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Rosenpflege im Herbst

Die sogenannte Königin der Blumen findet sich in vielen Gärten und gehört oft zu dem Teil, den der Gärtner mit besonderem Stolz vorzeigt, wie etwa den Vorgarten. Wenig andere Blumen haben so schöne Blüten, riechen so gut und sind mit so viel Symbolismus ausgestattet. Von den berühmten Dornen bis zu den Blütenfarben, wo rot für die Liebe steht, gelb für die Eifersucht, weiß für Unschuld und rosarot für Freundschaft; Rosen sind ganz besondere Pflanzen. Zudem sind sie ausdauernd und meist sehr winterhart, was weitere wichtige Pluspunkte sind.

Was Sie über die Rosenpflege im Herbst wissen müssen, erfahren Sie in unserem Artikel.

Brauchen Rosen im Herbst besondere Schutzmaßnahmen für den Winter?

Eigentlich nicht. Es gibt aber gewisse Gefahren im Winter, denen Sie als Rosenliebhaber schon im Herbst einen Riegel vorschieben können, um ganz sicher zu gehen. Dabei stehen besonders vier Anliegen im Mittelpunkt:

1.Schutz der Veredelungsstelle

2.Boden vor tiefem Durchfrieren schützen

3.Schutz vor abgestorbenen faulenden Pflanzenteilen durch Winterschnitt

4.Durch geeignete Pflegemaßnahmen die Rose in eine Winterruhe bringen

Winterschutz als Vorbeugung

Eine Gefahr besteht darin, dass bei tief gefrorenem Boden die Sonne scheint und die Rose dann nicht genug Wasser für die in ihrer grünen Rinde einsetzende Photosynthese bekommt. Die Folge wäre ein Schwarz-Werden und Absterben der betroffenen Stängel.

Der Schutz davor umfasst also zwei Komponenten:

1.Sie schützen den Boden um die Rosen herum durch geeignete Maßnahmen, etwa dicken Mulch, Laub, Fichtenreiser gegen den Frost und die kalten Winde.

2.Sie beschatten die Rose, so dass sie durch die Sonne nicht so schnell erwärmt werden kann und in der Winterruhe verbleibt.   

Für die Abdeckung des Bodens können Sie natürlich auch Kompost verwenden. Dabei sollten Sie eine direkte Düngung im Herbst jedoch vermeiden. Genau wie reichliches Gießen könnte das den Neuaustrieb fördern. Solche jungen Triebe – und gerade solche durch starke Düngung erzeugten Wassertriebe – möchten wir jedoch im Herbst nicht, weil sie die ersten sind, die bei starkem Frost dann erfrieren.

Also, wenn Sie Kompost verwenden möchten, dann nehmen Sie die Bodenabdeckung erst im Dezember vor, wenn das Wachstum der Rosen sicher zur Ruhe gekommen ist. Mulch, Laub und anderes pflanzliches Material können Sie bereits im September anschütten, wenn es anfällt, weil dessen Zersetzung erst im kommenden Jahr Nährstoffe für die Pflanzen bereitstellen wird.

Hochstämme

Bei Buschrosen liegt die etwas empfindlichere Veredelungsstelle knapp über der Erdoberfläche und diese wird also durch den dicken Mulch schon mit geschützt. Bei Hochstämmen liegt die Veredelungsstelle, die Sie an einer Verdickung des Stängels bemerken, oft oben am Stamm. Sie können in dem Fall die ganzen Pflanzen etwa mit Winterhauben aus Vlies schützen oder mit Vlies flächenmäßig überspannen. Die Veredelungsstellen können Sie zusätzlich mit Jute umwickeln. Jute können sie auch als Sonnenschutz um exponierte Stämme herumwickeln. Auch für diese Maßnahmen reicht der Dezember aus. Rosen sind sehr frostresistent und der Schutz ist wirklich nur während der kältesten Monate sinnvoll.

Auch das Umbiegen des Stammes zum Boden wird manchmal praktiziert. Er wird am Boden fixiert, wo man die Veredelungsstelle dann mit Laub oder Mulch schützen kann.

Rosen im Kübel

Anders als frostempfindliche Kübelpflanzen, die Sie in frostfreien Räumen, je nach Lichtbedarf im Keller, im Treppenhaus oder im frostfreien Gartenhaus überwintern, können Sie Rosen in Kübeln auch draußen überwintern. Dann sollten Sie den Kübel jedoch rundherum gegen die Kälte isolieren, damit die Erde nicht durchfriert.

Ein Stück Holz, Styropor, einige Pappschichten schützen den Kübel vor der Kälte aus dem Boden, Matten, Blasenfolie, Sackleinen oder Jute eignen sich dafür, den Kübel zu umwickeln. Die Erde kann durch Mulch oder Laub von oben geschützt werden, Stämme mit Vlies oder Jute und die ganze Pflanze auch in einen Schutz aus Wintervlies verpackt werden.

Auch eine Verbringung der Pflanze in einen geschützten Bereich, vielleicht auch an einer Hauswand ist möglich. Gegossen wird nur sehr sparsam, gerade genug, dass die Erde nicht völlig austrocknet.

Beschattung

Wie junge Obstbäume, die ja übrigens auch zur Familie der Rosengewächse gehören, kann man Stämme oder Kletterrosen vor einer unerwünschten einseitigen Erwärmung durch die tief von Süden her einfallende Wintersonne schützen, indem man die Rose in Richtung Süden beschattet. Das kann mit Matten aus allen möglichen Naturstoffen geschehen: Schilf, Binsen, Stroh, Kokosfasern, Heidekraut oder Bambus sind so typische Materialien.  Auch für solchen Schutz ist der Dezember früh genug, damit durch die Beschattung nicht ein geiler Knospenaustrieb aus Lichtmangel eingeleitet wird.

Herbstschnitt

Ob ein Herbstschnitt überhaupt zur Rosenpflege im Herbst dazu gehört, wenn der eigentliche Hauptschnitt doch erst für das Frühjahr empfohlen wird, darüber kann man sich streiten.

Ein vorsichtiger Herbstschnitt könnte vor allem dem Ziel dienen, zu verhindern, dass durch den Frost oder schon vorher abgestorbene Pflanzenteile beginnen zu faulen. Also werden geil und dünn gewachsene Schattentriebe ganz entfernt, sowie bereits abgestorbene, kranke Pflanzenteile und verblühte Blüten.

Ein früher starker Rückschnitt birgt die Gefahr, dass die Pflanze noch vor dem Winter empfindliche Knospen austreibt, um den Verlust an Blattmasse zu kompensieren.

Bei Rosen sollte man auch auf sauberes Schnittwerkzeug achten.

Bringen Sie Ihre Rosen dazu, in die Winterruhe zu gehen

Das heißt, Sie verzichten schon ab dem Spätsommer auf Düngung und gießen auch nicht mehr. Beginnen Sie mit Frostschutzmaßnahmen (außer dem Mulchen) nicht zu früh, sondern am besten erst dann, wenn auch wirklich starker Frost zu erwarten ist.

Rosen pflanzen

Der Herbst ab etwa Oktober ist auch die richtige Jahreszeit, um neue wurzelnackte Rosen zu pflanzen, während Sie Containerrosen, also solche, die Sie mit Erde im Topf kaufen, auch schon im September auspflanzen können.

Vor dem Pflanzen können Sie wurzelnackte Rosen erst einmal bis zu vier Stunden lang wässern. Abgestorbene Pflanzenteile oder Wurzeln werden abgeschnitten. Pflanzen Sie nur an frostfreien Tagen aus und achten Sie darauf, dass die Veredelungsstelle mindestens drei bis fünf Zentimeter über dem Boden bleibt.

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