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Knoblauch anpflanzen

Selber Knoblauch anpflanzen ist recht einfach, wenn man es mal probiert. Die Pflanze ist eher anspruchslos, wird bei der üblichen Pflanzung von Knollen, statt Samen mit einem großen Vorrat von Energie recht schnell groß und manche Sorten sind sogar so winterhart, dass man sie schon im Herbst auspflanzen kann, obwohl der Knoblauch eigentlich aus wärmeren Regionen stammt.

Wir werden uns im Folgenden einmal genau ansehen, wie Sie im Garten hinter Ihrem Haus oder Blockbohlenhaus Ihren eigenen Knoblauch anpflanzen können.

Eine kurze Geschichte des Knoblauchs

Schon seit dem Altertum, etwa in der alten ägyptischen Kultur und natürlich auch bei den Griechen und Römern war der Knoblauch (Allium sativum) als Heil- und Gewürzpflanze bekannt und beliebt. Immer wieder wurden ihm stärkende Eigenschaften zugeschrieben und auch als Mittel gegen Parasiten, etwa Darmparasiten oder Läuse war er schon sehr früh bekannt.

Auch im alten Testament der Bibel wird er schon erwähnt. Dort, in Afrika und rund ums Mittelmeer hatte er wohl seine Heimat, während er vermutlich dann mit den Römern auch nach Mitteleuropa und England kam.

Im Mittelalter wurde er in Klostergärten gezogen und bei allen Arten von Unreinheiten, wie Hunde- oder Schlangenbissen, Hautausschlägen ja sogar als Mittel gegen die Pest eingesetzt. Auch Zahnschmerzen, Lungenleiden und Menstruationsstörungen wurden gerne mit Knoblauch behandelt.

In jüngerer Zeit wurden die antibakteriellen Wirkungen nachgewiesen, blutverdünnende, cholesterinsenkende und antithrombotische Wirkungen diskutiert und eine heilsame Wirkung bei Arteriosklerose angenommen. Auch Darmkrebs soll er lindern oder vorbeugen.

Schließlich wurde er im Jahre 1989 zur Arzneipflanze des Jahres in Deutschland gewählt.

Knoblauch selber anpflanzen - Standort

Landwirtschaftlich wird der Knoblauch meist in wärmeren Ländern, wie etwa Spanien, Frankreich, Italien oder Argentinien angebaut, er eignet sich aber auch für den heimischen Gemüsegarten. Er hat nur wenige Ansprüche, die im Garten oder auf dem Balkon, ja sogar auf der Küchenfensterbank erfüllt werden.  Allerdings ist für eine ausreichende Ernte ein möglichst heller Standort wichtig. Sonnig und eher trocken – jedenfalls keinesfalls nass- steht er gerne, was nicht ganz einfach ist, weil er als Flachwurzler auch nicht sehr tief in die Erde eindringt, um dort nach Wasser zu suchen.

Als Lösung für diesen Anspruch eignen sich also humose, lockere, pH-neutrale Böden am besten, die dann auch noch gemulcht werden, um die Erwärmung des Bodens in der Sonne und die damit einhergehende Austrocknung des Bodens zu verhindern. Nebenbei wird ein gemulchter Boden auch tendenziell eher humoser, was wiederum gut ist, um Wasser und Nährstoffe im Boden in leicht pflanzenverfügbarer Form zu speichern.

Mäßig gießen und nur kurz austrocknen lassen, ist das richtige Rezept für den Knoblauch in lockeren Erden. In schweren Erden soll er nicht so gut wachsen. Oft wird auch empfohlen, schwere Erden für den Knoblauch etwas mit Sand und Kompost zu vermischen, um sie lockerer zu machen.

Schädlinge sind im biologischen Anbau eher selten

Ein ganz idealer Standort wäre auch noch etwas windig, um einen Schädling, der dem Knoblauch gefährlich werden könnte, die Knoblauchfliege, abzuhalten, die sehr klein ist und bei Wind nicht dazu kommt, sich auf ihren Eiablageplatz einzufliegen, weil sie eher weggeweht wird.

Andere Schädlinge wie etwa das Zwiebelhähnchen, Zwiebelthripse, die Lauchminierfliege oder Nematoden spielen meist keine große Rolle. Im Rahmen des biologischen Anbaus ohne Ackergifte oder Kunstdünger auf lebendigen, humusreichen und gemulchten Böden in Mischkultur werden diese nur selten eine Rolle spielen.

Knoblauch anpflanzen - Es gibt zwei geeignete Zeitpunkte

Dazu benutzt man auch tatsächlich verschiedene Sorten: Der sogenannte Winterknoblauch wird schon im Herbst, etwa im September oder Oktober ausgepflanzt. Als sogenannter Schwachzehrer, also eine Kultur, die mit vergleichsweise wenigen Nährstoffen auskommt, kann man dafür einfach im Herbst freiwerdende Beete nutzen. Allerdings sollte man bevorzugt Standorte wählen, auf denen in den vergangenen vier Jahren, keine Zwiebelgewächse, also etwa Zwiebeln, Lauch, Schnittlauch oder Knoblauch angebaut worden sind.

Der Sommerknoblauch wird schon ab Februar bis in den April hinein angepflanzt. Er wird nicht so groß, wie der Winterknoblauch, aber die gute Nachricht ist: Er hat auch keine Probleme von der Knoblauchfliege zu erwarten.

Was wird genau ausgepflanzt?

Sie können im Prinzip von jedem Knoblauch aus dem Supermarkt eine Zehe in die Erde stecken und sie wird dann auswachsen und eine neue Knolle bilden. Allerdings kann es auch sinnvoll sein, nach heimischen Sorten zu suchen, da die gekauften Knoblauchknollen oft aus wärmeren Ländern importiert sind und daher mit dem kühlen, deutschen Wetter weniger gut zurechtkommen, als einheimische Sorten. Die oben angeführten Standortbedingungen gelten auch für einheimische Sorten.

Beim Pflanzen wachsen dicke Knollen schneller hoch als kleinere. Sie werden so in die Erde gesteckt, dass die Spitze entweder noch herausguckt oder nur bis maximal vier Zentimeter unter der Erde ist.

Obgleich es Knoblauchsamen gibt, bildet der Knoblauch doch meist nur unfruchtbare Blüten aus. An dem Blütenstand finden sich kleine Knöllchen, die sogenannten Bulbillen, die man auch anpflanzen kann, allerdings brauchen sie länger, groß zu werden, als wenn man gleich größere Zehen nimmt.

In Deutschland gängige Sorten sind etwa „Echo“ und „Thüringer“. Auch die spanischen Sorten „Gardos“, „Gardacho“, „Garcua“ und „Garpek“ haben sich bewährt. Beliebt sind in Deutschland auch französische Sorten, wie etwa „Terradore“ oder „Mesidrome“.

Die Ernte

Man kann Knoblauch als „Schlottenknoblauch“ schon im Mai ernten, wenn die Zwiebeln noch ganz schmal sind und kaum dicker als der „Stängel“, der eigentlich aus den rund verwachsenen Blattscheiden besteht.

Als „Grünzwiebel“ erntet man ihn, wenn die Zwiebel zwar schon deutlich dicker geworden ist, aber einzelne Zehen noch nicht erkennbar sind. Das grün Blatt in dem runden, hohlen „Stängel“-Bereich kann man dabei mit verwerten. Soweit kann der Knoblauch bei guten Wachstumsbedingungen schon im Juni sein.

Bis der Knoblauch voll ausgewachsen ist, also das Stadium der sogenannten Trockenzwiebel erreicht hat, kann es gerade bei Sommerknoblauch bis in den Spätsommer dauern, bei Winterknoblauch kann es auch schon im Juli soweit sein. Für diese Trockenzwiebeln wartet man mit der Ernte, bis das Laub oben bis etwa zur Hälfte schon vertrocknet ist. Dann sollten die einzelnen Zehen auch bei der geernteten Knolle schon von außen deutlich erkennbar sein.

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