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Thymian pflanzen

Der Thymian ist ein mediterranes Kraut, welches sich aber auch bei uns in Deutschland wohlfühlt. Das würzige Küchenkraut bringt mit seinen aromatischen Gerüchen ein südliches Flair in alle Gärten und besitzt nebenbei natürlich auch noch, wie so viele Küchenkräuter, heilkräftige Wirkungen. Auch Wildbienen und Hummeln lieben ihn. Erfahren Sie hier, wie Sie das sonnige Mittelmeer zu sich ans Gartenhaus holen, indem Sie Thymian im Garten anbauen.

Die Thymiane waren schon im alten Griechenland beliebt

Tatsächlich kommt der Name Thymian vom griechischen Wort Thymos, was „Kraft“ und „Mut“ bedeutet. Diesen Namen verdiente sich vermutlich der echte Thymian (Thymus vulgaris) durch seine stärkende, den Geist und die Stimmung anregende Wirkung. Die Benediktiner sollen das Heil-und Würzkraut dann schon im Mittelalter in ihren Klostergärten kultiviert haben. Von über 200 Arten werden heute in der Küche und der Kräuterheilkunde nur etwa 20 Arten verwendet und in den Gärten angebaut, von denen die meisten Arten auch sogar bei uns winterhart sind.

Der Thymian gehört zu den Lippenblütlern und zur Unterfamilie der Minzenartigen (Nepotoidae), der auch viele andere bekannte Kräuter angehören, so zum Beispiel die Melisse, das Basilikum, das Bohnenkraut, der Lavendel und der Ysop.

Es gibt viele Arten von Thymian

Von Bedeutung in der Medizin, in der Küche und in Zier- und Steingärtensind außer dem echten Thymian noch der Sand-Thymian (Thymus serpyllum), der Zitronen-Thymian (Thymus x citriodorus), der Joch-Thymian (Thymus zygis), der bei uns heimische und daher völlig winterharte Quendel (Thymus pulegioides), der auch Breitblättriger Thymian oder Feld-Thymian genannt wird, der kopfige Thymian (Thymbra capitata), der Kaskaden-Thymian (Thymus longicaulis ssp. odoratus), der Kümmel-Thymian (Thymus herba-barona) und der Polster-Thymian (Thymus praecox), dessen Blütenteppich auch gerne in Ziergärten gesehen ist.

Im alten Griechenland wuchs der Thymian so reichlich, dass sogar Thymianbäder beliebt waren. Außerdem wurde er in Räuchermischungen verwendet und natürlich – wie auch heute – als Tee und Würzpflanze verwendet.

Der Thymian hat viele Heilkräfte

Schon die alten Ägypter, die Griechen und Römer wussten um die wohltuenden, heilenden Wirkungen der aromatisch riechenden mehrjährigen Halbsträucher. Der starke, würzige Geruch kommt von ätherische Ölen und Bitterstoffen. Die Öle besitzen eine entspannende Wirkung auf das sympathische Nervensystem und wirken so etwa auch entspannend bei Bronchienverengungen, fördern die Drüsentätigkeit und wirken antientzündlich. Der Thymian wird heute sowohl in der Kräutermedizin, als auch in der Homöopathie und der klassischen Medizin etwa bei Husten, Bronchitis, Entzündungen der oberen Atemwege oder des Mundes verwendet. Er wirkt schleim- und krampflösend.

Thymian im Garten pflanzen -Standort

Alle Thymian-Arten sind ausdauernde Halbsträucher. Sie wachsen oft niederliegend oder bilden Rasen oder Polster. Die frischen Triebe sind krautig, die älteren Stängel aber verholzen. Sie brauchen einen vollsonnigen, windgeschützten Standort. Wenn sie Thymian im Topf ziehen möchten, dann mischen Sie am besten reifen Kompost mit viel Sand. Etwas Kalk schadet auch nicht. Auch einen Standort im Freiland können Sie durch Beimischung von Sand vorbereiten. Generell lieben Thymiane nährstoffarme, eher trockene, aber vor allem sehr durchlässige Böden. Falls Sie eine Kräuterspirale haben, dann gehört er ganz nach oben, wo auch der Rosmarin, das Bohnenkraut und der Lavendel stehen. Mit Majoran soll er sich dagegen weniger gut vertragen.

In der Mischkultur mit Gemüsearten wird er gegen Blattläuse und Ameisen empfohlen.

Thymian pflanzen oder säen?

Sie können sowohl Pflanzen kaufen und an einem geeigneten Standort im Garten oder im Topf weiter kultivieren, als auch Thymian aussäen. Dabei beachten Sie, dass Thymian ein Lichtkeimer ist, dessen Samen Sie lediglich mit einer dünnen Schicht Sand überdecken. Eine Plastikfolie über der Aussaatstelle hält sie feucht, bis die Keimlinge sichtbar sind.

Pflege

Thymian braucht kaum Dünger. Er verträgt zwar Trockenheit, aber braucht trotzdem immer ein Minimum von Feuchtigkeit in der Erde, sonst vertrocknet er. Wenn Sie ernten, dann schneiden Sie die Triebe zur Hälfte oder zwei Dritteln ab, damit sie sich an der Basis verzweigen. Thymian ist winterhart, die meisten Arten brauchen im Winter weder nach drinnen, noch eine Abdeckung mit Vlies oder Reisern.

Unser einheimischer Thymian: Der Quendel

Einen richtigen Standort vorausgesetzt haben Sie natürlich die besten Aussichten auf Erfolg beim Thymian pflanzen, wenn Sie die einheimische Art verwenden, das ist der Quendel oder der breitblättrige Thymian (Thymus pulegioides). Die Frage, ob Ihr Thymian winterhart ist, brauchen Sie sich dann auch nicht zu stellen. Der Quendel ist winterhart und kommt selbst bis in die Höhenlagen der Alpen auf geeigneten trockenen, kargen und sonnigen Böden vor. Deswegen nennt man ihn auch Bergthymian. Arznei-Thymian, Rauschkraut und Wilder Zimt sind weitere Namen für den Quendel. Auch der Sand-Thymian wird manchmal als Quendel bezeichnet, es handelt sich dabei aber um eine andere Art, nämlich um Thymus serpyllum.

Der Quendel ist zwar ein Halbstrauch, wächst aber kriechend und bildet Teppiche

Die kleinen Blüten sind weiß, zartrosa oder violett und stehen in Kugeln zusammen.

Der Zitronen-Thymian

Der Zitronen-Thymian (Thymus x citriodorus) duftet und schmeckt stark nach Zitrone. Wie fast alle Vertreter der Thymiane darf er in keinem Duftgarten fehlen. Von ihm gibt es auch Zierformen mit gelb-grün gefleckten oder gelb/weiß geränderten Blättern. Er ist eine der wenigen Sorten, die im Winter einen Schutz brauchen.

Der Sand-Thymian

Er besitzt scharlachrote Blüten und ist wegen seines kräftigen Geruches auch als Würz- und Heilpflanze besonders geeignet. Er kriecht und ist daher in Steingärten und Kräuterspiralen beliebt. Sie können ihr sogar nutzen, um Fugen, etwa zwischen Trittsteinen, zu begrünen.

Der Kümmel-Thymian

Der Kümmel-Thymian (Thymus herba-barona) hat- wie der Name schon vermuten lässt – einen deutlichen Kümmel-Beigeschmack und lässt sich entsprechend in der Küche zum Verfeinern aller möglicher Gerichte einsetzen. Er blüht auch besonders reichlich und verziert mit seinen Blüten in dunkelrosa sowohl Kräuter- als auch Ziergärten.

Der Polster Thymian

Eine besonders kleinwüchsige Art ist der Polster Thymian (Thymus praecox). Er bleibt am Boden, wird selten über 5cm hoch und bildet einen Blütenteppich auf Mauern und in Steingärten.

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