Wie Sie einen Japanischen Garten bei Ihrem Blockbohlenhaus einrichten

Warum nicht das Blockbohlenhaus und seine Umgebung mit Stilelementen eines Japanischen Gartens bereichern?

Fernöstliche Philosophie und Lebensweisheit stehen ganz groß im Kurs: Yoga in all seinen Ausprägungen, Qi Gong Übungen, die als sanfte, meditative Gymnastik auch Senioren körperliche und geistige Frische erhalten, Zen-Meditation, von japanischen buddhistischen Meistern in Jahrtausenden aus Zeiten vor unserer Zeitrechnung bis heute weiterentwickelt und perfektioniert, Gleichmut, innere Balance, Güte, Aufmerksamkeit: Der westliche Mensch sehnt sich nach Rezepten, die seinem Leben einen Halt und einen tieferen Sinn geben.

Der ursprüngliche Buddhismus versteht sich als ein Weg zu geistiger Reife, den jeder selber in eigener Verantwortung gehen kann. Diese aufmerksame, bewusste und meditative Lebensgestaltung transformiert den Menschen von Innen heraus. Ein Japanischer Garten mit seiner schlichten und zeitlosen Schönheit könnte Ihr Blockbohlenhaus zu einem Ort machen, der diese Atmosphäre fernöstlicher Weisheit auch nach außen ausstrahlt.

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Am Anfang steht die Planung: verwandeln Sie Ihr Blockbohlenhaus in ein Zentrum meditativer fernöstlicher Kultur.

Wenn Sie sich entschließen, Ihrem Blockbohlenhaus durch die Gartengestaltung eine fernöstliche Note zu geben, dann sollten Sie zunächst mal planen, wie Sie vorgehen möchten. Möchten Sie den alten Garten komplett beseitigen und statt dessen alles in einen Japanischen Garten umwandeln oder erst mal einen kleinen Teil japanisch anlegen und bei Gefallen, Zeit, Geld und Spaß an der Sache dann nach und nach erweitern? Der Weg ist das Ziel und in der asiatischen Kultur freut man sich auch über kleine Schrittchen in die richtige Richtung.

Also erst mal nur einen Teil umzuwandeln wäre durchaus eine Option, die richtig für Sie wäre, wenn Sie das Gärtnern und Gestalten schon als meditative Übung der Sammlung und Hingabe entdeckt haben. Der Japanische Garten hat seine Wurzeln im Zen-Buddhismus und wenn Sie zufällig schon gerne regelmäßig meditieren oder sogar Zen-Meditation praktizieren, könnten Sie die ersten Elemente bereits so planen, dass sie nicht nur schön aussehen, sondern auch einen Zweck erfüllen.

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Der Japanische Garten an Ihrem Blockbohlenhaus kann Ihnen bei Ihrer Meditation helfen

Sicher sind Sie im Winter froh, wenn Sie einen warmen Platz im Blockbohlenhaus haben aber schon ab März / April könnten Sie Ihre Meditationsmatte bei geeignetem Wetter auf einer besonders hergerichteten Stelle in Ihrem Zen-Garten ausbreiten. Eine ebene feste Sitzfläche, vielleicht zwischen einige größere Felsen betoniert mit Aussicht auf einen kleinen Teich mit Kois und einem leicht knorrigen Nadelbaumbonsai auf einer Insel darauf, vielleicht eine Kiesfläche dahinter oder daneben, die sich zum traditionellen Rechen eignet und schon hat man einen Anfang, der nicht nur beim Anlegen viel Freude macht, sondern dann auch bei der Meditation und beim Genießen seiner Schönheit.

Ein kleiner japanischer Pavillon mit tief heruntergezogenen Fenstern und niedrigen aber breiten Sitzbänken, die genug Platz für eine im Lotussitz ruhende Person bieten, wäre dann die nächste Stufe des Luxus. Dabei ist zunächst nur der Schutz vor Regen wichtig, vielleicht ein Sichtschutz. Fensterglas muss nicht unbedingt sein.

Beziehen Sie Elemente Ihres bisherigen Gartens in die neue Gestaltung um das Blockbohlenhaus mit ein

So könnte man den Sichtschutz durch das Blockbohlenhaus selber, sowie bereits bestehende dichte immergrüne Büsche herstellen, wenn man die Stelle zum Meditieren sorgfältig plant. Sicher ist es dem Meister egal, wenn er beim Meditieren von Nachbarn und Passanten neugierig bestaunt wird aber für den Anfänger – und an den wollen wir ja hier auch denken -  kann das durchaus ablenkend sein.

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So könnte man den eingangs erwähnten Sitzplatz zwischen den Felsen auch anlegen, indem man einen bereits bestehenden immergrünen, dichten Busch – etwa einen Kirschlorbeer, Wacholder oder Lebensbaum-Zypressen Busch so zuschneidet, dass man dann in einer Aushöhlung in dem Busch sitzt. Vorausgesetzt, das passt in Ihre sonstige Planung. Diese ist sowieso individuell verschieden und sollte bei der Gestaltung der Vision auch die gegebenen Voraussetzungen mit einbeziehen. Diese Kreativität, Schaffenskraft und Freude am Geschaffenen ist ja das Schöne bei der Gartengestaltung. Konzentrieren wir uns lieber darauf, welche Elemente generell in einen Japanischen Garten passen.

Verwenden Sie Ihr Blockbohlenhaus als Element „Holz“ in Ihrem Japanischen Garten

Eines der 5 Elemente, nämlich Holz ist ja schon durch Ihr Blockbohlenhaus vorhanden. Obgleich Holz im Gegensatz zu Stein eher Yin ist, ist es in vielem eher ein Yang-Element. Yang ist das männliche, hohe, warme, trockene und eckige. Yin ist dementsprechend weiblich, kalt, unten, feucht und rund. Legen Sie einen runden Teich neben dem Blockbohlenhaus an, der auf der Außenseite von einem großen, immergrünen Busch überschattet wird. Schatten ist sowieso gut für den Teich, weil es dann kein übermäßiges Algenwachstum gibt.

Der Garten lebt davon, diese Pole Yin und Yang nebeneinander zu stellen und auszubalancieren. Stein, Wasser, Moose und Gehölze sind die Hauptgestaltungselemente. Kiesflächen vermitteln Ruhe. Achten Sie darauf, dass Sie Kies nur in einer Größe einsetzen und zwar in dekorativen Flächen und in Wegen die gleiche Körnung, damit der Eindruck nicht durch unterschiedliche Steingrößen zu unruhig wird. Weißer Kies und mit dunklen Moosen bewachsene Steine sind ein schöner Kontrast.

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Kontraste und Einfachheit sind die Rezepte für einen gelungenen Japanischen Garten an Ihrem Blockbohlenhaus

Hohe, trockene, raue, harte Steine umragen eine tiefe, sanfte, feuchte und weiche Wasseroberfläche, eckige und runde Formen ergänzen sich. Exotische Pflanzen braucht der Garten nicht. Einheimische Gehölze, Farne und Moose bilden die Hauptpflanzenarten. In Japan symbolisieren sommergrüne Bäume den Kreislauf des Lebens. Immergrüne Pflanzen, besonders  Kiefern sind ein Symbol für Ewigkeit. Dementsprechend zeigen sommergrüne Laubgehölze neben immergrünen Arten für den japanischen Gärtner den Gegensatz - und die zugrunde liegende Einheit - von Jetzt und Ewigkeit.

Pflaumen und Kirschen sind typisch für Japan. Koniferen, Roter Fächerahorn, Lärchen oder ein Bambus sind ebenfalls geeignete Arten. Lassen Sie ältere Bäume, die Sie am Blockbohlenhaus stehen haben einfach stehen. Bäume sind nie verkehrt.

Dabei sollten Sie sich von der Vielfalt der Möglichkeiten nicht verleiten lassen, nun unbedingt alle Elemente oder möglichst viele von ihnen mit einzubauen. Gerade beim Japanischen Garten ist weniger mehr. Die Ruhe entsteht durch den Verzicht auf Elemente.

Im einfachsten Fall reicht eine größere rechteckige Kiesfläche aus der ein paar (3 oder 5) größere moosbewachsene Steine aufragen. Am besten im Schatten von größeren Bäumen, damit das Moos richtig gedeiht und eingebettet in eine Rasenfläche oder eine mit Rasen und großen Gehwegplatten, die Sie sowieso schon am Blockbohlenhaus haben.

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