Trauermücken loswerden – Teil II: Mittel gegen Trauermücken

Im ersten Teil hatten wir verschiedene vorbeugende Maßnahmen behandelt, erfahren, woher Trauermücken überhaupt kommen, einiges über die Trauermücken selbst gelernt, eine Liste von möglichen Methoden und Mitteln gegen Trauermücken aufgestellt und über Umtopfen und Sand als vorbeugende und direkt bekämpfende Maßnahme gesprochen.

Hier im 2.Teil werden wir auf weitere erfolgversprechende Mittel und Maßnahmen eingehen.

Biologische Bekämpfung der Trauermücken

Biologische Bekämpfungsmethoden haben sich im biologischen Landbau etabliert, wo es zum Beispiel bei der Erzeugung von Nahrungsmitteln wichtig war, auf schädliche chemische Gifte zu verzichten. Heute können auch Sie von diesen Methoden sowohl im Garten als auch in der Wohnung profitieren. Hier sind vor allem Nematoden und Raubmilben zu nennen, die Sie bei einem stärkeren Befall kaufen und einsetzen können. Auch Bazillus thuringiensis hilft, wobei dieser natürlich, wie alle diese Methoden ungiftig ist, allerdings auch weniger spezifisch und damit auch Nützlinge schädigen kann.

Nematoden oder Fadenwürmer befallen die Larven der Trauermücken und bringen sie schließlich um. Sie werden im Gießwasser aufgelöst und gelangen so in die befallenen Bereiche. Eine Nematode namens Steinernema feltiae frisst von den Trauermückenlarven und steckt sie gleichzeitig mit einer Bakterienkrankheit an. Also ziemlich fies, aber sehr effektiv. Gleichzeitig schützt die Nematodenpopulation im Topf oder auch im Boden um Ihr Gartenhaus auch vorbeugend vor einer weiteren Infektion mit Trauermückenlarven. Im Garten achten Sie schon beim Kauf darauf, eine für die befallen Fläche ausreichende Menge zu kaufen.

Raubmilben

Raubmilben fressen nicht nur Trauermückenlarven, sondern auch Spinnmilben, Thripse und Springschwänze. Allerdings gibt es viele verschiedene Arten, die auch verschiedene Schädlinge besonders gerne jagen.

Wenn Sie Ihre Trauermücken loswerden möchten, dann sind besonders die Arten Hypoaspis aculeifer und Hypoaspis miles zu empfehlen. Sie leben in den obersten Bodenschichten und fressen neben den Trauermücken auch Larven von Thripsen und Springschwänzen. Sie sind nur einen halben bis etwas über einen Millimeter lang und Sie können sie in ihrem Lebensraum, also im Zuchtsubstrat kaufen.

Durch einen Fortpflanzungszyklus, der ähnlich schnell verläuft wie der ihrer Beutetiere, halten sie recht gut mit und bekämpfen die Larven im Boden wirksam.

Die Kombination von Bodenfeinden und Gelbtafeln ist besonders wirksam

Während Nematoden, Raubmilben und Bazillus thuringiensis mit den Larven im Boden aufräumen, bekämpfen andere Mittel, wie die Gelbtafeln, Gelbsticker und auch Obstsäfte, die einfach neben die befallenen Pflanzen gestellt werden die fliegenden Trauermücken. In den Obstsäften ertrinken die fliegenden Trauermücken beim Trinken. Deswegen wird eine solche Kombination von Bekämpfung im Boden und in der Luft für besonders wirksam gehalten.

Wie funktionieren Gelbtafeln oder Gelbsticker?

Die Trauermücken werden durch die gelbe Farbe angezogen und bleiben auf dem permanenten, also nicht abtrocknenden Leim stecken. Das gilt natürlich besonders im Freiland dann auch für alle möglichen Bienenarten, die ebenfalls Gelb als bevorzugte Blütenfarbe lieben oder auch für andere Schädlinge, wie Möhrenfliegen, Holzbohrer, Kirschfruchtfliegen, fliegende Blattläuse, Rapsglanzkäfer, weiße Fliegen und viele andere schädliche, wie leider auch nützliche Insekten. In der Wohnung muss man sich darüber natürlich weniger Gedanken machen.

Mittel gegen Trauermücken

Eine ganze Reihe von Mitteln soll die Erde für die Trauermückenlarven unbewohnbar machen oder diese sogar vergiften. Dazu gehört zum Beispiel Backpulver, welches leicht über die Erde gestreut werden sollte. Sie sollten allerdings auch bedenken, dass Backpulver den Boden basischer macht. Insbesondere säureliebende Pflanzen dürften also davon weniger begeistert sein.

Niemöl wird mit einem Emulgator im Verhältnis 1 : 100 im Gießwasser aufgelöst. Als natürliches Emulgationsmittel könnten Sie Rosskastanien, Efeublätterabsud oder auch Waschnusspulver verwenden. Im Garten werden Sie mit Niemöl sämtliche Insekten treffen, weil es die Bildung von Chitin, einem Baustoff für die Exoskelette der Insekten, verhindert.

Streichhölzer sollen mit dem Schwefelkopf in die Blumenerde gesteckt werden, um die Maden zu bekämpfen.

Vom Knoblauch kann man die Zehen anschneiden, zerschneiden und in die Blumenerde stecken oder auch als Mischkultur keimen lassen.

Kaffeesatz soll gleichmßig auf der Blumenerde verteilt werden, Nikotin kann aus Tabak oder Zigarettenstummeln ausgekocht und dann verdünnt ins Gießwasser. Für die Anwendung im Garten gilt auch hier wieder, dass dieses starke natürliche Insektizid sowohl Schädlinge als auch Nützlinge tötet.

Essig sollten Sie wegen seiner Säure auf keinen Fall zum Gießen nehmen. Stattdessen stellen Sie eine Schale mit Wasser, Essig und Spülmittel neben die befallene Pflanze. Während der saure Geruch die fliegenden Trauermücken anzieht, sorgt das Spülmittel dann dafür, dass sie in der Flüssigkeit ertrinken.

Trauermücken loswerden durch Mischkulturen

Besser als alles, was die Tiere direkt vergiftet sind im Garten natürlich Mischkulturen, die den ganzen Bereich für Trauermücken uninteressant machen. Dazu eignen sich Mischkulturen mit Petersilie, Knoblauch und Schnittlauch. Da diese Küchenkräuter auch oft in der Wohnung auf der Fensterbank gedeihen, können Sie dieses Rezept auch ruhig im Blumentopf probieren, wo Sie einfach eines dieser Kräuter neben die befallene Pflanze setzen.

Auch gehackt über die Blumenerde gestreut helfen diese Kräuter durch ihren Geruch, die Weibchen der Trauermücken von der Eiablage fernzuhalten.

Trauermücken bekämpfen im Garten

Prinzipiell lassen sich alle Mittel, die im Topf helfen, auch im Garten anwenden. Allerdings sind manche Maßnahmen eher für das eine oder das andere geeignet.

Den Boden für die Weibchen weniger attraktiv machen mit feinem Sand, in den sie nicht gerne ihre Eier legen, hatten wir schon im ersten Teil als Maßnahme für Topfpflanzen empfohlen. Im Freiland, also im Garten, geht das natürlich weniger, außer Sie haben extrem schweren Boden und nutzen die Gelegenheit, diesen etwas mit Sand aufzulockern. Auf den Beeten, besonders auch auf Zierbeeten, kann man eventuell auch feinen Kies oder Kalk aufschichten. Dabei achten Sie immer darauf, dass der Bereich, den Sie behandeln möchten, möglichst vollständig abgedeckt ist.

Auch eine Abdeckung mit Mückengittern, Vliesen oder Planen, wie sie im biologischen Landbau auch zur Beikrautunterdrückung verwendet werden, hält die Weibchen natürlich vom Boden fern.

Besonders geeignet dürfte aber auch hier eine Kombination von Nematoden mit Gelbtafeln sein.

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