Wie kann man am Besten eine Böschung bepflanzen?

Wenn Sie eine Böschung bepflanzen möchten, dann merken sie vielleicht erst, wie einfach es eigentlich überhaupt ist, auf ebenem Gelände zu gärtnern.

Böschungen treten auch auf eigentlich nur leicht geneigtem Gelände recht häufig auf, etwa wenn dort Baugrundstücke nivelliert wurden, so dass zwischen den Nachbarn jeweils Böschungen entstanden sind. Auch kleinere Gebäude, wie etwa Gartengebäude oder Holzgaragen werden in leicht abschüssigem Gelände meist auf eine horizontale Fläche gestellt so dass auf zwei Seiten – manchmal nur auf einer – Böschungen entstehen.

Böschungen bepflanzen ist eine sinnvolle Befestigungsmaßnahme

Böschungen, die bereits bewachsen sind, lässt man oft lieber in Ruhe, wohl wissend, dass das Gärtnern dort nicht ganz so leicht sein wird, wie auf eher ebener Fläche. Sobald der Bewuchs aufgerissen wird und das Erdreich dort frei liegt, schwemmen Regengüsse die Erde fort und es entstehen hässliche und nur aufwendig zu reparierende Erosionskanäle.

Auf der anderen Seite vertrocknen neu gepflanzte Pflanzen dort bei eher trockenem Wetter schneller, weil der wenige Regen schnell abfließt und auch das Gießen viel schwerer ist, weil man nur schwer horizontale Gießkuhlen dort in die Böschung hinein bekommt.

Dennoch gehört eine Bepflanzung einer Böschung klar zu den ästhetisch schöneren Lösungen, wenn man sich den Aufwand von Stützmauern oder einer Pflasterung mit durchbrochenen Zementsteinen sparen möchte.

Böschungsmatten sind eine gute Hilfe

Wenn Sie eine Böschung bepflanzen möchten, die noch weiträumig unbepflanzt ist, oder Sie haben mit Ihrer Böschung viel vor und entfernen den alten Bewuchs, dann sind grobmaschige Schutzmatten aus Kokosfasern oder Jute eine ideale Hilfe, um die Böschung zunächst oberflächlich zu befestigen, bevor der Bewuchs das für die Stabilisierung notwenige Wurzelwerk gebildet hat. Diese sogenannten Böschungsmatten werden mit Eisenhaken fest im Boden verankert, bremsen die Erosion und halten Wasser und Mulch auf der Böschung fest.

Je nach Art der Böschungsmatte besitzt diese schon regelrechte „Taschen“ in denen Wurzelballen Halt finden oder Sie schneiden die Matte an den Pflanzstellen einfach kreuzweise ein.

Mit den Jahren, während Ihr neuer Bewuchs hoffentlich üppig wächst und den Boden durchwurzelt, verrottet die Böschungsmatte nach und nach und wird zu fruchtbarem Kompost. Es gibt sogar Erosionsschutzmatten, die eine besonders schnelle Begrünung ermöglichen, weil sie schon Pflanzen für die Bodendeckung oder geeignetes Saatgut enthalten. Ebenso sind diese Pflanzmatten teilweise so dicht gewebt, dass sie Unkrautbewuchs unterdrücken und so das Arbeiten am Hang - eine der eher anstrengenden gärtnerischen Tätigkeiten - minimiert.

Natürlich kann man je nach Größe der Böschung auch mit Stützmauern arbeiten, hinter denen eine Lage Kies das Wasser schonend abführt, Auch Kiesgräben, die parallel zum Hang verlaufen, können größere Mengen von Wasser abführen, ohne dass es zu den gefürchteten Erosionsgräben kommt. Sie können Steine, Holzbretter, Gabionen oder Eisenbahnschwellen einbauen und was die Bepflanzung angeht, können Sie mit einer Mischung aus Tief- und Flachwurzlern arbeiten.

Eine Böschung bepflanzen: Die richtige Mischung macht´s

Eine Mischung aus Tief- und Flachwurzlern, ausdauernden verholzenden Pflanzen, Stauden und Einjährigen, aus Einzelpflanzen, etwa Sträuchern und Bodendeckern ist auf die Dauer genau das Richtige, um eine Böschung zuverlässig zu befestigen.

Sie können Zwischenräume zwischen den anfangs natürlich noch kleinen Pflanzen mulchen oder auf der Fläche insgesamt eine Gründüngung aus Klee oder Lupinen ausbringen. Wenn Sie holzige Bodendecker einpflanzen, dann wählen Sie eine Gründüngung, die nicht zu hoch wird und vielleicht im Winter abstirbt, damit die niedrigen Bodendecker genug Licht bekommen.

Ein Pflanztipp: Stauden, Rosen, Hortensien, kleine Sträucher, Blumen, wie Storchschnabel und Taglilien, Kräuter, wie Minze lassen sich auch gut einpflanzen, indem Sie das Pflanzloch mit einem bodenlosen Plastikblumentopf bilden. Pflanzen Sie die Pflanzen ruhig tief ein und lassen Sie einen ordentlichen Gießrand stehen, damit Sie später beim Gießen weniger Arbeit haben.

Wählen Sie die richtigen Pflanzen für Ihre Böschung

Eine Böschung bepflanzen Sie am Besten mit robusten, pflegeleichte Pflanzen am richtigen Standort, die dann später keine Pflege oder auch kein Unkrautjäten mehr benötigen, damit Sie ihre Böschung dann nicht mehr so oft betreten müssen. Wählen Sie also die richtigen Pflanzen für die Lichtverhältnisse an Ihrer Böschung und wenn Sie schnellwachsende Bäume pflanzen, dann wählen Sie Schattenpflanzen oder Pflanzen für den Halbschatten in direkten Nachbarschaft, wo sie später von der Baumkrone überschattet sein werden.

Tiefwurzler für die sonnige Böschung

Ein robuster Strauch, der sich auch mit kargen und sauren Böden vorlieb nimmt, ist der einheimische Besenginster. Er wurzelt bis zu drei Meter tief. Auch bis in diese Tiefe reichen die Wurzeln der recht anspruchslosen Hundsrose. während die Zaubernuss bis in sechs Meter Tiefe hinein wurzelt.

Ein idealer Begleiter ist auf sonnigen Böschungen die Lupine, die sogar auf sehr kargen Böden wächst und sie mit Stickstoff anreichert.

Zur Bodendeckung gibt es eine riesige Auswahl von Rosen, Polsterstauden aller Arten, wie die Wüstenaster, Blaukissen, Schleifenblumen, Steinkraut, Teppich-Johanniskraut, Kriechspindeln, Teppichspindeln sowie verschiedene Wolfsmilchgewächse bedecken den Boden zuverlässig, blühen schön und halten auch Trockenperioden klaglos aus, so dass Sie in den ersten Jahren nicht viel Arbeit mit dem Gießen haben.

Prachtkerzen, Spornblumen, Herbstanemonen, Frauenmantel, Nachtkerzen ,Sonnenhut, Lein sind weiter Möglichkeiten, die sonnige Böschung zu bepflanzen.

Tiefwurzler für schattige bis halbschattige Standorte

Eiben, Feuerdorn, Wacholder, Mahonien, Traubenkirschen und Thuja eignen sich für den Halbschatten, vertragen aber auch volle Sonne. Der Ilex gedeiht auch wild in Klimazonen, wo die Minustemperaturen im Winter nicht zu tief fallen. Er wurzelt bis zu drei Meter tief und ist auch wintergrün.

Noch tiefer, nämlich bis zu sechs Meter tief reichen die Wurzeln des langsam wachsenden Buchsbaums hinab. Ebenfalls ist die Lorbeermispel mit ihren bis zu acht Meter tiefen Wurzeln gut für Halbschatten und Schatten geeignet.

An Stauden bieten sich die Haselwurz an, die allerdings recht langsam wächst. Pfingstveilchen, Maiglöckchen und der kriechende Spindelstrauch eignen sich gut.

Als Bodendecker gehen Immergrün, Cotoneaster, Ungarwurz, Pachysandra, Efeu und Ysander.

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Ein Gedanke zu „Wie kann man am Besten eine Böschung bepflanzen?“

  • Grundstucke mit gro?en und kleinen Hohenunterschieden stellen den Hobby-Gartner zunachst vor einige Probleme. Ist der Hang sehr steil, spult Regen den unbefestigten Boden fort. Da das Regenwasser meist nicht versickert, kann der Standort au?erdem recht trocken sein. Zudem ist die Gartenpflege bei starker Steigung sehr muhsam. Statt zu terrassieren oder abzustutzen, konnen Sie den Hang mit geeigneten Pflanzen befestigen. Bei extrem steilen Hangen kommt man um bauliche Ma?nahmen allerdings nicht herum.

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