Wie können Sie Trauermücken bekämpfen? - Teil I

Die Frage, wie man Trauermücken loswerden kann, liest man recht oft in Foren und Gruppen für Gärtner und Pflanzenfreunde. Die Tierchen scheinen ein verbreitetes Problem zu sein. Glücklicherweise gibt es recht viele Mittel gegen Trauermücken. Wir werden in den folgenden beiden Artikeln versuchen, eine Übersicht zu geben, die besseren und schlechteren Methoden zu erklären und die erfolgversprechendsten Methoden besonders vorstellen.

Was sind Trauermücken überhaupt und was machen sie?

Trauermücken gehören tatsächlich zu der Gruppe der Mücken, allerdings stechen sie nicht. Es gibt in Europa etwa 600 Arten mit Körperlängen von einem bis zu 7 Millimetern. Tatsächlich leben die ausgewachsenen Tiere mit dem tänzelnden Flug nur etwa 5 Tage lang, gerade lang genug, um einen Partner zu finden und sich fortzupflanzen. Dabei trinken sie lediglich etwas Wasser.

Aktiver und biologisch wirksamer sind ihre Larven, die typischerweise in feuchtem Kompost leben und dort auch wichtige Aufgaben bei der Zersetzung von abgestorbenem organischem Material zu Humus übernehmen. Sie sind also größtenteils wichtige Nützlinge, die man gerne im Garten hat. Zum Problem werden allerdings manchmal die wenigen Arten, die auch Pflanzenwurzeln fressen. In diesen Fällen, besonders auch wenn Zimmerpflanzen in der Wohnung oder Stecklinge und Keimlinge durch solche Arten beschädigt werden, taucht dann oft die Frage auf: Wie kann man Trauermücken bekämpfen?

Woran erkennen Sie überhaupt, dass Sie Trauermücken haben?

Bei den vielen verschiedenen Arten und der starken Ähnlichkeit der Trauermücken mit Fruchtfliegen kann man zunächst bei verstärktem Auftreten von kleinen Fliegen kaum sagen, ob es sich um Trauermücken oder Fruchtfliegen handelt. Fruchtfliegen sind rot-braun gefärbt und die relevanten Trauermücken eher schwarz bis dunkelgrau und die Trauermücken haben im Unterschied zu den Fruchtfliegen meist körperlange Flügel. Tatsächlich gibt aber der Aufenthaltsort und das Schadbild an den Pflanzen den Ausschlag bei der Unterscheidung. Fruchtfliegen lieben eben Obst und halten sich dort auf und Trauermücken lieben feuchte, kompostreiche Erde.

Denken Sie also auch daran, dass die weitaus meisten Trauermücken Ihnen lediglich bei der Komposterzeugung helfen. Es gibt überhaupt keinen Grund dafür, diese zu bekämpfen, außer, wenn Sie durch Wurzelfraß oder durch ausgehöhlte Stängel beschädigte Kulturpflanzen haben, die kleinen Insekten sich um diese Pflanzen herum aufhalten und wenn sie deren Maden dann auch in der Blumenerde entdecken.

Natürlich kann auch der Wunsch danach ausschlaggebend sein, dass man einfach nicht so viele kleine Insekten im Haus oder im Blockbohlenhaus herumfliegen haben möchte, die ja alle nur wenige Tage leben und hinterher aufgekehrt oder -gesaugt werden müssen.

Trauermücken bekämpfen – Welche Mittel und Methoden gibt es?

So klein die Trauermücken sind, so schnell ist ihr Vermehrungszyklus. Schon wenige Tage nach der Befruchtung legt das Weibchen 100 bis 200 Eier in geeignete, feuchte, warme und humusreiche Erde ab. Schon nach weiteren 4 Tagen schlüpfen daraus die gefräßigen Larven. Kein Wunder, dass sich Trauermücken bei genügend Eiablagemöglichkeiten schnell zu einem größeren Problem entwickeln können, wenn man nicht schon den Anfängen wehrt.

Glücklicherweise gibt es auch eine große Zahl von wirksamen Mitteln und Methoden, die wir hier einmal ohne Anspruch auf Vollständigkeit auflisten und auf die wir in einigen Fällen weiter unten noch genauer eingehen werden.

* Methoden zur Vorbeugung

* Gelbsticker oder Gelbtafeln

* Niemöl

* Austrocknen

* Streichhölzer

* Knoblauch

* Kaffee oder Kaffeesatz

* Spülmittel

* Alkohol

* Essig

* Petersilie

* Nematoden

* Raubmilben

* Sand

* Möhrensaft

* Fruchtsaft

* Backpulver

* Umtopfen

Um mit dem letzten Punkt zu beginnen: Umtopfen würde natürlich nur Sinn machen, wenn:

1. Die Erde komplett ausgetauscht wird und die neue Erde auch wirklich ganz frei von Trauermückenlarven ist.

2. Die Pflanze dann irgendwo aufgestellt wird, wo die fliegenden Insekten nicht hinkommen oder unter ein Mückennetz

3. Auch das Gefäß sehr sorgfältig gereinigt wird, um auch wirklich alle Larven zu entfernen.

In den meisten Fällen würden wir davon abraten, weil der Aufwand verglichen mit den anderen möglichen Maßnahmen zu groß ist. Eine Kombination von mehreren Maßnahmen, wie beispielsweise erst umtopfen und dann Nematoden und Gelbtafeln kann aber oft sinnvoll sein.

Vorbeugung: Blumenerden sind oft befallen

Ob Sie eine Pflanze im Topf oder Blumenerde kaufen: Diese sind oft mit Trauermückenlarven, die ja bei der Kompostierung eine wichtige Rolle spielen, befallen. Wenn Sie das überprüfen möchten, dann lassen Sie etwas von der feuchten Erde oder die Topfpflanze ein paar Tage lang unter einem Mückennetz stehen. Wenn Sie genau hingucken, können Sie die Larven vielleicht sogar schon sehen. Auch Sterilisierung, etwa eine halbe Stunde bei 85°C im Backofen ist möglich. Lagern Sie Blumenerden trocken und kühl.

Das Manko bei jeder Art der Vorbeugung ist aber, dass Sie nützliche Arten von Wurzelfressern erst dann unterscheiden können, wenn Sie die Schadbilder an den Jungpflanzen haben.

Sand zur Vorbeugung und zur Bekämpfung

Ein gutes Mittel zur Vorbeugung und Bekämpfung ist, die Blumenerde oben mit einer Schicht von feinkörnigem Sand abzudecken. Dafür eignet sich beispielsweise feinkörniger Vogelsand. Für die Weibchen ist das ein Signal, dass die Erde dort nicht geeignet ist, ihren Nachkommen genug Nahrung zu geben. Sie wird dort einfach keine Eier mehr ablegen. Wenn Sie während dieser Zeit dann auch noch ausschließlich im Unterteller bewässern, so dass der Sand oben auch noch schön trocken bleibt, dann suchen sich die Trauermücken garantiert ein anderes Gebiet für die Eiablage und fliegen gerne zum Fenster hinaus in fruchtbarere Landstriche.

Eine komplette Austrocknung wird ebenfalls manchmal empfohlen. Dabei lassen Sie die Pflanzen nur jeweils 20 Minuten lang aus dem Unterteller trinken und gießen überschüssiges Wasser danach weg. Die trockene Oberfläche der Blumenerde ist dann auch für die Trauermückenweibchen nicht mehr attraktiv für die Eiablage.

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