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Einen Naturgarten gestalten

Natur im Garten ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch unterhaltsam und regelrecht heilsam. Die Natur mit ihren Heilkräutern, ihrer vielfältigen Tierwelt, ihren bizarren Formen und oft sehr schönen Arrangements, ihrem Leben und Vergehen und stetigem Wachstum und Wechsel ist ein wahrer Gesundbrunnen, eine Seelennahrung für den Menschen, der ja seine ganze Entwicklung in der Natur und aus der Natur heraus vollzogen hat.

Im dicht besiedelten Deutschland mit unserem oft ganz und gar künstlichen Lebensstil ist es wichtig für Mensch, Tier- und Pflanzenwelt, dass es immer wieder auch naturbelassene oder auch kreativ natürlich gestaltete Flächen gibt.

Einen Naturgarten gestalten kann man auch ohne große Aktionen, man braucht keinen Bagger und man muss seinen Garten nicht völlig umkrempeln. Es geht auch ganz unauffällig nach und nach. Einzelne Schritte in diese Richtung werden wir Ihnen im folgenden Artikel vorstellen.

Einen Naturgarten planen

Bei einer völligen Neuanlage kann man einen Naturgarten mit verschiedenen Zonen, Biotopen und heimischen Pflanzen von Anfang an planen und anlegen, aber die meisten haben schon einen Garten und überlegen sich vielleicht Schritte, diesen Garten um das Gartenhaus herum oder vielleicht auch erstmal weiter hinten, in einer abgelegenen Ecke natürlich zu gestalten.

Dabei kann man die abgelegene Ecke auch einfach mal sich selbst überlassen. Stellen, an denen die Natur sich selbst entfaltet, die völlig naturbelassen sind, sind eine der Möglichkeiten, etwas mehr Natur in Ihren Garten zurückzuholen.

Bei der Umgestaltung eines eher künstlichen Ziergartens in einen immer natürlicheren Lebensraum für Vögel, Insekten, Kleinsäuger und lokal heimische Wildpflanzen gibt es aber auch genug Gelegenheiten selbst gärtnerisch gestaltend tätig zu werden.

Was gehört in einen Naturgarten?

Garten ist immer gestaltete Natur. Also lässt sich diese Frage so nicht beantworten. Vielleicht könnte man am einfachsten sagen: Wenn es Ihnen Spaß macht, sich in Ihrem Garten aufzuhalten, wenn Sie gerne neue Tier- und Pflanzenarten entdecken, wenn Sie gerne den Vögeln zusehen und wenn Sie das Brummen der Hummeln und solitären Bienen in den Blüten freut, dann werden Sie gerne Schritte machen, die dazu beitragen, Ihren Garten immer natürlicher zu gestalten. Exotische Zierpflanzen haben oft nur sehr geringen Nutzen für heimische Insekten oder Vögel, Naturgärten können einen wichtigen Beitrag leisten, die in Deutschland abnehmenden Bienen- und Vogelpopulationen zu unterstützen.

Solche kleinen Schritte in Richtung Naturgarten könnten sein:

* Austausch von exotischen Zierpflanzen gegen einheimische Wildpflanzen

* Austausch von Blumen mit gefüllten Blüten gegen Blumen mit offenen Blüten, die für Bienen Nahrung bieten

* Anlage von Hecken mit heimischen Heckenpflanzen.

* Anlage einer Benjeshecke

* Anlage von Feuchtgebieten, offenen Wasserflächen und möglichst vielfältiger Gartengestaltung

* Anlage eines Wildblumenbeetes

* Den Rasen durch geeignete Maßnahmen in eine artenreiche Wildblumenwiese verwandeln

* Steinhaufen, Steinpyramiden, Steingarten, Trockenmauern

* Totholzhaufen, Reisighaufen

* Im Herbst markhaltige Stängel abgestorbener Stauden stehen lassen

* Durch Mulchen einen fruchtbaren, lebendigen Mutterboden erzeugen

* Bestimmte Abschnitte des Gartens einfach sich selber überlassen

* Information über die Eigenschaften heimischer Wildpflanzen etwa in der Kräuterkunde oder als Zeigerpflanzen

* Aktiver Vogelschutz etwa durch Fütterung, Anbieten von Nistkästen oder dichten Dornenhecken als Nistplätze

* Verzicht auf chemische Gifte und Kunstdünger

* Gegebenenfalls auch mal Gespräche über den Gartenzaun, Hinweise auf Gartenbewohner, Wildpflanzenarten, Nützlinge, die Möglichkeiten der biologischen Bewirtschaftung ohne Gifte und Kunstdünger

Ein Naturgarten kann auch dem Gemüse- und Obstanbau dienen

Jeder Gemüse- und Obstgarten profitiert von natürlichen Komponenten, weil es in vielfältigen, artenreichen Lebensgemeinschaften nicht zu Massenvermehrungen einzelner Schädlinge kommt. Sicher gibt es in einem Naturgarten auch Blattläuse und Fraßlöcher in den Blättern. Diese sind aber letztendlich für die befallenen Pflanzen nicht weiter schlimm, weil einzelne Schädlinge nie die Überhand gewinnen. So etwas passiert ausschließlich in großflächigen, artenarmen Monokulturen.

Für den naturnahen Gemüse- und Obstgärtner heißt es also: kleinflächiger Mischanbau, möglichst so, dass sich die gemischten Kulturen gegenseitig unterstützen, wie in dem berühmten Beispiel mit Zwiebeln und Möhren. Das Ganze in einem artenreichen Naturgarten und schon wundert sich der Nachbar, dass man schöne Kohlköpfe und Pflaumen ganz ohne irgendwelche chemischen Hilfen ernten kann und lässt sich vielleicht überzeugen, es auch einmal zu versuchen.

Von einem Naturgarten profitieren Tiere und Menschen gleichermaßen

Heimische Beeren, wie sie in unserer Natur noch wild zu finden sind, wie Himbeeren, Brombeeren, Blaubeeren oder auch Holunder sind ein Beispiel dafür, wie heimische Pflanzen die lokale Fauna und den Menschen gleichzeitig unterstützen. Mit der Nutzung von Wildpflanzen und Wildkräutern macht der Mensch einen Schritt zurück in Richtung Natur und integriert sich als einer der vielen Nutznießer dieser Pflanzen wieder in seine natürliche Umwelt. Der moderne Mensch profitiert davon in vielerlei Hinsicht. Die fantastischen Werte an lebenswichtigen Vitaminen und Vitalstoffen in diesen natürlich wachsenden Wildpflanzen sind nur ein äußeres Zeichen für ihren Wert für den modernen Menschen. Sehr viele Wildkräuter sind essbar und noch viel mehr sind auch – etwa als Tees - für kräutermedizinische Zwecke verwendbar und heilen dann meist viel sanfter und nebenwirkungsärmer als entsprechende Produkte aus der chemischen Industrie.

Die Tiere gewinnen einen Lebensraum, eine wirkliche Heimat, wo sie Schutz, Nahrung und Erfüllung finden und der Mensch freut sich, wenn er sieht, wie sich die wilden Tiere in seinem Garten wohlfühlen.

Hecken

Wenn Sie genug Platz für eine geräumige Hecke aus heimischen Heckenpflanzen haben, vielleicht an einer Grundstücksgrenze, wo Sie gleichzeitig einen Sichtschutz haben möchten, dann ist so eine Hecke aus gemischten Gehölzen, wie Heckenrosen, Weißdorn, Hartriegel, Vogelkirsche, Holunder, Eibe, Hundsrose, Haselnuss, Liguster, Schwarzdorn, gewöhnlicher Schneeball und vielen anderen ein wahres Paradies für Ihre Tiere. Wenn Sie vielleicht daran denken, dass Igel sich darin wohlfühlen und ein paar Vögel, dann lassen Sie sich überraschen: Es sind 40 Säugetierarten, etwa 50 Vogelarten, über 100 Schlupfwespenarten, 750 Käfer- und 114 Schmetterlingsarten, denen Sie potenziell mit einer solchen Hecke Heimat, Nahrung und Lebensraum geben können.

Die Erzeugung eines lebendigen Bodens durch Mulchen ist ein weiterer wichtiger Schritt. Verzicht auf Dünger beim Rasen ein anderer. Wenn Sie einen Naturgarten gestalten, dann lernen Sie nach und nach, wie wunderbar die Natur funktioniert, indem Sie etwas weniger „aufräumen“, sondern einfach mal die Natur machen lassen.

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