Instandhaltung Ihres Gartenhauses

Ein Gartenhaus bzw. eine Holzgarage oder Carport, im minimalsten Szenario, soll seine Funktion für mindestens 20 Jahre erfüllen, normalerweise jedoch für 40-100 Jahre. Um dies zu erreichen, muss es fachgerech instandgehalten werden. Dafür müssen einige grundlegende Dinge beachtet werden, wie z.B. die Imprägnierung, Vorbeugen von Fäulnis und anderes.

Imprägnierung, Oberflächenbehandlung

Die Oberflächenbehandlung bzw. Imprägnierung eines Gartenhauses (gleiches gilt für Holzgaragen, Carports und fast alle anderen Holzbauten) sollte vorgenommen werden, um die Bausubstanz vor Fäulnis, Schimmel und Entfärbung zu schützen. Außerdem wird so das Holz vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt, welche ansonsten das Holz austrocknen würde und Risse zur Folge hätte. Ein anderer Vorteil ist der Schutz vor Insekten. Deshalb empfehlen wir sehr, Ihre Holzkonstruktion unmittelbar nach der Montage zu behandeln. Behandeln Sie die Stellen, an welchen die meiste Feuchtigkeitseinwirkung zu erwarten ist, mit besonderer Sorgfalt und bringen Sie hier gerne ein oder zwei Schichten mehr auf – solche Stellen sind vor allem die Anschlussstellen der Holzbauteile, Fensterbretter und Abschlussbretter der Dachkante.

Es ist sehr wichtig die Behandlung nur am komplett trockenen Holz vorzunehmen. Ansonsten können Sie unter Umständen den gegenteiligen Effekt bewirken! Ist das Holz feucht, so wird durch die Imptägnierung die Feuchtigkeit im Holz eingeschlossen, das Holz kann nie mehr trocknen und fault von innen heraus! Deshalb, sollte das Holz während des Aufbaus nass geworden sein, warten Sie mit der Behandlung, bis es vollständig getrocknet ist.

Nehmen Sie die Oberflächenbehandlung nicht zu sparsam vor. Nutzen Sie nur hochwertige Holzschutzmittel und Lasuren um die lange Haltbarkeit Ihrer Konstruktion zu gewährleisten. Abhängig von der Intensität der Behandlung und anderen Faktoren wie z. B. der Wettereinwirkung, sollten Sie ihren Holzbau aller ein bis zwei Jahre behandeln.

Natürliche (zeitweise) Verformung

Holz dehnt sich gewöhnlich aus wenn es höhere Umgebungsfeuchte (hiemit ist die natürliche Luftfeuchte gemeint) und zieht sich zusammen wenn die Luft sehr trocken ist. Dies hängt mit der entsprechenden natürlichen Aufnahme und Abgabe von Feuchtigkeit zusammen. Man nennt diesen Vorgang auch schlicht das „Arbeiten“ des Holzes. Da unser Holz von der gleichen Sorte und gleich hohen Qualität ist, werden diese minimalen Bewegungen an jedem Teil Ihres Hauses gleichmäßig erfolgen und Sie werden es kaum bemerken. In Extremfällen kann diese „Arbeit“ in minimalen, kaum wahrnehmbaren und nur zeitweisen Lücken zwischen den Blockbohlen resultieren. In ganz seltenen Fällen kann dies dazu führen, das geringen Mengen Regenwasser eindringen (bei starken Wind und Regen). In jedem Fall verschwinden die minimalen Verformungen jedoch nach kurzer Zeit wieder und die gesamte Struktur kehrt in die Ausgangslage zurück. Die gesamten eben beschrieben Vorgänge sind kein Qualitätsmangel, sondern natürliche Eigenschaften eines jeden Holzbaus und spielen sich in einem so geringen Bereich ab, dass Sie in der Regel im Alltag keine Notiz davon nehmen werden. Wenn Sie trotzdem auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie die Zwischenräume der Bohlen nach dem Aufbau von außen mit Silikon abdichten. Dieses ist flexibel, passt sich den minimalen Verformungen an und gewährleistet somit das größtmögliche Maß an Sicherheit.

Schutz gegen Schimmel

Feuchtigkeit, schlechte Lüftung und warme Temperaturen sind die besten Voraussetzungen für die Enstehung von Schimmel. Alle Bauten, ob aus Stein oder Holz, sollten deshalb über eine gute Luftzirkulation verfügen. Um Schimmel in Ihrer Holzgarage oder Ihrem Gartenhaus zu vermeiden, müssen Sie die Luftfeuchtigkeit im Innnenraum gering halten. Dies erreichen Sie am besten durch tägliches Lüften. Hierbei sollten Sie vor allem Stoß- und Durchzugslüften dem Dauerlüften durch gekipptes Fenster vorziehen. Dauerlüften kann parallel erfolgen, sollte aber nicht die anderen beiden Arten ersetzen.

Sollten Sie trotzdem einmal das Lüften vergessen (was Ihnen vor allem im Winter passieren kann, wenn Ihrer Gedanken wahrscheinlich mit anderen Dingen als Ihrem Garthaus beschäftigt sind) und dies Schimmelbildung zur Folge haben, sollten Sie schnelle Maßnahmen ergreifen. Die meisten handelsüblichen Schimmelbekämpfungsmittel sind hierfür geeignet. Erkundigen Sie sich bei Ihrem örtlichen Baumarkt. Beachten Sie bei der Anwendung, das die angebotenen Mittel in der Regel sehr schädlich für die Atemwege sind und deshalb nur im voll belüfteten Raum sowie mit einem Atemschutz angewendet werden sollte. Beachten Sie unbedingt die Gebrauchsanweisung!       

Bedeutung eines ebenen und trockenen Fundamentes

Zuallererst ist es wichtig, dass Sie für Ihren Holzbau ein vollständig ebenes Fundament herstellen (bzw. herstellen lassen). Ganz gleich für welche Art Fundament Sie sich entscheiden – der Ebenheit des Fundamentes sollte die größte Aufmerksamkeit gewidmet werden. Stellen Sie Ihr Haus auf ein unebenes Fundament, so besteht die Gefahr, das sich Ihre Haus durch die Arbeit des Holzes der Schwerkraft folgend verformt.

Auch die Trockenheit des Fundamentes muss gewährleistet sein. Ist das Fundament feucht oder sammelt es Wasser an, so können Schimmel, geschwollene Rahmen und Bodenbauteile und andere Beschädigungen auftreten. Warten Sie deshalb auch mit dem Aufbau des Gartenhauses oder der Garage, bis Ihr Fundament vollständig durchgetrocknet ist.    

Versiegelungen

Viele Besitzer von Blockbohlenhäusern wollen Ihre Häuser gerne zwischen den Blockbohlen versiegeln. Dies kann zwar das Haus zuverlässig vor seitlichem (jedoch nur selten auftretendem) Eindringen von Wasser schützen und manchmal mit Isolationsmaßnahmen verbunden werden, verringert jedoch gleichzeitig die Luftzirkulation und kann daher Schimmelbildung begünstigen. Deshalb empfehlen wir in diesem Fall entweder ein entsprechendes Ventialtionssystem vorzusehen oder die Versiegelung nur zwischen dem Unterrahmen und dem Fundament vorzunehmen, da dies die exponierteste Stelle für das Eindringen von Wasser darstellt.

Weitere Hinweise um die höchstmögliche Lebensdauer Ihres Gartenhauses zu sichern

Wenn Sie das Gartenhaus gerade aufgebaut haben, werden Sie zwischen der Tür bzw. zwischen den Fenstern und der oberhalb anschließenden Wand eine Lücke vorfinden.

Dies ist kein Qualitätsmangel! Da sich das Holz mit der Zeit ausdehnt und setzt, wird sich die Lücke mit der Zeit schließen. Die Lücke verhindert somit den Aufbau von inneren Spannungen in der Konstruktion und somit die Entstehung von Verformungen. Sie sollten diese Lücke deshalb unter keinen Umständen mit Holzspachtel, Bauschaum oder anderem ähnlichen Material verschließen.

Zur Befestigung Ihres Hauses: nur die unterste Reihe Blockbohlen sollte mit Schrauben oder Nägeln am Grundrahmen befestigt werden, alle folgenden Reihen werden dann ohne eine zusätzliche Befestigung darauf aufgebaut. Somit können sich die Blockbohlen, wenn das Holz arbeitet, frei relativ zueinander bewegen und innere Spannungen - und somit Verformungen - werden vermieden.

Risse

Da Holz ein Naturprodukt ist steht es ein wenig mehr als mineralische Bausubstanz unter dem Einfluss der Umgebung und ändert im speziellen seinen Feuchtigkeitsgehalt entsprechend. Gibt es häufige Wechsel der Temperatur und/oder Luftfeuchtigkeit oder ist das Holz örtlich der Sonneneinstrahlung ausgesetzt, so kann es mitunter schon nach sehr kurzer Zeit zur Rissbildung kommen. Dies ist eine natürliche Eigenschaft des Holzes welche jedoch den Nutzwert, die Tragfähigkeit und andere wichtige Merkmale der Konstruktion in keiner Weise negativ beeinflusst.

Um die Rissbildung zu minimieren, empfehlen wir Holzschutzmittel und Lasuren von guter Qualität zu verwenden. Wollen Sie bereits entstandene Risse behandeln, so können Sie hierfür auf Holzspachtel zurückgreifen. 

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