Schnell wachsende Bäume für den Garten

Junge Gärten sehen manchmal etwa kahl oder leer aus, während alte Gärten oft gemütlich, einladend oder gar imposant wirken. Einen großen Unterschied machen die größten Gartengewächse, die Bäume aus, denn sie eröffnen Räume, gestalten, geben Schutz und Schatten.

Solange Bäume noch nicht das Gartenhaus (Klicken Sie hier) deutlich überragen, tritt diese Wirkung nicht ein, sie ordnen sich noch unter, man bemerkt, dass sie ihre wahre Bestimmung noch nicht erfüllen können.

Die Lösung, einen Garten gleich mit möglichst großen Bäumen zu beginnen ist möglich, hat aber einige Nachteile:

  • große Bäume werden in Baumschulen regelmäßig umgepflanzt, damit die Wurzeln kompakt bleiben und der Baum bei Bedarf umgepflanzt werden kann ohne zu viel Wurzelmasse zu verlieren. Das ist arbeitsintensiv und daher teuer.
  • große Bäume aus Baumschulen brauchen Spezialkräne und daher ist auch die eigentliche Pflanzung mit hohen Kosten verbunden
  • große Bäume aus Baumschulen haben einen unnatürlich kleinen Wurzelballen. Sie müssen also während des ersten Jahres effektiv abgestützt werden, denn ihre Krone bietet eine große Angriffsfläche für den Wind. Damit treten bei Wind große Hebelkräfte auf, die den Baum gleich wieder umwerfen, wenn Sie ihn nicht sehr stabil abstützen.

Schnell wachsende Bäume sind die beste Lösung für junge Gärten

Schnell wachsende Bäume für den Garten verhelfen Ihnen relativ schnell zu der gewünschten räumlichen Wirkung. Sie haben den Vorteil, dass ihr Kronenwachstum und ihr Wurzelwachstum ganz natürlich und ausgewogen auf einander abgestimmt verläuft. Damit stehen sie auch bei Stürmen normalerweise sicher. Das gilt für die meisten Arten.

Wir möchten auch nicht verschweigen, dass es den Aufwand wert sein könnte, einen oder auch ein paar alte Bäume auf einem Baugrundstück stehen zu lassen, selbst wenn sie den Bau vielleicht etwas behindern. Eine 80 Jahre alte Eiche oder Tanne ist schnell gefällt aber ein Baum derselben Größe wird erst wieder in 80 Jahren da sein können.

Ein Problem mit schnellwachsenden Bäumen ist es, eine gewünschte Zielgröße zu erreichen. Viele haben Angst, dass schnell wachsende Bäume auch schnell zu groß für ihren begrenzten Gartenraum werden und behelfen sich mit Zwergformen, die es aber dann jahrzehntelang nicht schaffen, die gewünschte dritte Dimension nach oben hin zu eröffnen.

Wir stellen Ihnen im Folgenden einige Alternativen für kleinere und größere Gärten vor.

Schnell wachsende Bäume für kleinere Gärten

Der Essigbaum

Der Essigbaum (Rhus typhina ) wächst pro Jahr etwa 30-50cm bis er seine endgültige Höhe von drei bis sechs Metern erreicht hat. Dabei gibt es Unterschiede bei verschiedenen Sorten. Er wird im Herbst sehr bunt und bildet rotbraune Kolben, die auch über den Winter hängen bleiben. Er ist leicht vermehrbar, denn er bildet gerne Wurzelausläufer. Wenn Sie Arbeit mit Ausläufern vermeiden möchten, pflanzen Sie ihn von Anfang an mit einer Wurzelsperre.

Der Blauglockenbaum

Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa) ist einer der schönsten Bäume, die es am Mittelmeer gibt und er wächst auch bei uns – nicht ganz so schnell, aber er bringt es immerhin auf 40-70cm pro Jahr. Schon im zarten Alter von nur fünf Jahren entfaltet er seine blau-violette Blütenpracht, die ihn im Verein mit seinen samtigen, ornamentartigen Blättern zu einem optischen Höhepunkt eines jedes etwas größeren kleinen Gartens macht, denn mit einer Endhöhe von acht bis 15 Metern ist er für ganz kleine Gärten nicht mehr ganz so gut geeignet. Auch für kältere Klimazonen ist er nicht geeignet. In den ersten Jahren wird er für etwas Winterschutz dankbar sein.

Der Trompetenbaum (Catalpa bignonioides)

Er wächst im Jahr 30-50cm in die Höhe, das Hauptwachstum dieses großblättrigen Baumes geht aber in die Krone, die sich schon dicht über dem Boden entfaltet. Zu einem Baum, unter dem man hergehen kann wird er – wenn überhaupt – erst spät, wenn er sich seiner Endhöhe von 10-15 Metern nähert. Seine weißen Rispenblüten schmücken den Garten im Sommer.

Die Japanische Nelkenkirsche (Prunus serrulata)

Sie erreicht als erwachsener Baum lediglich 8-10 Meter Höhe, gehört in Puncto Wachstumsgeschwindigkeit mit 40-70cm pro Jahr aber zu den schnellsten. Eine prächtige rot-gelbe Blattfärbung bringt Farbe in den herbstlichen Garten, während der verschwenderische Reichtum der rosafarbenen Blüten, wie bei Kirschen üblich, im Frühling auf eine Zeit von zwei Wochen Anfang Mai beschränkt ist.

Die Eberesche (Sorbus aucuparia)

Der einheimische Baum wird auch Vogelbeere genannt und der Name weist schon darauf hin, dass Sie mit ihm einen wertvollen Beitrag zur Unterstützung der heimischen Fauna, insbesondere der Vogelwelt leisten. Die gefiederten Blätter machen Ihren Garten optisch größer und der Baum selber bleibt mit einer Endgröße von 6-12 Metern auch eher zierlich. Die Krone ist oval bis rundlich und wird im Frühsommer mit großen, weißen Blütenrispen und im Herbst mit roten, für Menschen leicht giftigen Beeren und gelb-orange gefärbtem Lauf verziert.

Die Sicheltanne (Cryptomeria japonica).

Um auch einmal einen immergrünen Nadelbaum ins Rennen zu bringen: Mit der aus Japan stammenden Sicheltanne haben Sie mit 50-70cm jährlichem Wachstum einen Favoriten, der trotzdem am Ende nur 10 bis 15 Meter hoch wird.

Der Name stammt von den sichelförmigen Nadeln. Die Sicheltanne braucht einen Winterschutz während der ersten fünf bis sieben Jahre, bis sie sich an unsere härteren Winter gewöhnt hat.

Bäume für größere Gärten

Die meisten Forstbäume eignen sich als schnell wachsende Bäume für den Garten, wie etwa die Waldkiefer mit mit 40 bis 50 Zentimeter Jahreszuwachs

Pappeln wachsen sehr schnell und auch Tannen, Fichten und Rotbuchen sollten erwähnt werden. Ein beliebter Schnellwachser, der allerdings wie alle diese Bäume Wuchshöhen von bis zu 35 Meter erreicht ist auch der Urwaldmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) der mit einem Meter Zuwachs pro Jahr überzeugt.

Dagegen wächst die Blaue Atlaszeder (Cedrus atlantica 'Glauca') mit „nur“ 30-50cm pro Jahr schon fast langsam, wird aber am Ende auch nur 10 bis 20 Meter hoch.

Der Spitzahorn wächst 60 bis 150cm jährlich und wird „nur“ 20 bis 30 Meter hoch.

Pineca vereinigt jahrzehntelange Erfahrung mit innovativen Konzepten zum Bau von Garten- und Wohngebäuden aus dem Holz der nordischen Kiefer mit hoher Qualität.

Hinterlasse eine Antwort