Essbare Blüten

Dass Blüten und Blumen, die man als Dekoration auf dem Salat oder am Rande von Gerichten findet, auch essbar sind, nimmt man zwar gerne an, aber dass man aus Blüten ganze Salate und richtige Mittagessen zubereiten kann, wissen schon Weniger. Wir werden im Folgenden einmal etwas in die Welt der essbaren Blüten eintauchen, die nicht nur schön aussehen, gesunde, vitaminreiche Nahrung bieten, oft auch Heilkräfte besitzen und Eigengeschmäcke, die man tatsächlich als Würze in seine Küche integrieren kann.

Essbare Blüten in der mitteleuropäischen Küche

Das beste Beispiel für eine essbare Blüte ist die Artischocke. Hier ist es die Blütenkospe, eine Korbblüte, die – extra groß gezüchtet – mitsamt ihrem Blütenboden und den fleischigen Seitenblättern eine schon aus der Antike stammende, bekannte Delikatesse ist. Von Rosen werden Blütenblätter verwendet in Ölen, Konfitüren, Bowlen, Gelees, Sirupen und Tees.

Erst in letzter Zeit ist das alte Wissen über die essbaren Blumen wieder mehr bekannt geworden. Gänseblümchen, Löwenzahnknospen als Kapernersatz, Holunderblüten sind Beispiele für Blüten, die vermehrt in Küchenratgebern und Rezeptegruppen auftauchen.

Wir möchten die Auswahl etwas erweitern und sehen uns einmal einheimische Blütenpflanzen an, die wir in der Reihenfolge der Blüte im Jahr auflisten.

Essbare Blüten im Frühjahr

* Der Huflattich: Seine Blüte sieht auf den ersten Blick so ähnlich aus, wie die des Löwenzahns. Sie erscheint jedoch vor den Blättern, was beim Löwenzahn nicht vorkommt und sie ist kleiner. Blüten und Stengel schmecken mild, etwas süßlich und sind hervorragend für Salate und alles Mögliche andere geeignet.

* Die Vogelmiere: Auch hier ist die gesamte Pflanze essbar und heilkräftig. In der Küche kann die gesunde Pflanze ähnlich wie Feldsalat verwendet werden.

* Das Gänseblümchen: Die Blüten sind wie die Blätter auch essbar und haben einen leckeren, nussigen Geschmack. Die vitaminreichen Blätter und Blüten sind in der Kräuterheilkunde gut bekannt und besitzen heilkräftige Wirkung bei vielen Beschwerden.

* Die Primel: Primeln oder auch Schlüsselblumen sind lecker, nahrhaft, gesund und auch sehr dekorativ.

* Das Wiesenschaumkraut: Es schmeckt ein bisschen wie Brunnenkresse: Scharf, aromatisch, gut in Salaten, Suppen und Gemüsepfannen.

* Der Löwenzahn: Während die Blätter sehr bitter, blutreinigend und entschlackend sind und daher möglichst jung geerntet werden sollten, eignen sich die Blüten für Tees, Tinkturen zur Verdauungsförderung, Bäder, zur Bereitung von veganem Löwenzahnhonig und für die Hautpflege. Die Knospen werden als Kapernersatz genutzt. Kaum eine Pflanze enthält mehr der Vitamine A und C.

* Die Knoblauchsrauke: Hier weist schon der Name auf den Geschmack hin: die Blüten und Blätter würzen alle Gerichte bis hin zu italienischen Nudelsoßen.

* Die Taubnessel: Wenn man an den großen Lippenblüten saugt, dann schmeckt man oft den süßen Nektar heraus. Aber auch die Blätter sind essbar.

* Die Goldnessel ist eng verwandt mit der Taubnessel und wird genauso verwendet.

* Das Stiefmütterchen: Seine Blüten wirken blutreinigend und entzündungshemmend und machen sich gut als Dekoration für viele Gerichte oder auch als eine Hauptzutat in Salaten.

* Das Vergissmeinnicht: Eine schöne Blüte mit wenig charakteristischem Geschmack. Sie eignet sich daher besonders gut als Dekoration zu allen möglichen Gerichten.

* Die Platterbse: Wer Zuckerschoten liebt, kennt auch schon den Geschmack der Blüten der Platterbse: Mild, lecker, nahrhaft, wohlriechend.

* Obstbäume: Sowohl die Blätter als auch die Blüten von Obstbäumen sind essbar

* Die Brunnenkresse: Wie die Blätter, so schmecken auch die Blüten etwas scharf und aromatisch nach Kresse. Man kann sie auch trocknen und so zum Würzen in der Küche konservieren.

* Die Duftgeranie: Eine große Vielfalt von Aromen bieten hier für fast jedes Gericht die richtige Begleitdekoration oder Würze. Für die Küche sind selbstgezogene oder Pflanzen aus dem Bioanbau geeignet, weil Topfpflanzen meist nicht als Küchenzutat verkauft werden und also auch giftige Chemikalien, wie Fungizide, Pestizide usw. enthalten können.

* Der Gundermann: Auch hier schmeckt man, wie bei der Taubnessel ein wenig den süßen Nektar heraus, der sich mit dem Eigengeschmack der Blüte sehr schön kombiniert. Ideal für Salate, Suppen und Dekorationen.

* Der Bärlauch: Wie die Blätter, so sind auch die Blüten nutzbar. Allerdings wird empfohlen, dazu Bärlauch aus eigenem Garten zu verwenden, um die wilden Vorkommen nicht zu stark zu reduzieren.

* Der Rote Klee: Die Blüten sind eine leckere, appetitanregende und gesunde Erweiterung Ihrer Küchenzutaten.

* Die Margerite: Salate, Suppen und tolle Deko: Die Blüten sind gesund, nahrhaft und besitzen einen ganz charakteristischer Geschmack.

Essbare Blüten im Sommer

* Die Kapuzinerkresse: Die Blüten sind schon fast eine Delikatesse, sie wirken bakterizid und sind natürlich wunderbar dekorativ.

* Das Johanniskraut: Wie das Kraut so wirken auch die Blüten des getüpfelten Johanniskrautes stimmungsaufhellend.

* Der Ehrenpreis: Wie das ganze Kraut haben auch die Blüten Heilkräfte und einen charakteristischen, leicht bitteren Geschmack.

* Der Wegerich: Alle Wegericharten: Spitz-, Breit- und mittlerer Wegerich sind essbar. Die Blütenknospen schmecken etwas nach Champignons und lassen sich etwa braten oder karamellisieren.

* Die Wildrose: Wie bei Zuchtrosen, so werden hier meist nur die Blütenblätter verwendet. Leicht süßlich, duftend und sehr dekorativ. Wenn Sie lediglich die Blütenblätter abzupfen, so können Sie dann im Herbst die Hagebutten auch noch ernten.

* Der Borretsch: Wie das Kraut gut als Würze zu Gurken passt, so passen auch die zartblauen Blüten des Borretsch gut als Dekoration oder Zutat für Salate oder anderen Gerichten mit Gurken.

* Der Cystus: er wird auch Zistrose genannt. Hier werden – wie bei Wild- und Kulturrosen – die Blütenblätter verwendet, allerdings haben auch die grünen Pflanzenblätter eine Menge gesunder Inhaltsstoffe und heilkräftige Wirkungen.

Essbare Blüten im Spätsommer und Herbst

* Die Goldrute: Ihre Blätter und Blüten werden gerne in Nieren und Blasen-Tees verwendet. Die gelben Blüten sind auch sehr dekorativ und schmecken bitter.

* Die Ringelblume: Sie ist bekannt für ihre medizinischen Wirkungen und wird auch oft äußerlich angewendet. Als Speise werden meist nur die Blütenblätter verwendet.

Vorsicht! Wenn Sie jetzt glauben, dass eigentlich fast alle Blüten essbar sind, so ist das leider falsch. Es gibt auch giftige Blüten! Informieren Sie sich ausführlich, bevor Sie unbekannte Blüten essen!

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