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Naturnahe Hecken

Naturnahe Hecken bestehen aus einheimischen Pflanzen, was eine ganze Reihe von Vorteilen gegenüber Hecken oder generell Holzgewächsen im Garten bietet, die exotisch sind, also nicht aus unserer mitteleuropäischen Umwelt stammen, sondern von fernher eingeführt wurden.

Die richtige Zeit, solche Hecken anzupflanzen ist der November und Dezember, während wärmerer Phasen, die wenigstens frei von strengem Frost sind, so dass man vernünftig graben kann. Lassen Sie die Spitzhacke im Gartenhaus, Sie brauchen nur einen Spaten und vielleicht eine Schaufel. Wenn Sie diese Regel beachten, können Sie sogar noch bis in den April hinein an Ihrer Wildhecke arbeiten.

Wir erklären Ihnen nicht nur die Vorteile, die naturnahe Hecken bieten, sondern auch, wie Sie diese richtig anpflanzen und welche Sträucher geeignet sind.

Welche Vorteile bieten einheimische Naturhölzer gegenüber exotischen Wildgewächsen?

* Einheimische Gehölze wachsen schneller

* Sie sind besser angepasst, werden also auch seltener krank

* Sie brauchen weniger Pflege

* Sie wachsen dichter und geben damit auch besseren Sichtschutz als Exoten.

* Sie harmonieren miteinander und mit der heimischen Tierwelt

* Wenn Sie gerne Tiere beobachten, dann ist eine naturnahe Hecke für Sie richtig, denn sie bietet hunderten von einheimischen Arten Nahrung und Heimat. Wenn Sie beispielsweise eine bunte Vielfalt von Schmetterlingen lieben, dann sind solche einheimischen Pflanzen als Lebensraum und Nahrungsquelle für diese und ihre Raupen genau richtig für Sie.

* Sie haben Blüten das ganze Jahr und können die Früchte teilweise selbst verwerten oder sie stellen damit Nahrung für Vögel und andere Nützlinge bereit

* Von einem Rückzugsgebiet für heimische Nützlinge wird Ihr ganzer Garten profitieren, denn eine große Artenvielfalt schützt vor unerwünschten Plagen von Blattläusen über Raupen bis hin zu Schnecken.

Die Artenvielfalt im Garten explodiert durch einheimische Sträucher

Sie mögen denken, dass ein reicher Bienenbeflug eines exotischen Strauches, wie etwa des Kirschlorbeers oder die vielen Schmetterlinge am Sommerflieder ein Hinweis auf ihre Nützlichkeit sind. Dabei sind aber heimische Pflanzen mit allen ihren Teilen angefangen von den Wurzeln bis zu den Blättern, Beeren oder Samen in natürliche Kreisläufe eingebunden. Als Raupenfutter ist der Sommerflieder zum Beispiel völlig nutzlos und ohne Raupen finden auch die Vögel keine Nahrung. Der nordamerikanische Scharlachdorn gibt zwei Vogelarten Nahrung, der heimische Weißdorn aber 32.

Die Früchte des heimischen Wachholders, der Vogelbeere oder des schwarzen Holunders werden gar von bis zu 60 Vogelarten gefressen und auch Kleinsäuger, ja sogar Füchse und Marder bedienen sich dort.

 Wenn Sie genug Platz haben, können Sie Ihre naturnahe Hecke durch einen Krautsaum von einem bis zwei Metern Breite ergänzen. Das wird die Artenvielfalt sowohl, was die tierischen Bewohner, als auch was die Pflanzen angeht noch einmal stark vergrößern und Ihre Hecke noch schöner machen. Viele Wildblumen wachsen sehr gerne an Waldrändern und in der Nachbarschaft von Büschen und Bäumen.

Funktionen von einheimischen Gehölzen in der Gartenarchitektur

Natürlich gelten die genannten Vorteile von heimischen Gehölzen im Garten nicht nur für Hecken, sondern auch für einzelnstehende Sträucher oder für Gruppen aus Holzgewächsen. Gerade diese, vielleicht abgestuft um einen heimischen Baum im Zentrum herum gruppiert, können auch als „wilde Inseln“ im Garten optisch sehr hübsch wirken.

Auch müssen wilden Hecken nicht unbedingt als Grundstücksgrenze fungieren, auch wenn das ein Optimalfall für die Natur ist, wenn sich zwei Nachbarn auf eine solche Trennlinie zwischen ihren Grundstücken einigen können. Eine solche Hecke kann leicht so angelegt werden, dass sie für Menschen undurchdringlich ist, aber für größere Kleintiere, wie Dachse, Igel, Hasen, Kaninchen, Waschbären, selbst Wildkatzen, Füchse oder Luchse durchlässig ist. Diese Tiere brauchen größere Reviere und kommen aus der Stresssituation in den heimischen Wäldern gerne in miteinander verbundene Gebiete aus mehreren Hausgärten, wo sie friedlich und angstfrei leben können.

Gerade Dornengewächse, die Hecken für Menschen unpassierbar machen, sind beispielsweise für nestbauende Vögel besonders wertvoll, die dort zwischen den Dornen auch Schutz vor Nesträubern finden.

Wie legen Sie eine naturnahe Hecke an?

Beachten Sie auf jeden Fall, wie groß die Sträucher werden! Wenn Sie viel Platz in der Breite haben, können Sie auch enger, etwa in einem Zickzack-Muster anpflanzen. In der Reihe geben Sie kleineren Sträuchern etwa 50 bis 100cm Platz. Größere Sträucher brauchen dann 1,5 bis 2m Abstände. Falls Ihr Nachbar nicht so begeistert von wilden Hecken ist, beachten Sie auch einen ausreichenden Abstand zum Nachbargrundstück!

Zusätzlich können Sie auf die Wuchshöhe, Blütezeiten und Farbe der Früchte achten und diese zeitlich und räumlich so kombinieren, dass Ihre Hecke Ihnen immer einen schönen und bunten Anblick bietet.

Welche Arten passen in eine naturnahe Hecke?

Es gibt sehr viele heimische Arten, die in eine solche naturnahe Hecke passen. Wenn Sie einen breiten Wildkräuterstreifen mit einrechnen, kommen wir bei der Artenvielfalt leicht auf viele hundert Arten, die wir hier nicht alle aufzählen können. Wenn Sie bei sich in der Nähe noch natürliche Flecken haben, dann lassen Sie sich von diesen inspirieren! Es gibt eine gute Chance, dass Sie dort Wildgewächse finden, die gut an ihr lokales Klima angepasst sind. Wir nennen hier nur einmal ein paar beliebte und verbreitete Arten von sehr gut für Hecken geeigneten Holzgewächsen.

Der Gewöhnliche Liguster (Ligustrum vulgare) wächst gut auf mittelfeuchten Böden. Er wird 2 bis 3 Meter hoch und gedeiht nicht gut im Schatten. Mit seinen weißen Blüten erfreut er Sie und Ihre wilden Bienen im Juli und von seinen schwarzen, für den Menschen giftigen Früchten ernähren sich Vögel und Kleinsäuger.

Die Kornelkirsche (Cornus mas) wird 4 bis 5m hoch. Sie verträgt Licht, aber auch Halbschatten und mag keine feuchten Standorte. Ihre gelben Blüten werden Sie schon im März bis April erfreuen und ab August bildet sie ihre roten, essbaren Früchte aus.

Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) kann unter guten Bedingungen sogar bis zu 8m hoch werden. Seine schwarzen Früchte lassen sich im Herbst für den menschlichen Verzehr nutzen, sind aber auch bei allen Tieren sehr beliebt.

Weiter sind geeignet: Besenginster, Hasel, Berberitze, Heckenkirschen, Vogelbeeren, Schneeball, Faulbaum, Schlehe, Traubenkirsche, Eberesche, Wildrosen, Kreuzdorn, Pfaffenhütchen, Brombeeren, Himbeeren, Hainbuche, Feldahorn und viele andere.

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