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Natürliche Hecken – Umweltschutz im eigenen Garten

Hecken sind eine uralte Erfindung mit vielen umwelterhaltenden und -fördernden Wirkungen. Im althochdeutschen Wortstamm „Hegga“ für „einzäunen, hegen“ finden sich auch schon zwei wichtige Funktionen. Schon der berühmte römische Feldherr Julius Cäsar beschrieb die von den Galliern angelegten dichten und undurchdringlichen Hecken als äußerst störend bei seinen Bemühungen, Gallien zu erobern und eine richtig angelegte Hecke kann noch heute die Schutzwirkung eines Zaunes bei weitem übertreffen.

Allerdings braucht sie auch etwas mehr Platz und dieser wird von einer riesigen Anzahl von Tierarten gerne als Lebensraum genutzt, wodurch natürliche Hecken auch heutzutage eine wichtige Funktion für den Naturschutz und die Arterhaltung besitzen.

Wenn Sie Ihr Anwesen auch mit einer Hecke umzäunen möchten, den natürlichen Sichtschutz einer Hecke an einer Grundstücksgrenze nutzen möchten oder auch Ihr Grundstück intern mit einer natürlichen Hecke unterteilen möchten, dann lesen Sie im Folgenden, welche Arten von Hecken es gibt und wie Sie Hecken richtig pflegen oder neu anlegen.

Hecken als Zaun, Naturhege und Nutzhecke

In der gesamten Zeit vom Altertum über das Mittelalter bis in die Neuzeit hinein waren Hecken die Mittel, Grundstücke zu umgrenzen. Auch Felder wurden so voneinander abgegrenzt, etwa im Rahmen der Dreifelderwirtschaft. Diese Hecken waren so angelegt, dass sie für Weidetiere und ungebetene menschliche Besucher gleichermaßen undurchdringlich waren. Da Hecken zu allen Zeiten auch immer ein wichtiger Lieferant für Brennholz waren, ergab sich ein Effekt quasi von alleine: Durch das Abschneiden, das sogenannte „auf den Stock setzen“ der Büsche und Bäume trieben diese nach dem Schnitt reichlich aus und bildeten so dichte Geflechte von langen Austrieben. Dornige Gewächse, wie etwa Weißdorn oder Schlehe wurden bevorzugt, weiche Gehölze, wie Holunder waren nicht so gerne gesehen, weil sie nach ihrem Absterben größere Lücken hinterlassen. Wo keine Dornen waren, konnte man durch Ergänzung etwa mit Himbeeren, Brombeeren oder wilden Rosen die Hecke noch dichter und undurchdringlicher machen und hatte gleichzeitig eine willkommene vitaminreiche Ergänzung auf dem Speiseplan.

Hecken bieten gleichzeitig Sicht- und Schallschutz, Wind- und Erosionsschutz, spenden Schatten und erhöhen die Luftfeuchtigkeit und die Bodenfruchtbarkeit.

Was gibt es für Heckenarten?

Man kann Hecken nach ihrer Höhe in Nieder-, Hoch- und Baumhecken unterteilen. Dabei erreichen Niederhecken durchschnittlich zwei bis drei Meter Höhe, während Hochhecken bis zu fünf Meter hoch wachsen. Baumhecken wiederum haben auch Bäume im Zentrum. Dabei wachsen diese Heckentypen mit steigender Höhe auch gleichzeitig in die Breite, denn man braucht am Rand dichten Bewuchs, weil durch die Beschattung von oben der Zentralbereich unten meist nicht so dicht werden kann.

Eine naturnahe Hecke ist ein Jungbrunnen für die Natur

In der heutigen Zeit des Artensterbens können Sie für die Natur nichts Besseres tun, als am Gartenhaus eine naturnahe Hecke anzulegen. Aufgrund der vielen, höchst unterschiedlichen kleinklimatischen Standortfaktoren in einer Hecke, dem reichhaltig gegliederten Lebensraum, der fruchtbaren, humusreichen Erde, die mit natürlichem Mulch bedeckt ist und nicht begangen wird, sind Hecken ein wahres Paradies für buchstäblich Tausende von Tierarten, die Ihnen helfen werden in Ihrem Garten ein ausgewogenes, natürliches Gleichgewicht zu etablieren.

Es gibt sogar Tierarten, sogenannte „Saumarten“, die ausschließlich in Randbereichen zwischen Gehölzen und Wiesen leben. Insekten, Vögel, Weichtiere, Amphibien, Reptilien, Säugetiere, wie Hasen, Haselmäuse, Fledermäuse, Füchse und sogar Rehe schätzen den Schutz einer solchen naturnahen Hecke.

Natürliche Hecken sind der beste Vogelschutz

Hecken, gerade auch Hecken mit Dornen, die vor Beutegreifern, wie Greifvögeln, Mardern oder Katzen schützen oder auch vor Nesträubern wie Eichhörnchen, Wieseln oder Elstern sind ein wichtiges Brutgebiet für sehr viele Vogelarten wie etwa der Mönchsgrasmücke, der Schwanzmeise, der Amsel, des Buchfinks, des Stieglitz, der Beutelmeise, der Wacholderdrossel, der Goldammer, der Nachtigal, des Grauschnäppers und vieler anderer nestbauender Kleinvögel. Aber in größeren Hecken finden auch größere Vögel Nistmöglichkeiten, wie etwa Turmfalken, Bussarde, Milane, Krähen, Elstern, Waldohreulen oder Ringeltauben.

Wie pflanze ich eine Hecke?

Das hängt natürlich auch davon ab, welche Funktionen ihre Hecke besonders erfüllen soll und wie viel Platz Sie dafür einsetzen möchten. Unter dem ökologischen Aspekt wäre eine Auswahl von regionalen Pflanzen besonders wertvoll. Dieses Prinzip erfüllen Sie optimal mit einer sogenannten Benjes-Hecke. Dabei wird einfach dort, wo die Hecke hin soll Gehölzschnitt aufgehäuft und man erlaubt eine Selbstaussaat heimischer Heckenpflanzen, etwa durch Vögel, die dann auch eine Progression durchläuft, bei der das erste Stadium oft einfach aus Brennnesseln besteht, die dann später durch in ihnen hochwachsende Holzgewächse ersetzt werden. Eine Kombination aus Anpflanzungen und natürlicher Besiedelung hat sich ebenfalls bewährt. Auch sinnvoll ist es, den Boden im Bereich der Hecke möglichst wenig zu düngen, um dort eine größere Artenvielfalt zu erzeugen. So haben sie auf magerem Boden beispielsweise auch keine Brennnesseln zu erwarten.  Sie können einen Boden auch über die Jahre hinweg abmagern, wenn Sie dort immer ernten, also mähen und schneiden, das anfallende organische Material abtransportieren und etwa im Gemüse- und Ziergarten als Mulch verwenden.

Welche Arten eignen sich zur Anpflanzung?

Zur Anpflanzung verwenden Sie je nach Zielhöhe der Hecke heimische, am besten dornige Busch- und Baumarten, wie Weißdorn, Schlehe, wildes Obst, Stieleichen, roter Hartriegel, Holunder, wenn die Funktion der Abgrenzung nicht so wichtig für Sie ist, Liguster, Weiden, Pfaffenhütchen, Hasel, Brombeere, Himbeeren, Wildrosen, Eiben und für den winterlichen Sichtschutz sind Hainbuchen, Wacholder, Eiben und Stechpalmen in wärmeren Klimazonen geeignet.

Ein Vorteil der Verwendung einheimischer Gehölze liegt auch in den - verglichen mit Exoten - günstigen Kaufpreisen.

Wenn Sie Ihre naturnahe Hecke ökologisch besonders wertvoll machen möchten, dann schließen Sie auf einer oder sogar auf beiden Seiten einen bis zu fünf Meter breiten Blühstreifen mit natürlicher Kräuter-, Gräser- und Staudenvegetation an.

Wie pflegen Sie eine natürliche Hecke?

Da Hecken kaum mehr für die Gewinnung von Brennholz genutzt werden, müssen Sie die für den Neuaustrieb und Verästelung der Baumarten nötigen Rückschnitte als Pflegemaßnahme durchführen. Das wird durch starke Rückschnitte der Gehölze alle paar Jahre erreicht, die abschnittweise durchgeführt werden sollten, damit Heckenbewohner dauerhaft einen Lebensraum behalten, während andere Heckenabschnitte durch die Rückschnitte stark verändert werden.

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