Wie zieht man einen Zitronenbaum?

Ein Zitronenbaum zu haben, ist der Wunsch vieler Gärtner und manche pflanzen auch gerne alle möglichen Samen in Erde und freuen sich dann daran, was heraus kommt. Noch schöner wäre es ja, wenn man mit einem eigenen Zitronenbaum tatsächlich einmal seinen Bedarf an Zitronen wenigstens teilweise selber decken könnte.

Tatsächlich ist es ziemlich einfach, einen solchen Kern, der vielleicht aus einer ausgepressten Zitrone stammt einzupflanzen und einen Zitronenbaum zu ziehen.

Demnach wäre die Frage: Wie zieht man einen Zitronenbaum? also recht schnell abzuhandeln, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre.

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Tatsächlich sind doch eine Menge mehr Dinge zu beachten, wenn man wirklich einmal in nennenswertem Umfang Zitronen ernten möchte. Einen hübschen - vielleicht etwas stacheligen - Baum aus einem Samen ziehen ist meist nicht schwer aber ob dieser jemals Zitronen haben wird, ist eine ganz andere Frage. Viel einfacher wäre es vielleicht, einen für seine Verhältnisse passenden Zitronenbaum im Fachhandel zu kaufen und aufzuziehen. Aber beginnen wir einmal von vorne.

Der Zitronenbaum – Ursprünge und Zuchtformen

Die Familie der Zitruspflanzen, die außer dem Zitronenbaum eine ganze Reihe sehr wohlschmeckender und vitaminreicher Früchte, wie Orangen, Pomelos, Limonen, Bergamotten, Pampelmusen und viele andere hervorbringt, stammt ursprünglich aus Südostasien ist aber schon in der Antike in Mittelmeerraum heimisch.

In den meisten Fällen handelt es sich bei Zitronenbäumen, die zur Ernte von Zitronen gezogen werden, um veredelte Pflanzen. Seine weißen Blüten verbreiten ein wunderbares Zitronenaroma und wenn Sie es schaffen, einen Zitronenbaum bis zur Blüte aufzuziehen, dann lohnt sich das schon alleine dafür. Die Färbung der Knospen ist oft zart violett, was im Kontrast zum grünen Laub, eine ansprechende optische Erscheinung ergibt.

Veredelte Zitronenbäume aus dem Handel werden in unseren Breiten meistens auf eine kälteresistente Unterlage gepfropft, was den Baum zwar etwas kälteresistenter macht aber noch kaum ermöglicht, ihn ganzjährig draußen zu halten.

Die kälteresistenteste Zitronensorte ist die japanische Yutzu Zitrone, die sogar bis -12°C überleben soll. Sollten sie in einer der deutschen Weinbaugegenden wohnen, könnten Sie es mal probieren aber auch dort empfiehlt es sich generell, Zitronenbäume in passenden Kübeln zu halten, um sie im Winter passend frostfrei zu überwintern.

Zitronenbäume in passenden Kübeln zu halten

Professionelle Arten werden als ausgewachsene Bäume meist sehr groß, benötigen dann auch sehr große und schwere Kübel und sollten dauerhaft nur in großen Gewächshäusern oder Wintergärten wachsen, wo sie auch dauerhaft stehen können, wenn sie die nötige Luftfeuchtigkeit und Ventilation bekommen. Genau aus diesem Grund eignen sich Zitronenbäume auch eher nicht als reine Wohnungsbäume, es sei denn, Sie sprühen sie öfter ein, sorgen ab und zu für „Wind“ mittels eines Ventilators und beleuchten den Baum im Winter zusätzlich mit geeigneten Pflanzenleuchten.

Eine Art, die – richtige Pflege vorausgesetzt – noch am ehesten als Zimmerpflanze oder zeitweise Zimmerpflanze geeignet ist, ist die Meyer Zitrone, die klein bleibt und recht robust ist.

Bei aus Samen gezogenen Zitronenbäumen braucht man viel Glück

Sogenannte „Wildlinge“, die aus Samen wachsen, haben meist das Erbgut der als Unterlagen verwendeten Arten. Das sind häufig die Bitterorange oder die Dreiblättrige Orange. Es kann also sein, dass der Baum nie Zitronen haben wird, weil die entstehenden Samen zu sterilen Pflanzen führen. Es kann auch sein, dass er erst spät und dann kleine oder sehr wenige Zitronen haben wird. Je nachdem, wie gut die Pflege gelingt, kann man dann mit etwa 15 Jahren bis zur ersten Ernte rechnen, falls man das Glück hatte, einen Kern großzuziehen, der überhaupt jemals Früchte trägt.

Eine eigene Veredelung ist möglich

Können Sie irgendwo, vielleicht bei einem Freund oder in einer Gärtnerei einen Edelreis einer für Sie passenden, tragenden Sorte bekommen, können Sie Ihren Sämling auch selbst veredeln. Wobei auch hier das Ergebnis nicht unbedingt optimal sein muss, da Sie meist nicht genau wissen können, wie gut das Edelreis zu ihrer Unterlage passt.

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Beim Okulieren schneiden Sie

1mit einem sehr scharfen Veredelungsmesser eine Knospe aus einem etwa bleistiftdicken Edelreis heraus. Das Stück sollte etwa 2cm lang sein mit der Knospe in der Mitte und auch tief genug, dass die grüne Schicht unter der Knospe mit herausgeschnitten ist.

2Machen Sie zwei Schnitte, die die Form eines „T“ bilden in den Stamm der Unterlage, so dass Sie die Rinde in zwei Dreiecken leicht abheben können.

3Setzen Sie die herausgeschnittene Edelknospe in die Lasche, so dass sie möglichst gut passt

4Fixieren Sie das ganze mit Veredelungsband aber so, dass die Knospe frei bleibt.

5Wenn die Knospe nach 3 Wochen noch grün bleibt, ist die Veredelung gelungen und Sie können das Veredelungsband vorsichtig entfernen.

6Schneiden Sie die Unterlage im nächsten Frühjahr mit etwas Abstand über der Veredelungsstelle ab aber so, dass keine Blattachsel darüber stehen bleibt. Der Baum sollte dann aus dem Edelreis austreiben und weitere wilde Austriebe unterhalb sollten Sie entfernen.

Am sichersten zur eigenen Zitronenernte kommen Sie mit gekauften Zitronenbäumen

Bei gekauften, bereits veredelten, Sorten bekommen Sie im Allgemeinen eine bewährte Kombination von Unterlage und Edelreis und eine fachmännisch durchgeführte Veredelung. Solche Zitronenbäume tragen dann auch schon oft in jungen Jahren, weil das Edelreis von einem älteren Baum stammt, der bereits Früchte gebildet hat. Es kommt allerdings auch öfter vor, dass zwar Fruchtansätze gebildet werden, diese aber frühzeitig weit vor der Reife abgestoßen werden, weil der Baum „merkt“, dass er für die Fruchtbildung noch nicht groß genug ist.

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Pflege, Boden, Überwinterung

Die Frage: Wie zieht man einen Zitronenbaum? wäre nicht zu beantworten ohne einige Hinweise zur Pflege: Normale Gartenerde ist gut, aber bitte nie zu viel gießen! Zur Überwinterung empfiehlt sich ein heller aber nicht warmer Ort, wie etwa ein frostfrei gehaltenes Gartenhaus mit einem großen Fenster oder ein frostfreier Wintergarten.

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