Jetzt Kräuter pflanzen

Als Kräuter werden Pflanzenarten bezeichnet, die nicht, wie Gemüsearten, in erster Linie als Nahrung dienen, sondern die entweder Heilwirkungen haben, dann spricht man von Heilkräutern, oder die in der Küche als Gewürze genutzt werden, dann spricht man von Küchenkräutern.

In der Praxis drücken diese Begriffe eher aus, wofür wir die Kräuter nutzen möchten, denn tatsächlich sind alle diese Pflanzen nahrhaft, fast alle haben bekannte Heilkräfte und werden in der Kräuterheilkunde angewendet und die meisten haben auch sehr charakteristische Aromen, die von kundigen Köchen und Köchinnen in der Küche zur Abrundung des Geschmacks oder zur Würze verwendet werden.

Bekannte Beispiele sind etwa der Kohl, die Brennnessel, der Giersch oder der wilde Senf.

An diesen Beispielen sieht man auch schon, dass die Inhaber von Naturgärten oder naturnahen Gärten, die damit viel für die Insekten- und Vogelwelt tun, Kräuter nicht unbedingt immer nur pflanzen, sondern vielleicht auch einfach nur sammeln können. Voraussetzung ist natürlich eine Kenntnis von Würz- und Heileigenschaften von wild wachsenden einheimischen Pflanzen.

Küchenkräuter anbauen

Im folgenden Artikel soll es unter dem Stichwort: Kräuter pflanzen also um den Anbau von bekannten Küchen- oder Würzkräutern gehen. Kräuter sind eine Möglichkeit, rund um das Jahr unser Essen mit frischem Grün zu verzieren und dabei gleich den wichtigen Vitaminbedarf zu decken. Gerade frische Kräuter haben für den Koch eine ganz andere Qualität als dieselben Arten in getrockneter Form. Ein Kräutergarten oder der Anbau von Kräutern an verschiedenen Orten im Garten, an für die jeweiligen Arten geeigneten Standorten oder auch in Mischkulturen etwa mit Gemüsearten, wo die Kräuter helfen können, Schädlinge vom Gemüse fern zu halten, ist eine lohnende Sache.

Bestimmte Arten, wie etwa der Lavendel mit seinen wunderbaren, violetten Blüten, der Rosmarin mit seinen lanzettlichen Blättern mit ihrem ganz charakteristischen Grün, die Kamille mit ihren hübschen Blüten oder der Mohn mit seinen roten Blüten, die immer so aussehen, wie aus ganz dünnem, leicht zerknitterten Reispapier gefertigt, sind so dekorativ, dass man sie auch gerne als Kräuterbeet im Ziergarten vorzeigt.

Wieder andere Kräuter werden vielleicht angebaut, um zur rechten Zeit die richtigen Zutaten zur Hand zu haben. Wenn Sie etwa auf eine gute Tomatenernte hoffen, die Sie dann im Herbst immer in Ihrem Gartenhaus zu Pomarola einkochen, dann werden Sie rechtzeitig auch genügend Sellerie, Oregano und Rosmarin pflanzen, damit Sie dann Ihre eigene Ernte auch mit eigenen Kräutern verarbeiten können.

Es gibt also viele Gründe und viele Arten, Küchenkräuter anzubauen und wir werden Ihnen im folgenden Artikel einige Tipps geben, wie Sie das am Besten machen.

Kräuter als Topfpflanzen kaufen oder selber aussähen?

Von den bekannten und gängigen Küchenkräutern sind die meisten als Samen und als Topfpflanzen erhältlich. Beachten Sie die entsprechenden Hinweise, was Pflanz- und Aussaatzeiten und Standort angehen. Obgleich das Einpflanzen von sogenannter "Containerware" in Töpfen weniger Arbeit macht als eine Eigenanzucht, ist der Erfolg nicht immer garantiert. Bei Basilikum beispielsweise ist die Kultivierung von Pflänzchen bekanntermaßen eher schwierig, weil die Pflanzen speziell für einen Verkauf zum baldigen Verbrauch in einer bestimmten Größe "hergestellt" werden. Pflanzen, die aus Samen gezogen werden, wachsen vielleicht langsamer, sind aber dann auf die klimatischen und Bodenbedingungen in Ihrem Garten schon eingestellt.

Auch wäre zu überlegen, die Kräuter, die sowieso draußen nicht überwintern können, gar nicht erst in die Erde, sondern lediglich in größere Töpfe auszusäen oder umzutopfen.

Falls Sie für die Töpfe Blumenerde verwenden möchten oder eine Mischung von gekauften Erden mit Ihrer Gartenerde, dann achten Sie darauf, ob die gekaufte Erde auch wirklich für die Anzucht von Gemüse oder Kräutern geeignet ist. Mit Erden und Düngern auf pflanzlicher Basis fahren Sie meist besser, weil keine Rückstände aus der Massentierhaltung dort zu erwarten sind. Biologisch angebaute Produkte schmecken dann auch meist besser.

Standort

Ob Kräuterbeet, Kräuterspirale, Kräuterschnecke: Informieren Sie sich, welche Kräuter welche Bedingungen in Bezug auf Licht, Boden-pH, und Bodenfeuchtigkeit bevorzugen. Allgemein ist natürlich für Küchenkräuter ein Standort nahe am Haus ideal, der schnell von der Küche aus erreichbar ist.

Einige beliebte Küchenkräuter und ihre Kultivierung

Der Rosmarin ist ein typisches, mehrjähriges, sehr aromatisches, mediterranes Kraut, welches zu Kartoffeln, Tomaten, Pizza, Nudeln oder sonstigen mediterranen Gerichten passt. Er hilft bei der Verdauung und wird medizinisch gegen Bauchkrämpfe verwendet.

Er eignet sich in der Mischkultur etwa mit Kohl und Möhren zur Abwehr von typischen Schadinsekten.

Es gibt jetzt auch winterharte Sorten, die in milderen Klimazonen an geschützten Stellen draußen überwintern können.

Sie können den Rosmarin schon ab Mitte März im warmen Haus vorziehen aber dann sollte er erst nach den Eisheiligen ins Freie umziehen. Falls Sie schon eine ältere Pflanze haben, können Sie diese auch über Stecklinge in feuchte Erde oder im Wasserglas vermehren.

Sonst liebt er eher weniger als zu viel Wasser und kommt auch mit steinigen, sandigen oder eher trockenen Böden zurecht, die nicht zu sauer sein sollten.

Das Basilikum hat ebenfalls mediterrane Ursprünge und ist in der entsprechenden Küche zu finden. Es hat eine antibakterielle Wirkung. Im Gegensatz zum Rosmarin ist es einjährig, das heißt es verholzt nicht, sondern wird jedes Jahr neu gezogen.

In der Mischkultur mit Gemüse wirkt es gegen die weiße Fliege und den Mehltau.

Es kann im Haus vorgezogen und nach den Eisheiligen ausgepflanzt werden.

Ein warmer, geschützter Standort, der immer leicht feucht aber nicht nass ist, gefällt ihm am besten.

Die einheimische Petersilie schmeckt gut in allen möglichen Gerichten, etwa im Kartoffelsalat. In der Mischkultur wehrt sie Schadinsekten von Radieschen, Tomaten und Zwiebeln ab.

Sie kann schon früh draußen ausgesät werden, wächst aber immer eher langsam, so dass man für eine ausreichende Ernte größere Flächen einsähen sollte. Für Neuaussaaten empfehlen sich Standorte, auf denen in den letzten Jahren noch keine Petersilie gewachsen ist.

Sie liebt feuchte Böden und Schatten oder Halbschatten. Zur Überwinterung können Sie sie leicht mit Stroh, Laub oder Mulch abdecken. Auch eine Überwinterung im Balkonkasten auf der Küchenfensterbank ist möglich, wo sie dann auch über den Winter geerntet werden kann.

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