Gemüse erzeugen und haltbar machen durch Trocknen

Ein Gemüse- und Obstgarten gehört lange nicht mehr zu jedem Haus. Häuser und Blockbohlenhäuser mit Gemüse- und Obstgärten sind aber wichtig, nicht nur, weil sie ihren Bewohnern wertvolle, oft biologisch angebaute, frische Lebensmittel spenden. Sie liefern diese Lebensmittel ohne jeden Verpackungsmüll, ohne jeden Energieaufwand für Transport, sie liefern reife Lebensmittel, die im Garten an der Sonne gereift sind und nicht in irgendeinem Regal oder Container. Damit ergibt sich natürlich auch ein ganz anderer Geschmack. Jeder Gemüse- oder Obstgärtner weiß das, dass nichts einfacher ist, als Obst und Gemüse aus dem Supermarkt in Geschmack und Qualität zu schlagen.

Der biologische Gärtner bevorzugt einen Mischanbau

Kleinflächiger Mischanbau verringert die Gefahr, dass sich Schädlinge, die sich auf eine bestimmte Gemüseart spezialisiert haben, zu stark vermehren können. Der biologische Gemüsegärtner baut also lieber acht verschiedene Kohlsorten an, und von jeder vielleicht nur wenige Exemplare, genug für den täglichen Salat, mal eine leckere Gemüsesuppe und kleinere Portionen Sauerkraut, anstelle ein Beet mit 20 Weißkohlpflanzen anzulegen, in denen sich dann statt fünfzig oder hundert Kohlweißlingsraupen auf einer Einzelpflanze gleich mehrere Tausend vermehren, wenn man mal ein paar Tage nicht aufpasst.

Gärtnern für gesundes Biogemüse

Beete mit Monokulturen sehen für den ordnungsliebenden Menschen oft “besser” aus. Die Pflanzen alle gleichförmig und schön in Reihe, dazwischen kontrastiert die schwarze Erde mit dem frischen Grün. Der biologische Gärtner entwickelt aber mit der Zeit ein anderes ästhetisches Bewusstsein. Eine bunte Vielfalt von verschiedenen Gemüsearten in verschiedenen Entwicklungsstadien steht auf einem Beet, auf dem am besten kein Stück blanke Erde zu sehen sein sollte. Nicht mehr “ordentlich” sondern liebevoll gepflegte Vielfalt.

Der Erfolg gibt den Biogärtnern recht. Bei kluger Ausnutzung der bekannten Prinzipien von Mischkultur- und Folgekultur erzeugt er mit rein pflanzlicher Düngung durch Flächenkompostierung auf humusreichem, lebendigen Boden dort widerstandsfähige, gesunde Pflanzen, die idealerweise ihren Platz im Ökosystem des Gartens finden und behaupten, ohne dass sie dabei Unterstützung durch die Giftspritze oder chemische Düngung brauchen.

Wem solche Ernteerfolge einmal gelingen, der schmeckt dann auch den Unterschied zu “konventionell”, das heißt chemisch erzeugtem Gemüse aus dem Supermarkt, vor allem, wenn das Gemüse auch noch verpackungsfrei direkt aus dem Garten frisch auf den Tisch kommt.

Lassen Sie sich als Anfänger nicht durch Exoten verlocken

Wenn andere angeben mit ihren selbstgezogenen Auberginen, Datteln aus dem Hinterhof oder Gemüsegurken aus dem eigens gefertigten Gurkenstand, lassen Sie sich als Anfänger nicht verleiten, das nun nachmachen zu wollen. Wenn Sie gängige, einheimische Gemüsearten ziehen, dann haben Sie so viel gesundes Gemüse und noch viel zum Konservieren, dass Sie sich Ihre Paprika, Auberginen, Chilis oder Ingwer auch erst mal im Supermarkt oder im Bioladen kaufen können.

Halten Sie sich an einheimische, etablierte Kohlarten, einschließlich Rettich und Radieschen, die ganzjährig immer schnell reif sind und immer eine würzende, scharfe Ergänzung zu allen Salaten sind, bauen Sie Bohnenarten an wie Buschbohnen, lange Bohnen, dicke Bohnen. Spinat, Salate, Ruccola und Feldsalat, auch Mangold, Asia-Salate, Petersilie, Lauch, Sellerie in Blatt oder Knollenform, rote Beete und Möhren. Es gibt so viele dankbare und einfache Kulturen. Sogar Kartoffeln sind einfach und lockern nebenbei noch den Boden auf.

Tomaten sind die Lieblinge vieler Gärtner

Tomaten nehmen zwischen den Exoten und den bodenständigen, einfachen Kulturen einen Platz in der Mitte ein. Zudem sind sie die Lieblingskulturen vieler Gärtner. Es gibt unzählige Sorten und es ist auch kein Problem, an samenfeste Sorten zu kommen, bei denen Sie sich dann die Samen der schönsten Exemplare für die nächste Generation aus den reifen Tomaten verwahren können.

Leicht regengeschützt etwa unter einer Dachtraufe an der Hauswand oder unter halboffenen Tomatendächern gedeihen sie am besten. Haben sie einmal Fuß – oder eher Wurzel – gefasst, wachsen sie oft sehr schnell und sind dann eine eher einfache Kultur.

Trotz Mischanbau kommt es immer wieder zu Ernteüberschüssen und wenn die Ernte aus Ihrem Gemüsegarten einmal zu viel werden sollte, um sie direkt aufzuessen oder zu einer leckeren Mahlzeit zu verwandeln, dann ist es um so wichtiger, dass Sie ein paar zuverlässige Methoden kennen, um Ihr kostbares, mit viel Liebe angebautes Biogemüse fachgerecht zu konservieren, so dass Sie auch über die folgenden Monate noch davon zehren können.

Wer Gemüse haltbar machen möchte, sollte am Besten mehrere Methoden beherrschen

Natürlich kann man fast jedes Gemüse einfach einkochen. Allerdings ist das bei weitem nicht die schonenste Methode und für viele Gemüsearten auch nicht die leckerste. Schonende Methoden erhalten die wertvollen Vitamine, Mineralien und Vitalstoffe in Ihrem Gemüse und gewährleisten damit nicht nur eine vollwertige Nahrungversorgung im kommenden Winter und Frühjahr, sondern erhalten auch die natürlichen pflanzlichen Heilkräfte, die in vielen Gemüsearten stecken.

Nebenbei ist das Einkochen mit seinen oft empfohlenen viel zu langen Kochzeiten, Sterilisierungen, Wasserbädern und so weiter auch ziemlich energieintensiv. Einfrieren wäre zwar ebenfalls energieintensiv aber wenigstens deutlich schonender.

Können Sie Ihre Gemüse etwa sauer oder salzig einlegen, fermentieren oder in Erdmieten lagern, dann geht das im allgemeinen ganz oder fast ohne Energieverbrauch und die Gemüse behalten ihre wertvollen Inhaltsstoffe oder gewinnen bei der Milchsäurefermentation sogar noch welche dazu.

Wir stellen Ihnen im Folgenden einige Arten der Konservierung durch Trocknung für Ihre Gemüse vor. Dabei gibt es Methoden, die

Schonende Arten der Gemüsekonservierung durch Trocknung

  • Einfach Trocknen ganz oder in Teilen

Trocknen ist eine uralte Konservierungsmethode, die wir hauptsächlich von Kräutern her kennen. Hängen Sie einen Strauß Kräuter kopfüber unter ein trockenes Vordach, in den Speicher oder in einen Schuppen und tüten Sie die Kräuter luftdicht ein, sobald sie trocken sind und bevor sie an der Luft zu viel von ihrem Aroma verlieren.Aber auch Gemüse kann man trocknen und natürlich auch Gemüsemischungen, die man später an Soßen oder Suppen gibt oder aus Obst oder Gemüse hergestellte Pasten. Für Obst eignen sich alle möglichen Mischungen, mit Vanille oder Zimt abgeschmeckt, mit Sesam überstreut, dünn ausgestrichen und an der Sonne getrocknet. Wenn Sie an der Sonne trocknen können, dann ist diese Art Gemüse haltbar zu machen nicht nur sehr schonend – man spricht dann von „Rohkostqualität“ sondern es verbraucht auch keine Energie. Bei schlechtem Wetter oder wenn die Sonne nicht mehr genug Kraft hat, erledigt es der Backofen auf 60°C mit leicht geöffneter Tür innerhalb von fünf bis zehn Stunden.

Wenn Sie Geschmack am Trocknen finden, dann lohnt sich ein Dörrautomat, der mit noch niedrigeren Temperaturen arbeitet, so dass sie wieder Rohkostqualität erreichen.
Außer Kartoffeln eignen sich fast alle Gemüse zum Trocknen. Sie können zum Beispiel Tomaten halbieren, salzen und wenn sie trocken sind in sterilisierten Gläsern in Olivenöl verwahren. Mixen mit Olivenöl, abschmecken mit italienischen Kräutern, gibt eine leckere Tomatenpaste, die sich wunderbar auf der nächsten Pizza macht oder als Grundlage für Tomatensaucen.

Trockengut lässt sich aber überall verwahren, wo Sie einen völligen Luftabschluss garantieren können. Bei Marmeladengläsern ist oft der Deckel nicht ganz dicht. Hier hilft einfach etwas Plastik aus einer Plastikverpackung über das Glas zu legen, bevor man es zuschraubt. Tüten mit Zip-Verschlüssen können sehr dicht sein.

  • Gemüsebrühe

Wenn Sie auf Geschmacksverstärker, wie Glutamat, chemische Aromen, Zucker und gehärtetes Fett auch gerne verzichten, dann machen Sie sich doch einfach Ihren eigenen Ersatz für Brühwürfel, Gemüsebrühe oder Tütensuppen! Verwenden Sie Gemüse, wie Lauch, Zwiebeln, Möhren, Tomaten, Paprika, Chilis, Sellerie oder Knollensellerie, Asiasalate, Kohl, Kohlrabi oder was immer Sie gerne in Ihrer Gemüsesuppe hätten. Als Gewürze eignen sich beispielsweise Garten- oder Wildkräuter, wie Bärlauch, Gundermann, Giersch, Brennnessel, Majoran, Liebstöckel, Gelbwurzel oder Ingwer, Thymian, Knoblauchsrauke, Petersilie oder andere. Auch Reste können Sie in die Tütensuppe oder die Gemüsebrühe einarbeiten. Junges Grün von Radieschen, Möhren, Kohlrabi und so weiter lässt sich auf diese Weise verwerten.

Hacken Sie alle Zutaten fein oder zerkleinern sie im Mixer mit Meer- oder Himalayasalz zu Brei, den Sie dann wie oben beschrieben im Ofen, an der Sonne oder im Dörrautomaten trocknen. Die Trocknungszeit sollte bei 60°C mit Umluft etwa acht Stunden betragen und bei 40°C etwa 12 Stunden. Nach dem Trocknen zerbrechen Sie die Masse in kleine Stückchen oder mixen sie noch einmal und verwahren sie dann luftdicht.

  • Tütensuppen

    Sie möchten vielleicht nicht nur Gemüse haltbar machen, wenn Sie einen Überschuss an Ernte haben, sondern auch, wenn beim Kochen etwas übrigbleibt. Wie oft ist es Ihnen schon passiert, dass Sie nur eine halbe Zwiebel brauchten, nur einen halben Blumenkohl oder dass Möhren, Gurken oder Tomaten im Kühlschrank so alt geworden sind, dass Sie sie nur noch wegschmeißen konnten? Knollensellerie, Weißkohl, Kürbis: Viele Gemüsearten sind so groß, dass man sie für ein Rezept nicht ganz verbraucht.

    So gehen Sie vor: Schneiden Sie das übrige Gemüse in kleine Würfel, die Sie dann, wie bereits beschrieben an der Sonne, im Backautomaten oder Backofen möglichst schonend trocknen.
    Beschriften Sie ein sauberes Glas und füllen Sie die trockenen Würfelchen ein. Neue getrocknete Reste geben Sie in Gläser, wo ihnen die Mischung gefällt. Wenn ein Glas langsam voll wird, geben Sie Salz dazu, wenn Sie möchten auch Nudeln oder Reis und bald haben Sie ein paar Gläser für schnelle Fertigsuppen zur Auswahl.

Wir bei Pineca fertigen seit vielen Jahren Garten- und Wohngebäude aus Holz her und stellen unsere Erfahrung und Innovationskraft ganz in den Dienst unserer Kunden.

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