Das Blockbohlenhaus liegt voll im Trend bei deutschen Bauherren

Ein Blockbohlenhaus ist dabei das Musterbeispiel für einen breiteren Trend und der betrifft generell den Baustoff Holz. Holzhäuser insgesamt – seien es Blockbohlenhäuser, größere Gartenhäuser oder Fertighäuser in Holz-Modul Bauweise – sind beliebter als je in der überprüfbaren Geschichte und das hat sicher mit vielen Faktoren zu tun.

Mal ganz abgesehen von dem Trend zu Natur und Natürlichkeit, der in vielen Fällen die Entscheidung über das Baumaterial von vorne herein beeinflusst, bietet Holz eine ganze Reihe von handfesten, praktischen Vorteilen gegenüber anderen Baustoffen. Nicht nur ist Holz billiger als andere Materialien, es kann selber leicht bearbeitet werden, wodurch der mögliche Eigenanteil am Bau auf fast 100 Prozent steigt, was natürlich ebenfalls ein wichtiger Kostenfaktor ist. Der Bau selber ist weit weniger kompliziert, als Häuser in Steinbauweise zu mauern, wodurch die Bauzeit, die auch ein wichtiger Faktor bei der Finanzierung ist, kürzer wird.

Konstruktion-des-Blockbohlenhauses

Diese Unkompliziertheit beim Bau liegt sicher zum Teil auch daran, dass man bei  einem Holzhaus, wie etwa einem Blockbohlenhaus, mit dem Isolationsmaterial Holz selber baut, anstatt ein gut wärmeleitfähiges Material wie Stein oder Beton hinterher aufwendig zu isolieren. Zudem ist der Trend zum Niedrig- oder gar Nullenergiehaus auch an der Holzhaus-Industrie nicht vorbei gegangen, so dass sich auch hier Technologien etabliert haben, die dann im Betrieb eine extrem gute Energie-Effizienz ermöglicht.

Die Blockbohlenhaus – Bauweise ist historisch schon vor der Bronzezeit nachweisbar

Während Blockbohlenhäuser in der späteren Bronzezeit weit verbreitet waren, finden sich die ersten historischen Nachweise in Europa schon lange vorher und zwar im Endneolithikum also in der sogenannten Kupfersteinzeit vor dem Beginn der Bronzezeit im Bereich von 2800 vor Christus.

Berühmt sind die Funde am Federsee in Schwaben. Die Bauweise hat sich also, wie vieles, was gut und einfach ist seit etwa 5000 Jahren bewährt und erhalten: Es werden Balken oder auch einfach entrindete Baumstämme möglichst passgenau  aufeinander gelegt und die Ritzen werden dann mit Isolationsmaterial abgedichtet. Natürlich hat sich mit besseren technischen Möglichkeiten mehr und mehr eine Bauweise durchgesetzt, bei der es kaum noch Ritzen gab, weil die Bearbeitung der Stämme und das passgenaue Aufeinanderschichten immer weiter perfektioniert wurde.

Altes-Balkenhaus-vs-Blockbohlenhaus

Dennoch sind heute wie vor 5000 Jahren die Bereiche, wo die Stämme aufeinanderliegen besondere Schwerpunkte für eine gründliche Isolierung geblieben. In der Steinzeit nahm man dafür Moos, Schafwolle oder Leinen. Bemerkenswerter Weise hat sich Schafwolle voll als Isolierungsmaterial bis heute erhalten, während trockenes Moos als Isolierung nur noch gelegentlich angetroffen wird, was vielleicht auch daran liegt, dass Moos in vielen Gegenden nicht mehr so vor der Haustür wächst, wie noch zu Zeiten dieser ersten nachweisbaren Blockbohlenhäuser.

Das Blockbohlenhaus im Trend der letzten Jahre: Eine moderne Erfolgsgeschichte

Das Blockbohlenhaus fällt statistisch gesehen unter den Gesamtbereich „Holzbauweise“. Dafür gibt es verschiedene Statistiken mit leicht unterschiedlichen Zahlen, die zum Teil durch die Datenerhebung und zum Teil durch die Auswahl der in die Statistik fallenden Gebäudearten zustanden kommen. Allen Statistiken ist jedoch gemeinsam, dass der Anteil der in Holzbauweise errichteten Gebäude sowohl bei Wohngebäuden als auch bei Nichtwohngebäuden von unter 12 Prozent im Jahre 1996 bis heute kontinuierlich ansteigt. Dabei stieg der Anteil von Nichtwohngebäuden sogar schon 2007 auf fast 17 Prozent während der Trend bei Wohngebäuden etwas ruhiger verlief.

Immerhin werden in dem Bereich inzwischen bis zu 15 Prozent ermittelt. Wenn man moderne Bauherren nach ihren Gründen für die Entscheidung zum Bau eines Holzhauses fragt, dann werden außer den bereits oben erwähnten Kostengründen und Gründen der Praktikabilität und Bauzeit einige Punkte angegeben, die für ein erhöhtes Umweltbewusstseinsprechen und für eine gesteigerte Anforderung an eine bessere Lebensqualität. So spielt zum Beispiel eine Rolle, dass Holz ein nachwachsender Rohstoff ist. Die Umweltfreundlichkeit, überzeugende Ökobilanzen, Abneigung gegen künstliche Werkstoffe aus den Chemielaboren spielen genauso eine Rolle wie die ästhetischen Qualitäten des Baustoffes Holz, die in einem Blockbohlenhaus besonders zur Geltung kommen. Die gehobene Atmosphäre und ein gesundes Wohnklima sind typische Entscheidungskriterien.

Ökologisches -Blockbohlenhaus

Der Baustoff Holz erhöht die Wohnqualität in einem Blockbohlenhaus

Besonders Nadelhölzer als Blockbohlenhaus - Baumaterial tragen durch ihre dezenten, wohlriechenden Holz-Aromen zu einem angenehmen Geruch bei, der das ganze Holzhaus durchzieht und zusätzlich einen wohltuenden Effekt auf die Atemwege hat. So entsteht eine einzigartige Wohlfühlatmosphäre, die man bei Steinhäusern überhaupt nicht findet, die stattdessen noch monate- und jahrelang nach der Fertigstellung nach Beton riechen.  Hausstauballergiker profitieren zudem davon, dass gerade Blockbohlenhäuser einen besonders niedrigeren Staubgehalt in der Atemluft haben.

Das Holz sorgt für einen natürlichen Wärmeausgleich. Der Mensch spürt, dass er von Natur umgeben ist und lebt dementsprechend auf und fühlt sich wohl, was wieder einen direkten positiven Einfluss auf die Gesundheit hat.  Besonders im hohen Norden Europas, wie etwa in Schweden, gehören Blockbohlenhäuser heute zu den beliebtesten Wohngebäuden. Ein Grund dafür ist natürlich das kalte Klima und die damit verbundene Notwendigkeit, die Isoliereigenschaften des Holzes zu nutzen. Dabei bestehen viele Blockhäuser aus längs aufgerichteten Holzbalken, die in Schweden und in ganz Skandinavien traditionell etwas häufiger verwendet wird, als die Blockbohlenhaus – Bauweise, wo die Stämme quer übereinander gelagert werden.

Modernes-Blockbohlenhaus

Professionelle Fertigungstechniken machen das Blockbohlenhaus in Fertigbauweise zu einem grundsoliden Markttrend

Der Markt an Fertigprodukten – gerade bei Gartenhäusern und Blockbohlenhäusern – boomt natürlich auch wegen der immer weiter perfektionierten, vielseitigen und kostengünstigen Angebote. die von großen Herstellern erfolgreich an die Bauherren gebracht werden.

Die große Auswahl an erschwinglichen Bausätzen, die in moderner Bauweise aus langlebigen Holzarten gefertigt mit einer detaillierten und doch einfachen Anleitung notfalls komplett in Eigenleistung zusammengesetzt werden können, macht diese Alternative für viele Bauherren immer attraktiver. Die große Angst vor „Pfusch am Bau“ gehört bei diesen einfachen Bauweisen der Vergangenheit an.

Kosteneffektivität und niedrige Betriebskosten durch ganz neue Qualitätsstandards, kurze Bauzeiten, lange Haltbarkeit, optimaler Schall- und Wärmeschutz, geringe Energiekosten sind überzeugende Faktoren.

Eine Vielzahl von Größen und Bauweisen, meist einstöckig aber auch zweistöckig, mit überdachter Terrasse, Carport und so weiter bieten auch innenarchitektonisch gut durchdachte Konzepte, die großzügige Räumlichkeiten und ein gemütliches Ambiente schaffen, das zum gesunden, entspannten und natürlichen Wohnerlebnis einlädt.

Wer es dennoch nicht schafft, in der riesigen Auswahl sein Traumhaus zu finden, für den bieten viele Hersteller auch individuelle Lösungen an. Man kann sogar für einen kleinen Aufpreis, sein eigenes ideales Traum – Blockbohlenhaus konzipieren und dann von den Herstellern fertigen lassen.

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