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Sturm und Feuer: Wie schützen Sie Ihr Gartenhaus?

Gartenhäuser sind im Vergleich zu Steinhäusern sehr leicht und können daher auch von schweren Stürmen stark betroffen sein, ja regelrecht weggeweht werden, wenn bestimmte Konstruktionsprinzipien nicht berücksichtigt werden. Auch der oft laienhafte Umgang mit Strom, Heizkörpern, Beleuchtung oder auch Werkzeugen wie Schweißgeräten oder Lötkolben sorgen zusammen mit dem Baustoff Holz für eine Brandgefahr, derer man sich als Besitzer eines Gartenhauses zumindest bewusst sein sollte.

Neben den versicherungstechnischen Maßnahmen und Vorgaben muss es zunächst darum gehen, die Schäden selber zu verhindern oder mindestens stark einzugrenzen. Was dazu nötig ist und was Sie selber tun können, um Ihr Gartenhaus vor Sturm- und Feuerschäden zu schützen, haben wir einmal gesammelt und möchten Ihnen zu diesem Thema im Folgenden mal einige brauchbare Tipps geben.

Kann man sein Gartenhaus vor Stürmen effektiv schützen?

Ein amerikanischer starker Tornado würde Ihr Gartenhaus wahrscheinlich trotz aller Sicherungen stark beschädigen aber diese sind in Deutschland extrem selten und selbst wenn sie – statistisch gesehen einmal in 100 Jahren – vorkommen, dann sind sie von der Stärke her nicht vergleichbar. Obschon die Stürme an Intensität zunehmen, was sogar dazu führte, dass 2007 in Deutschland die Berechnungsgrundlagen für Windlasten geändert wurden, so dass beispielsweise danach mehr Dachziegel geklammert werden mussten als zuvor, stehen die Chancen doch gut, dass Ihr Gartenhaus hunderte von Jahren ohne Sturmschäden übersteht, wenn Sie es richtig dagegen sichern.

Beschädigtes-Dach-des-Gartenhauses

Bis auf die Dachziegel und die Fassade, sind schwere Steinhäuser in der Regel von Stürmen weniger stark betroffen als leichte Holzkonstruktionen. Beim ungesicherten Gartenhaus besteht die Gefahr, dass bei starkem Sog von oben die Nut und Feder Verbindungen auseinander reißen und ein oberer Teil sich einfach vom Bodenteil löst und weg geblasen wird. Das passiert selbst bei Gartenhäusern, die mit einem Punkt- oder Streifenfundament gut im Boden verankert sind. Schlecht verankerte Gartenhäuser laufen Gefahr, als Ganzes umgeworfen zu werden und Nachbargebäude, Zäune oder was da sonst ist zu beschädigen und natürlich ist in so einem Fall der Schaden am Gartenhaus selber auch immens.

Sturmwinkel und Sturmleisten verankern Ihr Gartenhaus am Fundament

Wie Sie ein Zelt mit Heringen im Boden verankern, damit es nicht weg fliegt, so verankern Sie Ihr Gartenhaus mit Betonfundamenten. Stützpfeiler – etwa für Vordächer – stehen auf in das Fundament eingelassenen H-Trägern und die unteren waagerecht liegenden Holzbohlenreihen des Gartenhauses (Klicken Sie hier) werden ringsum mit starken Eisenwinkeln am Fundament befestigt. Haben Sie Ihr Gartenhaus auf eine Fläche von Gehwegplatten gebaut, dann sollten Sie erwägen, extra zu diesem Zweck um das Gartenhaus Punktfundamente anzulegen, auf denen Sie die Winkel anschrauben können.

Gartenhaus-nach-dem-Sturm

Das so gesicherte Unterteil des Gartenhauses muss dann zuverlässig mit dem Oberteil verklammert werden, mit dem es normalerweise nur durch die losen Nut und Federverbindungen verbunden ist, die auch durch das Eigengewicht des Oberteiles, des Dachstuhls und Daches zusammengehalten werden. Zu diesem Zweck bringen Sie im Inneren senkrecht stehende Sturmleisten an. Diese verbinden die untere Reihe von Holzbohlen mit der obersten.

Eine starre Verbindung ist hier allerdings nicht möglich, weil das Gartenhaus sich ja setzen können muss. Deswegen sind die Sturmleisten mit Bohrspalten ausgestattet, die ein Nachregulieren oben und unten ermöglichen. Aus diesem Grund sollten die Sturmleisten auch nicht direkt auf dem Boden stehen. Sichern Sie jede Wand mit 2 Sturmleisten, um sicher zu gehen, dass die Wände Ihres Gartenhauses gut zusammengehalten werden.

Wenn Sie ein Gartenhaus neu bauen, können Sie auch Gewindestangen von oben nach unten in die Wände einbringen, die dann ebenfalls eine Nachregulation ermöglichen.

Der letzte Schritt: Das Dach des Gartenhauses sichern

Dachschäden gehören zu den häufigsten Sturmschäden am Gartenhaus. Der Grund ist meist, dass man beim Bau weniger an Sog sondern eher an Druck, etwa durch Schneelasten denkt. Hier haben schwere Dächer, wie etwa begrünte Flachdächer natürlich Vorteile, weil sie nicht so leicht „abheben“.

Gewindestangen-für-die-Wände-des-Gartenhauses

Die Dachabdeckung sollte unbedingt mit genug Nägeln oder Schrauben an den Dachsparren befestigt werden, dass sie auch starkem Sog standhält. Bitumen-Dachschindeln oder auch Blechdächer sind, wenn sie gut befestigt werden, ausreichend sicher gegen Stürme. Dachpappe sollte gut verklebt und auf einer luftundurchlässigen Unterlage etwa von Nut und Federbrettern verlegt sein. Wenn Luft darunter kommt, dann reißt sie leicht.

Diese Abdeckung gehört auf eine solide Unterkonstruktion auf einen Dachstuhl, der wiederum mit den Wänden durch Haltewinkel oder -eisen sicher verbunden ist.

Nicht nur das Gartenhaus selber, sondern das ganze Grundstück sollte abgesichert werden

Das Gartenhaus kann nämlich auch durch herumfliegende Gegenstände beschädigt werden. Solche Katschen am Dach können beispielsweise zu Undichtigkeiten führen, die Sie eventuell erst später bemerken, wenn das Holz schon durch Feuchtigkeit beschädigt ist.

Bringen Sie die Blumenkästen am Balkongeländer sturmsicher an, Abdeckungen oder leichte Dächer oder Gerüste im Garten oder Gartenmöbel sollten bei Sturmgefahr sicher verstaut werden. Auch Sichtschutzzäune benötigen am besten stabile Fundamente, weil sie durch ihre Bauart leicht sind und dem Wind viel Angriffsfläche bieten. Dasselbe gilt natürlich auch für Carports oder alle Arten von Dächern und Vordächern.

Blitzableiter-auf-das-Dach-des-Gartenhauses

Einige Vorsorgemaßnahmen gegen Feuer im Gartenhaus

Zunächst einmal kann es nicht schaden, im Gartenhaus einen Feuerlöscher zu haben. Wenn Öle, Farben, Lösungsmittel oder Fette dort gelagert werden, wäre eine Löschdecke zu empfehlen oder ein Pulverfeuerlöscher. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann auch einen Rauchmelder installieren.

Eine weitere Vorsichtsmaßnahme wäre ein Blitzableiter. Die Elektroinstallation sollte auch dort fachgerecht vorgenommen werden und gegen Überspannung geschützt sein.  So romantisch ein offener Kamin oder Kerzen, Petroleum oder Ölduftlampen sind: Stellen Sie sicher, dass alles, was offenes Feuer im Gartenhaus hat, auf einer feuerfesten Unterlage steht. Selbst wenn mal jemand vergisst, die Kerze auszumachen, dann kommt es nicht zu einem Brand, wenn sie auf einem Metalltablett oder einer Keramikfliese steht.

Haben Sie elektrische oder elektronische Geräte im Gartenhaus, wie Fernseher, Musikanlage, Computer oder elektrische Heizgeräte, dann achten Sie immer darauf, dass die Lüftungsschlitze nicht mit Zeitungen, Decken oder Vorhängen bedeckt sind, damit es in den Geräten nicht zu einem Hitzestau kommen kann.

Kochstellen sind auch eine „beliebte“ Brandursache, etwa wenn jemand vergisst, den Herd auszumachen und die Pfanne mit Öl dadurch in Brand gerät. In solchen Fällen macht sich dann der Rauchmelder bezahlt.