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Ist ein Feigenbaum winterhart?

Der Feigenbaum (Ficus carica) stammt ursprünglich aus Kleinasien und zwar aus Gegenden, die etwas sonnenverwöhnter sind, als Deutschland, nämlich dem Orient bis nach Turkmenistan. Er wurde dann schon in der Antike in den Mittelmeerraum und bis nach Afrika verbracht. In diesen warmen Klimaten verwilderte er auch und wurde zu einem sehr beliebten Obstbaum.

Bei uns ist die Feige meist nur bedingt winterhart. Wenn Sie auch Lust haben, im eigenen Garten oder sogar auf dem Balkon im Kübel einen Feigenbaum zu pflanzen, dann sollten Sie besonders zwei Faktoren beachten:

1. In welcher Klimazone wohnen Sie?

2. Welche Sorte ist für Ihr Klima geeignet?

Außerdem sollten Sie schon von Anfang an wissen, dass Feigenbäume auch sehr groß werden können. Ein Baum, der im großen Kübel schließlich vier Meter hoch geworden ist, wird nicht mehr durch die Balkontür passen, wenn Sie ihn zur Überwinterung nach drinnen bringen möchten.

Wie Sie trotzdem einen Feigenbaum kultivieren und leckere Feigen ernten können, erfahren Sie im folgenden Artikel.

In wärmeren Klimazonen sind Feigenbäume winterhart

Schlagen Sie einmal nach, in welcher Klimazone Sie wohnen. Diese Information ist eventuell auch für die Anpflanzung anderer wärmeliebender Gewächse wichtig. Die Klimazonen geben Auskunft über einen für das Überleben dieser Pflanzen äußerst wichtigen Faktor, nämlich die tiefsten Temperaturen, die im Winter auftreten.

Wenn Sie den Vorzug haben im Westen in Zone 8 zu leben, vielleicht gar in einer Weinbaugegend, dann werden Sie kein Problem mit einer Überwinterung, selbst der wärmeliebenderen Feigensorten haben, die größere und süßere Früchte ausbilden, als die sehr winterharten Sorten. Je weiter Sie vom Meer weg wohnen, also in die Mitte oder den Südosten in eher kontinentales Klima kommen, desto schwieriger wird es mit der Feige. Für die Klimazone 7 gibt es noch winterharte Sorten, die bis zu -20°C überleben. In der Klimazone 6 oder darunter geht eine Überwinterung draußen normalerweise nicht mehr. Hier müssten die Bäume im Kübel an geeignete Überwinterungsplätze verbracht werden, was, wie schon gesagt, bei großen Bäumen gar nicht mehr unbedingt so einfach ist.

Schutzmaßnahmen

Ob Ihr Feigenbaum winterhart ist, kann in Grenzfällen auch davon abhängen, ob und wie Sie ihn vor den stärksten Winterfrösten geschützt haben. Auch eigentlich winterharte Sorten können von vereinzelten sehr harten Nachtfrösten beschädigt werden. Junge Triebe und Äste können schon bei -10 bis -15°C absterben, aber wenn Sie den Wurzelbereich gut geschützt haben, treibt die Feige meist von unten wieder neu aus. Nur die Feigenernte können Sie dann für das Folgejahr vergessen.

Schützen Sie den Wurzelbereich mit einer schönen, dicken Schicht Mulch und/oder mit Tannenreisern. Auch den ganzen Baum können Sie in Wintervlies einhüllen. Den Stamm können Sie mit Matten aus Naturmaterialien, wie Schilf, einwickeln. Das sollte aber nicht zu früh geschehen, sondern am Besten erst, wenn wirklich starke Nachtfröste angekündigt werden, damit der Baum sich vorher noch gut an die Kälte anpassen kann. Luftundurchlässiges Plastik hat im Winterschutz nichts verloren. Zu viel Feuchtigkeit kann für eine Feige schädlicher sein, als tiefe Temperaturen. Deswegen sollte der Winterschutz wirklich nur während der kältesten Zeit am Baum bleiben.

Überwinterung im Kübel in geschützten Räumen

Mit einer Sackkarre kann man auch größere Bäume durch größere Tore, wie etwa ein Garagentor bugsieren. Auch ein Gartenhaus mit einer Doppeltüre könnte gut geeignet sein. Der Wintergarten ist natürlich ebenfalls eine Option. Wenn Sie mit der Kombination aus Ihrer Klimazone und der Winterhärte Ihrer Feigensorte an der Grenze sind, dann könnten Sie diese Lösung auch für die Zeit verwenden, wo der Feigenbaum noch jung ist und ihn erst fest draußen pflanzen, wenn er 10 Jahre alt ist. Ab diesem Alter sollen die Feigenbäume etwas frostresistenter werden. Der dauerhafte Standort sollte dann natürlich sehr geschützt und warm sein, etwa in einer Südecke zweier Mauern, wo sich die Sonnenwärme speichert und die gut vor kalten Winden geschützt ist.

Welche Sorten sind winterhart?

Wenn Sie jetzt oder im zeitigen Frühjahr noch neu pflanzen möchten, dann können Sie mit dem Wissen über Ihre Klimazone die Sorte so wählen, dass Ihr Feigenbaum winterhart ist.

Sorten die bis -20°C winterhart sind eignen sich ab dem Alter von 10 Jahren für die Klimazonen 7 und 8. In Zone 6 können sie es probieren aber dann mit Winterschutz.

* Brown Turkey hat trotz der Winterhärte recht große und süße Früchte

* Twotimer, eine Sorte mit länglich geformten Früchten, hat sogar zwei Ernten pro Jahr: Eine im August und eine im September bis Oktober.

* Die Bornholmfeige hat große Blätter und ihre Früchte reifen schon recht früh im Sommer. Dafür ist die Ernte dann etwas bescheidener als bei spätreifenden Sorten.

* Die hochwüchsige Ronde de Bordeaux verwöhnt Sie erst im Herbst mit blauen, süßen Früchten. In den ersten 10 Jahren wird hier in allen Klimazonen ein Winterschutz empfohlen.

* Auch Brogiotto Bianco hat sehr aromatische, süße Früchte, die eher rundlich geformt sind.

* Early Dark wird nicht so groß, ist aber ertragreich und hat große, längliche, violette Früchte. Wenn sie Ihren Feigenbaum im Kübel kultivieren möchten, dann wäre sie eine eher geeignete Sorte.

Natürlich können Sie auch frühe und späte Sorten anpflanzen, wenn Sie die Erntesaison verlängern möchten. Um die Bestäubung brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen: Alle in Deutschland angebotenen Sorten sind selbstbefruchtend.

Sorten, die nur bedingt winterhart sind (bis -12°C):

* Peretta, eine Sorte mit sehr leckeren großen, grünen, birnenförmigen Früchten ist auch für die Kultur im Kübel geeignet

* Morena mit ihren blau-grünen Früchten können Sie ebenfalls als Kübelpflanze ziehen

* Die beliebte Bayernfeige mit ihren schmackhaften Früchten wird mit dem Alter immer winterhärter

* Die Mere Veronique ist eine Sorte, die als Busch wächst und auch gut als Kübelpflanze geeignet ist.

* Die Dalmatie soll besonders gut mit Feuchtigkeit zurecht kommen. Sie wird nicht so groß und kann daher auch im Kübel kultiviert werden. Ihre großen, süßen Früchte reifen im August. 

* Wenn Sie die Rossa Rotanda wählen, dann planen Sie besser einen größeren Platz ein, wo sie sich entfalten kann. Sie wird groß, wächst schnell und hat blaurote Früchte.

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