Radieschen Pflanzen Leicht Gemacht

Radieschen sind eine typische Empfehlung für Anfänger der Gärtnerei, weil sie nicht schwer zu kultivieren sind und recht schnell schon erntereif sind. Auf diese Weise kommen auch die „schwärzesten Daumen“ oft zu ansehnlichen Erfolgserlebnissen. Aber natürlich lieben auch erfahrene Gärtner die kleinen, scharfen Knollen, die sich sowohl frisch verzehren lassen, als auch als Brotaufschnitt und ganz sicher auch in herzhaften Gemüsegerichten ihren Platz finden.

Radieschen sind recht kleine und relativ anspruchslose Pflanzen und so lässt sich am Gartenhaus immer irgendwo ein Plätzchen für sie finden. Sogar auf dem Balkon lassen sie sich erfolgreich in Töpfen kultivieren. Wir erklären Ihnen im Folgenden, wie Sie Radieschen erfolgreich anbauen.

Ein Platz für Radieschen im Garten lässt sich immer leicht finden

Wegen der kurzen Zeit von der Aussaat bis zur Erntereife, eignen sich Radieschen als typische Zwischenfrucht, etwa zwischen Gemüsen, die später größer werden. Wenn Sie Radieschen pflanzen möchten, dann achten Sie auf solche Gelegenheiten! Sie möchten beispielweise jetzt bald Grünkohl oder Pflücksalat als Wintergemüse aussähen oder auspflanzen? Nehmen Sie für die Hauptkultur genau die vorgesehenen Abstände und sähen Sie ihre Radieschen einfach überall dazwischen. Die Pflanzen werden gemeinsam größer und nach etwa drei bis vier Wochen, während der kälteren Jahreszeiten auch bis zu 10 Wochen, sind die Beete gut ausgenutzt, der Boden von Jungpflanzen gut beschattet und Sie entnehmen die Radieschen und geben den Pflanzen der Hauptkultur damit wieder mehr Platz. Dieses Vorgehen lässt sich praktisch mit allen Gemüsen anwenden: wann immer sie Beete neu bepflanzen oder einsäen sollten Sie Ihre Tüte mit Radieschensamen dabei haben.

Radieschen können Sie über die gesamte Gartenzeit alle paar Tage aussäen und so haben Sie immer einen frischen, scharfen, vitaminreichen Snack für zwischendurch frisch aus dem Garten.

Radieschen sind gesund

Die Radieschen sind eine Unterart des Gartenrettichs (Raphanus sativus). Sie enthalten sehr viel Vitamin C, B Vitamine, andere Vitamine, Proteine, wie alle Pflanzen, Eisen, Kalzium und andere Mineralien. Die Schärfe kommt von mehreren Senfölglykosiden. Der Senf gehört ja zur selben Familie und dessen Schärfe kennen wir ja auch aus anderen verwandten Arten, wie etwa manchen Asia-Salaten. Ebenfalls zum typischen Geschmack trägt das Raphanol, ein schwefelhaltiges Öl, sowie Bitterstoffe bei. Die roten Arten haben auch Anthocyane, die wegen ihrer antioxidativen Wirkung und für die Bindung von schädlichen sogenannten freien Radikalen bekannt sind.

In der Pflanzenheilkunde kennt man die antibiotischen Wirkungen, eine schleimlösende Wirkung in den Atemwegen und eine gallentreibende Wirkung. Die Anthocyane schützen die Gefäße, verbessern die Sehfähigkeit und wirken entzündungshemmend.

Das gesunde Knollengemüse bildet die Knollen als Verdickungen des Sprosses zwischen der Wurzel und dem Blattansatz als Speicherorgane aus. Ihre Heimat ist China und Japan, von wo sie sich nach der Etablierung von Handelsrouten im 16.Jahrhundert auf dem Umweg über die Mittelmeerländer auch bei uns etablierten.

Radieschen pflanzen während der gesamten Gartenzeit

Da die Radieschen recht gut leichten Frost vertragen, können sie schon im Januar ins ungeheizte Gewächshaus, ab Februar auch ins Freiland unter Vlies oder ab März ungeschützt ausgesät werden. Die Kultur in Chargen, wo etwa jede Woche oder alle 10 Tage ein paar ausgesät werden, vorzugsweise zwischen Jungpflanzen größerer Gemüse, die nicht so schnell wachsen, ist während der ganzen Gartensaison möglich. Gurken und Melonen sollen als Nachbarn nicht so gut funktionieren; zur Mischkultur empfohlen werden hingegen Tomaten, Salate und Bohnen. Zu beachten ist jedoch, dass es bei der Aussaat zwischen Jungpflanzen in der Regel gar nicht erst zu einem wirklichen Miteinander kommt, weil die Radieschen ja schon wieder geerntet werden, sobald sich die Nachbarschaft bemerkbar macht.

Bei Platzbedarf der Hauptkultur schadet es auch nicht, die Radieschen etwas zu früh zu ernten. Junge Radieschen sind zart und noch nicht ganz so bitter. Zu spät geerntete Radieschen haben oft schwammige Bereiche im Inneren, was auch kein Problem ist. Geschossene Radieschen, das heißt solche, die bereits beginnen, einen Blütenstand auszubilden, erntet man im Allgemeinen nicht mehr. Sie sind dann oft holzig.

Die Aussaatzeit endet im September. Im kühleren Herbst können Sie dann die – je nach Wetter - etwas langsamer wachsenden Radieschen bis in den Dezember hinein ernten.

Es werden auch spezielle Sorten für die Früh-, Sommer- und Herbstkultur angeboten.

Samen nachziehen

Wenn Sie samenfeste Sorten selbst weitervermehren möchten, dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als auf die größten und appetitlichsten Exemplare zu verzichten. Diese sollten Sie markieren. Exemplare, die viel zu früh in Blüte gehen, entfernen Sie aus dem Beet für die Samennachzucht, damit Sie das Merkmal einer späten Blüte weiter züchten. Wenn die Radieschen verblüht sind, bilden sie Schoten aus, die Sie ernten können, sobald sie trocken geworden sind. Die Schoten lassen sich dann recht leicht aufbrechen und die Samen fallen heraus.

Die Kultur

Radieschen sind anspruchslos. Sie sind Schwachzehrer und wachsen auch in magerem Boden etwa als Nachfrucht nach Starkzehrern, wie Kartoffeln oder Kohl. Von einer starken Stickstoffdüngung wird sogar abgeraten, weil die Pflanzen dadurch anfällig für Schädlinge und Krankheiten werden.

Was Sie aber tun können, ist für einen gleichmäßig feuchten Boden zu sorgen. Also während Trockenperioden regelmäßig gießen und am besten um die Pflanzen herum mulchen, um die Wasserverdampfung aus dem Boden zu reduzieren. Radieschen vertragen auch Trockenheit ganz gut, sie werden dann allerdings noch schärfer oder können holzig werden.

Verwendung

Frisch schmecken die kleinen, scharfen Vitaminbomben am besten. Wenn Ihnen die Schärfe für einen kleinen Happen zwischendurch zu viel ist, dann können Sie die Radieschen auch in Scheiben schneiden, leicht salzen und dann 10 bis 30 Minuten ziehen lassen. Dadurch wird viel von der Schärfe neutralisiert. Danach sind sie als Snack oder auch als Brotaufstrich optimal geeignet.

Wenn Sie einen Überschuss haben, dann schlagen Sie sie in ein feuchtes Tuch ein und so können sie dann mehrere Tage knackig im Kühlschrank überstehen.

In Salaten verliert sich die Schärfe im köstlichen Gemisch der anderen Zutaten.

In Eintöpfen und Gemüsesuppen sind sie eine nahrhafte, leckere Zutat und nach dem Kochen ist die Schärfe ebenfalls weg.

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