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Ein Gartenhaus bauen: Was sind die häufigsten Fehler?

Planen Sie ein Gartenhaus zur Aufbewahrung von Gartengeräten oder Gartenmöbeln oder anderen Sachen, als Werkstatt oder als Aufenthaltsort, sozusagen als Erweiterung des Wohnraumes oder als etwas abgeschiedeneren Ort, wo Sie sich zur Entspannung zurückziehen können: Je nach geplantem Verwendungszweck werden Sie verschiedene Eigenschaften und Architektur vorsehen.

So werden Sie ein bewohnbares und damit in den meisten Fällen auch beheizbares Gartenhaus  zum Beispiel mit Wandstärken von 40 bis 50mm oder eventuell sogar zweischalig planen, mit größeren Fenstern, besonders an der Südseite als bei einem einfachen Geräteschuppen, der auch mit 20mm Wandstärke und kleinen Fenstern auskommt. Dennoch gibt es bei allen Verwendungszwecken verschiedene Prinzipien zu bedenken, die für alle Bauarten gelten und die vorher bedacht sein wollen, damit das Endprodukt hinterher wirklich das hält, was man sich von seinem Bau versprochen hat.

Beim Gartenhaus, wie bei jedem anderen Bau gilt: Lieber einmal zuviel geplant, als einmal zu wenig. Wenn Sie die Notwendigkeiten der Konstruktion alle bedacht haben, möchten Sie ja vielleicht auch noch einige Extras in der Optik, Stil, Aussehen oder auch technische Sachen, wie Solarzellen oder begrüntes Dach planen, die Ihrem Gartenhaus das gewisse Extra verleihen und es zu einem besonderen individuellen Schmuckstück Ihres Gartens machen.

Planung-des-Baues-von-Gartenhaus

Auch die technischen Einzelheiten der wetter- und frostfesten Strom- und Wasserversorgung sollten schon im Planungsstadium bedacht werden und deswegen stellen wir im Folgenden einmal einige grundsätzliche Punkte vor, die Sie bei jedem Gartenhaus beachten sollten.

Baugenehmigung und Standortfrage gehören zu den ersten Dingen, die für das neue Gartenhaus geklärt werden sollten

Ein trockenes Gartenhaus hält länger, weil Feuchtigkeit das Risiko Nummer 1 für die meisten Holzarten darstellt. In unseren Breiten könnte es daher von Vorteil sein, wenn Sie für Ihr Gartenhaus einen sonnigen Platz einem feuchten, schattigen vorziehen. In feuchten Kuhlen oder in Gebieten mit hohem Grundwasser kann es wichtig sein, dass der vorgesehene Platz drainierbar ist. Ansonsten planen Sie besser einen etwas erhöhten Standort ein, etwa auf erhöhten Fundamenten mit Lüftung unter dem Boden.

Als nächstes folgt die lästige Pflicht, sich über die nötigen Vorschriften zu informieren. Diese, etwa die Notwendigkeit einer Baugenehmigung, die erlaubte Höhe, Abstand zum Nachbargrundstück sind je nach Bundesland verschieden und deswegen sollte man sich lieber vorher beim Bauamt erkundigen, bevor man nach erfolgreich fertiggestelltem Bau, das Gartenhaus auf behördliche Anordnung wieder abreißen muss, weil ein neidischer Nachbar eine Anzeige erstattet hat.

Plan-des-Baues-von-Gartenhaus

Das richtige Fundament für Ihr Gartenhaus und Feuchtigkeit von unten

Das Gartenhaus ist nicht nur durch Feuchtigkeit von unten sondern als relativ leichtes Holzgebäude auch durch starke Stürme gefährdet. Beidem beugen Sie vor, indem Sie Fehler beim Fundament vermeiden. Es wird oft empfohlen, die Grundfläche erst bis etwa 20cm auszuheben und dann mit Schotter zu füllen und diese Fläche dann mit Gehwegplatten abzudecken. Das nennt man ein Plattenfundament. Besser wäre es, wenn Sie einen schottergefüllten Graben von der Aushubstelle weg in niedriger liegendes Terrain machen, um diese Grube dann auch wirksam zu entwässern. Auch mit einem Entwässerungsrohr lässt sich das gut bewerkstelligen. Sonst steht Ihr Gartenhaus hinterher auf einer mit Kies in Wasser gefüllten Grube, wenn es einmal länger regnet.

Eine solche Vorgehensweise bietet dann eine gute Entwässerung des Standortes aber wie steht es mit dem Schutz gegen Stürme? Die Platten des Plattenfundaments sind nicht wirklich schwer genug, das Gartenhaus bei einem starken Sturm festzuhalten. Es empfiehlt sich also dieses Plattenfundament mit Punktfundamenten zu ergänzen, die als Bodenanker genug Eigengewicht haben, um das Gartenhaus bei starkem Sturm sicher am Boden zu halten.

Bei Gartenhäusern mit Holzboden kann man sich die Platten dann auch ganz sparen, wenn man die gesamte Konstruktion auf die Punktfundamente aufbaut. Auch Streifenfundamente sind natürlich geeignet. Eine gegossene Bodenplatte hat wieder genügend Gewicht zur Verankerung aber dann sollte man nicht vergessen zwischen die Trägerbalken, vielleicht am besten aus wasserresistentem Holz, wie Lärche eine Feuchtigkeitssperre zu den Bodenträgern hin einzubauen, damit Feuchtigkeit nicht durch das Holz nach oben ziehen kann.

Fundament-von-Gartenhaus

Die Wandstärke und Holzart des Gartenhauses richtig planen

Da Sie Ihr Gartenhaus aus Holz bauen möchten, sind die Holzpreise ein wichtiges Kriterium. Natürlich bekommen Sie heimische Fichte mit 18mm Stärke, kaum abgelagert sehr preisgünstig aber reißende und verzogene Bretter und ein Gartenhaus mit vielen Spalten, durch die der Wind und der Regen hineinkommen sind nicht, was sie sich vorgestellt hatten.

Die Holzart und die Qualität des Holzes sind entscheidende Faktoren. Sie sollten sich für die Auswahl VOR dem Kauf genügend Zeit nehmen. Wirklich wetterfeste Hölzer, wie Lärche oder Red Cedar sind nicht gerade billig und die billigen heimischen Fichte/Tanne Angebote sind nicht wirklich wetterfest. Nordische Fichte oder Kiefer wären gut geeignet, besonders Kiefer, die durch den höheren Harzgehalt eine größere Haltbarkeit hat.

Das Holz sollte möglichst gut abgelagert sein, trotzdem sollten Sie bei der Konstruktion beachten, dass das Haus sich setzen können muss. Das Holz verliert Volumen, wenn es weiter abtrocknet und schrumpft. Senkrechte Bauelemente können also nie fest mit den waagerechten Bohlen verbunden werden. Planen Sie senkrechte Elemente, dann müssen sie als Führungsschienen geplant werden in denen sich die Bohlen beim Setzen nach unten bewegen können.

Die Wandstärke planen Sie für Gartenhäuser, die zum Bewohnen vorgesehen sind möglichst dick ein oder Sie planen eine zweischalige Bauweise, wo Sie dann Isoliermaterial in die Zwischenräume einblasen.

Wetterfestes-Holz-für-Gartenhaus

Eine Menge Fehlerquellen beim Gartenhausbau finden sich im Detail

Es sind zu nennen:

- Falsche Abdichtungen der Fensterrahmen: Diese dürfen, wie Türen nicht mit starrem Dichtungsmaterial, wie Montageschaum abgedichtet werden

- Fenster- und Türrahmen müssen Freiheit und Platz für die Setzung lassen.

- Pfusch am Dach: Ein wasserdichtes Dach zu planen ist gar nicht so einfach

- Statik: Das Dach muss lokal übliche Schneemassen im Winter tragen können, ohne dass Ihr Gartenhaus darunter zusammenbricht. Dabei spielt auch die Dachneigung eine Rolle.

- Auch begrünte Dächer und Dächer mit Solarzellen oder Sonnenkollektoren brauchen eine gut berechnete Statik.

- Holzschutz: Verbogene Dielen, Schimmel, Vergrauung, Risse lassen sich nur mit für die gewählte Holzart optimale Holzschutzlasuren und sorgfältige regelmäßige Pflege vermeiden.

- Einbruchschutz: Planen Sie ein Zylinderschloss für die Türe und entsprechende Schutzmaßnahmen wie Einbruchschutzfolien, Fensterschlösser, Bewegungsmelder für die Beleuchtung oder Alarmanlagen mit ein.