei geringem Wasserstand mit wenig Wasser in allen Tonnen wird das Herausschöpfen mühsam

* Die Entleerung im Herbst wird schwieriger

Besser sind clevere Überlauflösungen, bei denen das Wasser aus der ersten Tonne erst in eine zweite abläuft, wenn die erste voll ist. Auch hier sind Kaskaden aus mehreren Tonnen möglich.

Unterirdische Tanks

Unterirdische Tanks lohnen sich, wenn Sie den Garten mit Regenwasser bewässern möchten, aber bei größeren Fassungsvermögen auch durchaus für weitere Aufgaben im Haus, wie etwa die Toilettenspülung, die Wäsche und Brauchwasser. Unterirdische Tanks, wie sie im Handel angeboten werden, fassen meist zwischen etwa 1500 bis 5000 Liter und kosten dann im Bereich von 500 bis 1500 Euro. Bei einer Verwendung am Haus mit normalerweise weit größerer Dachfläche, kann man dann mit einer Amortisierung nach einigen Jahren rechnen. Natürlich ist auch der Installationsaufwand weit größer, denn diese Tanks müssen ja vergraben werden. Es gibt auch Tanks, die befahrbar sind, und die beispielsweise unter einer Garageneinfahrt angebracht werden können.

Auch hier lassen sich Tanks verbinden, mehrere Tanks anbringen oder Eigenbauten erstellen, bei denen das Fassungsvermögen dann beliebig an den Bedarf angepasst werden kann.

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