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Tomaten vorziehen – Eine Anleitung

Kaum ein Gemüse hat die Herzen deutscher Hobbygärtner so erobert, wie die Tomate, die es ja erst seit nicht mal 500 Jahren in Europa überhaupt gibt. Ein Grund für den Boom liegt sicher auch in der Beliebtheit mediterraner Speisen, vor allem der italienischen Küche in Deutschland, Spaghetti mit Tomatensoße, Risotto, Pizza natürlich. Aber auch die Küchen anderer Mittelmeeranrainer kennen und lieben den „goldenen Apfel“, wie man den italienischen Namen „Pomodoro“ übersetzen kann.

Gefüllte Tomaten, eingelegte Tomaten, Tomatenmark, Tomatensalat, Tomatensuppe, Tomatenketchup, Tomatensaft, Tomatenscheiben auf dem Toast, Risotto Pomerola, Bruschetta, Lasagne, Pesto, die Tomate wurde mit der mediterranen Küche zu einem globalen Favoriten, kaum ein beliebtes, leckeres Gericht kam ohne sie aus, wobei die populärsten Gerichte auch mit Massenware zufrieden sind; der Anbau im Garten wird für den Feinschmecker erst interessant, wenn Gerichte unverarbeitete Tomaten mit exquisitem Geschmack erfordern, wie etwa bei Tomatensalaten oder Tomaten als Brotbelägen. Dann trumpfen die im eigenen Garten, vielleicht sogar noch biologisch, oder sogar biovegan unter Verwendung von ausschließlich pflanzlichen Düngern kultivierten Tomatensorten mit ihren besonderen, aromatischen Geschmäckern so richtig auf und tatsächlich weiß jeder, der schon einmal Tomaten aus dem eigenen Garten genossen hat, wie solche frisch geernteten Fruchtpralinen alle Geschmackssinne verwöhnen.

Tomaten im Garten - Ein dankbares Gemüse

Wenn eine Tomatenpflanze sich einmal an ihrem Standort eingewöhnt hat, etwa leicht vor Regen geschützt unter einem Dachvorsprung oder auf der Südseite einer Mauer oder eines Gebäudes, wie der Garage oder dem Gartenhaus, dann wächst sie schnell und Blüte, Fruchtansatz und Wachstum der Früchte können rasch aufeinander folgen. Auf gut gedüngtem Boden wachsen manche Tomatensorten bei gutem Wetter leicht über zwei bis drei Meter hoch und benötigen dann auch Gerüste, Stäbe oder Zäune, an denen sie Halt finden. Während des Sommers bilden sich immer neue Blüten und Früchte an den Pflanzen. Lediglich die Wartezeit bis zur Reife kann den Gärtner manchmal auf eine Geduldsprobe stellen. In unseren Breiten werden die letzten Früchte fast immer noch grün geerntet. Glücklich, wer ein Gewächshaus hat, in dem die Tomaten dann schon früher raus können und noch bis in den Oktober hinein Zeit zum Ausreifen der letzten Früchte haben.

Genau diese, verglichen mit den Ländern rund ums Mittelmeer eher kurze, frostfreie Vegetationsperiode ist der wichtigste Grund, warum erfahrene Tomatengärtner ihre Tomaten gerne vorziehen.

Tomaten vorziehen – Wie geht das?

Beim Vorziehen werden die frostempfindlichen Pflanzen schon früh, während es draußen noch kalt ist, im Haus, etwa auf der Fensterbank oder unter künstlicher Beleuchtung vorgezogen, damit sie dann ab Ende Mai, sobald draußen keine Fröste mehr zu erwarten sind, als größere Pflanzen ausgepflanzt werden können und so früher zur Blüte gelangen, als wenn man erst Ende Mai aussähen würde.

Ein Vorteil ist, dass Sie mit der Auswahl von selbst gekauftem Saatgut auch Tomatensorten ziehen können, die Sie im Handel nie finden würden. Samenfeste Sorten ermöglichen dann sogar die Ernte von eigenen Samen aus reifen Tomaten. Alte Sorten, Sorten mit dünner Haut, Sorten, die sich besonders gut für den Kübelanbau eignen: Wir haben uns im letzten Blogbeitrag mit der Vielfalt der Tomatensorten befasst.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Aussaat auf der Fensterbank?

Wenn manche Enthusiasten auch schon im Januar mit dem Vorziehen beginnen, so ist eine so frühe Aussaat doch umstritten und bestenfalls etwas für Spezialisten, die entsprechend ausgerüstet sind. Während der dunklen, kurzen und grauen Wintertage fühlen sich die Sämlinge auf der Fensterbank nicht wohl, selbst, wenn diese über einem Heizkörper angebracht ist. Licht ist für die Sonnenpflanzen eine der wichtigsten Voraussetzungen, damit sie sich wohlfühlen. Ohne entsprechende Vorrichtungen, wie künstliches Licht oder ein mindestens frostfreies Gewächshaus ist die Aussaat auf frühestens Ende Februar, besser in den späten März zu legen. Gute Wachstumsbedingungen sind für ein schnelles Wachstum nämlich meist ungleich wichtiger, als die reine Lebenszeit. Das geht soweit, dass etwa im Mai angezogene Jungpflanzen, die Ende Mai in von der Sonne bereits erwärmte Erde kommen, oft am Ende schneller Früchte bilden, als Pflanzen die schon im Februar vorgezogen wurden und die die ganze Zeit mit ganz geringem Wachstum vor sich hin vegetiert haben. Unter guten Bedingungen wächst die Tomate sehr schnell.

Wenn Sie es also wirklich schaffen, dass Ihre schon im Februar ausgesäten Pflanzen sehr schnell wachsen, dann bleibt die Frage: Haben sie genug wohl temperierten, hellen Platz, um so vielen großen Tomatenpflanzen für zwei Monate (April und Mai) einen Lebensraum zu bieten, der sie weiter gedeihen lassen wird? Wenn nicht ein Gewächshaus oder ein Wintergarten mit viel Platz vorhanden ist, sollten Sie sich entweder auf nur wenige Exemplare beschränken, die vielleicht auf den Fensterbänken weniger geheizter Räume, wie Schlafzimmern oder Fluren Platz finden oder Sie verlegen Ihren Aussaattermin besser auf Ende März bis Anfang April.

Die Aussaat

Sähen Sie mit einem Abstand von ein paar Zentimetern in nährstoffarme Anzuchterde aus. Die Samen werden nur dünn mit Erde bedeckt. Sie brauchen recht warme Temperaturen am besten über 17°C, damit die Samen keimen. Diese Temperaturen lassen sich im Winter und frühen Frühjahr natürlich nur mit Heizung erreichen. Um die Aussaaterde vor der Austrocknung durch die trockene Luft zu bewahren, eignet sich eine transparente Abdeckung aus Plastik, Glas oder einfach mit Plastikfolie.

Diese Abdeckung sollten Sie allerdings etwa alle zwei Tage einmal lüften, um die Luft darunter auszutauschen. Wenn Sie die Erde befeuchten möchten, dann empfiehlt sich ein Sprüher, damit Sie die Samen oder die sie bedeckende Erde nicht beim Bewässern wegspülen.

Das Pikieren

Die Samen keimen mit Ausnahme einiger Nachzügler meist nach etwa 10 bis 15 Tagen. Sobald die Keimlinge beginnen, echt Blätter zu bilden, können sie in Töpfe mit normaler Blumenerde umgepflanzt werden. Sie können die Wurzeln dabei von der Aussaaterde befreien oder sie mit der Aussaaterde umpflanzen. Auch das Einkürzen der Wurzeln, welches einer Wurzelverzweigung dienen soll, wird oft empfohlen.

Die Pflanzen können dann hell aber recht kühl weiter kultiviert werden.

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