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Wintergemüse anbauen

Wintergemüse war in den vergangenen Jahrzehnten etwas in Vergessenheit geraten, weil durch die Transporte von frischem Gemüse aus wärmeren Kontinenten, aus kommerziellen Gewächshäusern in Südspanien, Frankreich und Italien in die heimischen Supermärkte unser Bedarf an frischem Gemüse, an Vitaminen und Mineralstoffen auch im Winter immer gut gedeckt war. Das hat unter anderem dazu geführt, dass manche Gemüsesorten die noch in Nachkriegszeiten besonders beliebt waren, weil sie ganzjährige Ernten ermöglichten, mittlerweile schon selten geworden sind. Der Winter galt als Ruhezeit für den Gemüsegärtner. Das muss aber nicht so sein.

In letzter Zeit ist mit dem Bewusstsein, dass Obst und Gemüse aus eigenem Anbau, gerade im Bioanbau, immer gewisse Vorteile gegenüber industriell erzeugten Produkten hat, auch das Wintergemüse wieder modern geworden. Wenn Sie auch im Winter nicht auf frisches Gemüse oder Salate aus dem eigenen Garten verzichten möchten, dann können Sie jetzt schon in freiwerdenden Beeten am Gartenhaus Wintergemüse aussäen.

Wintergemüse anbauen – wie funktioniert das?

Prinzipiell kann man als Wintergemüse natürlich nur Sorten verwenden, die frosthart sind. Wie frosthart einzelne Sorten sind, ist allerdings auch erst in letzter Zeit wieder bekannter geworden. Dabei lassen sich Angaben über Mindesttemperaturen aus der Literatur oft weit unterbieten, wenn die Pflanzen im Spätsommer und Herbst sozusagen in die Kälte hineinwachsen und sich so rechtzeitig im Herbst schon als Jungpflanzen an Frost gewöhnen. Möglich ist das mit über 50 verschiedenen Gemüsearten und -sorten, die wir im Folgenden auch teilweise behandeln werden.

Tatsächlich soll bei kalten Temperaturen im Winter ja theoretisch kein Wachstum stattfinden. Die Praxis zeigt aber in vielen Fällen, dass das Wachstum sicher sehr langsam ist, aber über die Monate doch deutlich wahrnehmbar. Vermutlich nutzen die Pflanzen einfach jede etwas wärmere Phase für Wachstumsprozesse.

Wann kann man Wintergemüse anpflanzen?

Es gehört etwas Erfahrung dazu, zu wissen, wann Sie ein bestimmtes Wintergemüse anpflanzen sollten, wenn Sie zum Beispiel genau zu Weihnachten eine würzige Gemüsesuppe aus frisch im eigenen Garten geernteten Gemüse kredenzen möchten oder einen Rote Beete Salat, aber es geht beim Wintergemüse eher um die Möglichkeit, überhaupt so viele Gemüsearten den ganzen Winter hindurch frisch im Garten zu haben. Dass manche dann vielleicht erst im März oder April zur vollen Erntereife kommen, wenn andere dieselben Arten gerade erst aussäen, ist doch auch ein schönes Ergebnis. Und man kann Gemüse bei Bedarf auch jung ernten. `

Wie gut es dann wirklich klappt, hängt natürlich auch vom Wetter ab aber auch von der Klimazone in der Ihr Garten liegt. Im Endeffekt geht nichts über einfach ausprobieren. Die gute Nachricht: Spätsommer und Herbst, sobald die ersten Beete abgeerntet werden, sind genau die richtige Zeit die Beete mit Wintergemüse wieder zu bestücken.

Verschiedene Gemüse sind als Wintergemüse schon gut bekannt

Einige bekannte Beispiele für winterharte Gemüsesorten sind

* Grünkohl

* Feldsalat

* Knoblauch

* Rosenkohl

* Spinat

* Lauch

Eine weitere Eigenschaft ist durch diese bekannten Wintergemüse auch schon bekannt: Der Frost verändert, ja verbessert in vielen Fällen den Geschmack und Wintergemüse schmecken oft würziger als ihre im Sommer angebauten Artgenossen. Wintergemüse geben Ihrem Körper genau das, was Sie im Winter brauchen. Überhaupt kein Vergleich mit den Gewächshausalternativen aus dem Supermarkt, das wissen Spitzenköche auch schon sehr genau.

Wenn Sie auf der Suche nach geeigneten Sorten für ihre abgeernteten Beete sind, dann halten Sie auch Ausschau nach Sorten, die das Wort „Winter“ im Namen tragen.

* Winterkresse

* Winterportulak

* Winterpetersilie

* Wintersalat

* Winterheckenzwiebeln

* Winterfeldsalat

* Wintererbsen

* Winterknoblauch

* Winterzwiebeln

* Winterrettich

* Winterwirsing

So einfach kann die Suche sein: Solche Arten haben sich in tiefen Temperaturen bewährt und Sie können einen Anbau im Winter mit dem Ziel, über den Winter oder im frühen Frühjahr zu ernten versuchen.

Es gibt Tricks für harte Klimazonen oder Wackelkandidaten

Die größte Gefahr für alle Gemüse im Winter ist nicht der Frost an sich, sondern das Risiko, in gefrorenem Zustand bewegt zu werden. Denn das führt automatisch zu Gewebsbeschädigungen. Die Flexibilität der Pflanze, mit der sie sich etwa im Wind wiegt oder die Blätter unter der Schneelast senkt oder sich wieder aufrichtet, wenn man mal aus Versehen drauf getreten hat oder sich ein Vogel darauf niedergelassen hat, geht bei starken Frösten im Bereich zwischen-10°C bis -20°C verloren. Dann besteht Bruchgefahr. Für Sie heißt das: Bei solchen strengen Frösten lassen Sie Ihre Pflanzen am Besten ganz in Ruhe. Sobald es wieder wärmer wird, werden sie in vielen Fällen einfach aus dem Winterschlaf erwachen und ganz normal weiter wachsen.

Die zweitgrößte Gefahr besteht in langen Nässephasen, wie sie etwa bei monatelangem Schneematschperioden auftreten können.

Der Trick besteht dann in einer Abdeckung etwa mit einem Folientunnel oder auch mit einem Überbau, wie er bei manchen Hochbeeten üblich ist, der aber auch im Freiland verwendet werden kann. Dabei ist genau dieser Schutz vor mechanischer Bewegung bei strengem Frost, sowie der Schutz vor Nässe ausschlaggebend, nicht der Frostschutz.

Falls Sie Folientunnel oder andere Abdeckungen nutzen möchten, sollten Sie diese auf keinen Fall vor Mitte November installieren, damit Ihre Jungpflanzen sich vorher an den Winterfrost anpassen können.

Welche Gemüsesorten sind für den Winteranbau geeignet?

Wenn Sie verschiedene Arten von Wintergemüse anbauen, haben Sie den ganzen Winter über eine gute Auswahl für eine abwechslungsreiche Küche. Die folgenden Arten sind (zusätzlich zu den bereits genannten) geeignet:

* Kohlrabi

* Chinakohl

* Asiasalate

* Wildkohle

* Chicorée

* Postelein

* Rote Beete

* Möhren

* Salat

* Schwarzwurzeln

* Steckrüben

* Pastinake

* Topinambur

* Chioggia-Rüben

* Endiviensalate

* Palmkohle

* Rübstiel

* Haferwurzel

* Winterrüchen

* Cardy (Spanische Artischoke)

* Pak Choi

Bei allen genannten Arten, sollten Sie natürlich versuchen, besonders kälteresistente, beziehungsweise für den Winteranbau geeignete Sorten zu finden.

Auch Mangold kann überwintert werden. Obwohl die Blätter bei starkem Frost oft absterben, überlebt das Herz und treibt dann im Frühjahr sehr schnell wieder neue Blätter aus.

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