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Gartenarbeit im September

Der September ist der Übergang zwischen Spätsommer und Herbst. Die Sonne wirft mittags schon wieder längere Schatten, die Geschwindigkeit, mit der sie Richtung Süden abwandert, erreicht am 21.September ihren Höhepunkt. Im Garten gibt es mannigfaltige Ernten zu sichern:

* Obst: Baumobst, wie Beerenobst. Bei der Obsternte lassen sich reife Früchte meist ganz leicht vom Zweig pflücken.

* Gemüse, wie Kartoffeln, frühe Tomaten, Kohlarten

* Samen, auch von Wildkräutern, die Sie vielleicht gerne im Garten erhalten möchten oder dort ansiedeln möchten. Diese können Sie natürlich auch in der umgebenden Natur sammeln.

* Stauden können ausgegraben und geteilt werden.

* Wildkräuter werden natürlich über das ganze Jahr geerntet. Denken Sie auch an wilde Köstlichkeiten, wie Brennnesselnüsse, Holunderbeeren, Feldmohnsamen, Buchweizen, Bergkümmelsamen und Samen von wildem Fenchel.

* Nüsse, wie Hasel- und Walnüsse

* Würz- und Heilkräuter werden geerntet und können im trockenen Gartenhaus oder unter einer überdachten Terrasse gebündelt zum Trocknen aufgehängt werden.

Aber die Ernte und ihre Verarbeitung sind bei weitem nicht die einzigen Aufgaben. Wir geben Ihnen im Folgenden einen Überblick darüber, was an Gartenarbeit im September anfällt.

Gartenarbeit im September: Ernte und Pflege der Bestände

Tomaten brauchen oft bis zum letzten Drücker, das heißt bis zum ersten Frost, bis sie reif sind. Blüten, die sich jetzt noch bilden können, genau wie Achseltriebe abgemacht werden, damit die Pflanzen ihre ganze Kraft in die schon größer gewordenen Früchte steckt. Falls Sie mehr Tomaten bekommen, als Sie schnell aufessen können, beachten Sie unseren letzten Artikel zur Verarbeitung der Tomatenernte! Auch die Zucchinis vertragen keinen Frost und sollten nun bald geerntet werden.

Kartoffeln und Äpfel können im kühlen Keller eingelagert werden. Möhren, Rote Beete, Schwarzwurzeln, Sellerieknollen und ähnliche Wurzelgemüse können auch in leicht feuchten Sand eingelagert werden. Dazu eignen sich auch Erdmieten draußen, wie auch für Kohlköpfe, die einfach nebeneinander auf den Strunk gestellt gelagert werden können.

Andere Arten von Obst können Sie zu Marmeladen oder Gelees verarbeiten, in Trockenfrüchte verwandeln, einfrieren oder einwecken.

Einige Rosenarten blühen noch. Wir werden in einem kommenden Artikel darauf eingehen, wie Sie Ihre Rosen am besten auf den Winter vorbereiten.

Typische Stauden und Herbstblumen, wie Astern, Goldrute, Sonnenhüte und andere blühen sehr schön. Wenn Sie die verblühten und abgestorbenen Stauden einfach stehen lassen, dann tun Sie vielen Insekten und auch Vögeln, die von den Samen naschen, einen Gefallen und machen Ihren Garten naturnäher und damit weniger anfällig für natürliche „Katastrophen“, wie Schädlingsbefall.

Samen von Petunien, Sonnenblumen, Begonien und anderen einjährigen Zierpflanzen lassen Sie erst trocknen und lagern sie dann dunkel und kühl.

Wintergemüse

Schon im August und noch im September können Sie für Wintergemüse einsähen. Wildkohlarten, Rettich, Möhren, Rote Beete, Winterwirsing, Knoblauch, Lauch (Porree), Spinat, Feldsalat, Winterheckenzwiebeln, Asia-Salate, Grünkohl, Rosenkohl, Wintersalat, Winterpetersilie, Postelein (Portulak), Schwarzwurzeln, Steckrüben, Endiviensalate, Pak Choi, Wintererbsen und viele andere Arten sind winterhart und können je nach Aussaattermin noch im Winter oder dann schon sehr früh im kommenden Frühjahr erntereif werden.

Vorbereitungen für das nächste Jahr

Der Oktober ist die richtige Zeit, um Blumenzwiebeln in die Erde zu bringen, aber Sie können schon im September Ausschau nach Krokussen, Schneeglöckchen, Narzissen, Traubenhyazinthen, Tulpen oder nordamerikanische Prärielilien halten.

Eine Ausnahme bildet die Steppenkerze. Diese wird schon im September an einem sonnigen und windgeschützten Standort eingegraben.

Frostempfindliche Knollen von Dahlien, Knollenbegonien und dem Indischen Blumenrohr werden Ende September rechtzeitig vor dem ersten Frost ausgegraben und kühl eingelagert.

* Die Knollenbegonie wird insgesamt ausgegraben und bei etwa 10°C einen Monat lang getrocknet. Danach sind alle wichtigen Stoffe in die Knolle gezogen, diese wird isoliert und in Torf oder Sand gelagert.

* Von Dahlien werden die Knollen ebenfalls frostfrei in Sand eingelagert.

* Das indische Blumenrohr wird auf 10cm gekürzt und die Pflanze wird so frostfrei, auch gerne bis 15°C in Sand oder Erde überwintert. Gießen Sie jeden Monat mal etwas, damit die Erde nicht ganz austrocknet. Auch eine Überwinterung als ganze Pflanze im Zimmer kann gut gehen, wenn die Umstellung vom kalten Herbst zum warmen Zimmer gelingt.

Stauden teilen und wintergrüne Holzgewächse pflanzen

Ausdauernde Stauden, wie Margeriten, Lupinen, Sonnenbraut, Astern, Bart-Iris, Mädchenaugen, Glattblattastern, Elfenblumen, Rittersporn, Hornveilchen, Pfingstrosen, Federnelken, Trollblumen oder Purpurglöckchen können Sie ausgraben und teilen.

Andere Stauden wie Chrysanthemen und Sonnenaugen, Phlox oder der gelbe Sonnenhut, die länger blühen, werden besser erst im Frühjahr geteilt, weil sich nach der Teilung bis zum Winter eventuell nicht mehr genug neue Wurzeln bilden.

Wintergrüne Holzgewächse, wie etwa Buchsbaum, Nadelbäume oder Efeu pflanzt man schon im September, weil sie im Winter mehr Wurzeln brauchen, als kahle Gehölze, die erst ab Oktober gepflanzt werden.

Frostkeimer

Sie werden auch „Kaltkeimer“ genannt. Diese Samen brauchen einen Kälteschock, (meist reichen Temperaturen von 0-10°C) um dann im Frühjahr auszukeimen. Dazu gehören:

* Der Bärlauch

* Die Iris

* Der Phlox

* Die Kuhschelle

* Der Frauenmantel

* Der Steinbrech

* Die Silberdistel

* Die Christrose

* Die Glockenblume

* Die Taglilie

* Der Enzian

* Das Alpenveilchen

* Die Schlüsselblume

* Die Bergenie

* Der Diptam

* Die Pfingstrose

* Die Christrose

* Der Eisenhut

* Die Arnika

* Die Fackellilie

* Das Adonisröschen

* Die Nieswurz

* Die Herbstzeitlose

* Das Lungenkraut

und andere. Auch manche Gehölze, wie etwa Eichen, Haselnüsse und Buchen gehören zu den Kaltkeimern. Sie können ab Ende September bis in den November hinein ausgesät werden.

Wohin mit überschüssigem Pflanzenmaterial?

Dabei kann es sich um Baumschnitt handeln, um Heckenschnitt, abgestorbene Pflanzen, Rasenschnitt, Abfälle aus der Ernteverarbeitung oder pflanzliche Küchenabfälle. Das alles ist viel zu schade für die Biotonne. Sie könnten stattdessen

* Kompostieren

* Mulchen

* Hoch- oder Hügelbeete anlegen

Bei Hoch- und Hügelbeeten werden die unteren Schichten meist aus frischem Pflanzenmaterial, gerne mit Ästen und Zweigen zur Lüftung angelegt. Dieses Material wird in den unteren Schichten erst nach und nach abgebaut, wobei wertvoller Dünger und auch Wärme entsteht, wie sie in transparent abgedeckten Hochbeeten durchaus auch für eine deutliche Verlängerung der Pflanz- und Erntesaison genutzt wird. So angelegte Beete bleiben lange fruchtbar und können mehrmals bepflanzt werden.

Pineca verbindet Tradition mit Innovation bei der Herstellung von Garten- und Wohngebäuden aus Holz.

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