Einen Wasserfall im Garten selber machen

Wasser ist das Element, welches für alles Leben auf unserem Planeten und natürlich auch im Garten essentiell ist. Während eine effektive Bewässerung des Gartens besonders in der Gartensaison eine Grundlage jeder Gärtnerei bildet, ist es eine Frage guter Gartenarchitektur, das Wasser auch sichtbar und/oder auch hörbar als belebendes Element im Garten herauszuheben.

Das Plätschern eines Wasserfalls gehört zu den Dingen, die uns dann mit allen Sinnen verstehen lassen, dass wir im eigenen Garten in der fruchtbaren und heilsamen Natur angekommen sind. An vielen Orten ist so ein Plätschern auch nützlich, weil es den Verkehrslärm im Hintergrund übertönen wird. Zusätzlich wird offenes, fließendes oder fallendes Wasser auch die Luftfeuchtigkeit erhöhen und einen gewissen Luftreinigungseffekt haben. Durch einen Wasserfall wird ein Garten noch viel mehr zu einer lebendigen Oase der Natur, als er es vorher schon war.

Dabei ist es gar nicht schwer, so einen Wasserfall im Garten selber zu bauen. Lesen Sie im Folgenden, wie es geht und was es für Möglichkeiten gibt.

Ein Wasserfall im Garten – Ein Prinzip, viele Ausführungen

Das Prinzip ist, dass Wasser von einer erhöhten Stelle zu einer tieferen Stelle fließen oder fallen soll. Dort wird es aufgefangen und mit einer Pumpe wieder zu der erhöhten Stelle gepumpt. Die Ausführungen sind unendlich. Jeder kann bei der Gestaltung seines Wasserfalls seiner Phantasie, seinen Ideen freien Lauf lassen.

Wenn Sie bereits einen Gartenteich besitzen, dann bietet sich dieser als Auffangbecken für den Wasserfall an. Das fallende, mit Sauerstoff angereicherte Wasser wird dem Ökosystem Ihres Gartenteiches gut tun. Auch ein Swimmingpool kann natürlich mit einem Wasserfall ausgestattet werden, wo das fallende Wasser dann zu Wasserspielen einlädt.

Eine weitere Möglichkeit ist, das Wasser am Fuß des Wasserfalls auch ohne Becken aufzufangen und direkt wieder nach oben zu pumpen.

Generell gibt es zwei Möglichkeiten, einen solchen Wasserfall auszuführen: Sie bauen ihn so, dass man sieht, dass er künstlich gebaut ist oder Sie gestalten einen möglichst natürlich aussehenden Bachlauf mit Wasserfall. Beide Optionen haben Vorteile und beide bieten natürlich die erwünschte akustische Hintergrundkulisse für Ihr Gartenerlebnis.

Wie planen Sie Ihren Wasserfall?

Vielleicht die wichtigste Entscheidung ist, wo der Wasserfall hin soll. Die meisten Gartenbesitzer möchten ein solches Gartenhighlight wohl kaum irgendwo verstecken, sonders es soll möglichst vom Haus aus oder von der Terrasse am Gartenhaus, wo Sie so gerne sitzen und in den Garten schauen, gut sichtbar sein.

Ein weiterer Aspekt könnte sein, natürliche Steigungen oder Erhebungen auszunutzen, die schon im Garten vorhanden sind. Wo Sie das nicht haben, müssen Sie diese Erhebungen, auf denen dann der Wasserauslass, die Wasserfallschale, der Quellstein oder der Wasserspeier platziert wird, selber aufschütten oder mauern.

Achten Sie bei der Standortwahl auch auf Bäume. Deren Laub macht Ihren Bachlauf sicher natürlicher, aber es kann auch zu Verstopfungen führen, wenn es im Herbst nicht regelmäßig entfernt wird.

Ebenfalls frühzeitig sollten Sie die Wasserdurchflussmenge kalkulieren. Die Pumpe muss dann diese Leistung bringen und die Größe des Wasserfalls, des Bachlaufs oder des Auffangbeckens sollte damit übereinstimmen. Am besten sehen Sie sich einmal Wasserfälle im Baumarkt an und erkundigen sich, welche Leistung die dort verwendeten Pumpen haben, damit Sie eine Vorstellung bekommen.

Sowohl die Lautstärke der Pumpe, die irgendwo, vielleicht in einer gemauerten Kammer in der künstlichen Erhöhung schallisoliert aufgestellt wird, als auch die Lautstärke des Plätscherns hängt von der Wasserdurchflussmenge ab.

Kompakte Ausführungen in kleineren Gärten

Nicht in jedem Garten ist genug Platz für einen über Natursteine von Zwischenbecken zu Zwischenbecken plätschernden natürlichen Bachlauf, der dann in einem Feuchtbiotop mit Naturswimmingpool endet. Auch mit viel weniger Platz können Sie sich einen Wasserfall im Garten selber machen. So können Wasserbecken etwa aus Natursteinen nachempfundenen Betonsteinen mit Hilfe von Silikon wasserdicht gemauert werden und das Wasser dann breit frei aus einer Wasserfallschale in einer Mauer dahinter herunterfallen.

Bei solchen kompakten Lösungen, bei denen sehr viel Gewicht auf recht kleine Flächen von vielleicht nur 1,5 bis drei Quadratmetern gestellt wird, kann es wichtig sein, den Untergrund vorher mit einem Fundament zu befestigen.

Es gibt im Handel auch fertige Wasserfallsätze in allen Ausführungen von modern bis natürlich zu kaufen, die für kleine Gärten oder sogar für Terrassen und Balkone geeignet sind.

Mauern als Hintergrund

Wenn Sie das Wasser frei herunterfallen lassen möchten, dann eignen sich Mauern gut, die oben die Wasserfallschale oder den Wasserspeier aufnehmen und an deren Fuß unten ein Wasserbecken das Wasser auffängt. Dabei ist für eine gute Stabilität nicht nur ein fester Untergrund und möglicherweise ein Fundament nötig, sondern die Mauer muss auch im Verbund stabil errichtet werden. Ob Sie die Mauer mit Zement mauern oder als Trockenmauer hochziehen, in deren Ritzen dann später vielleicht Farne, Flechten oder Algen Platz finden, ist dabei Ihre Wahl. Auch Holzwände aus Bohlen, Eisenbahnschwellen oder Rundhölzern können für die entsprechende Fallhöhe sorgen.

Solche Konstruktionen sind meist sehr platzsparend zu verwirklichen.

Natürlicher Bachlauf

Ein natürlicher Bachlauf braucht etwas mehr Platz. Generell sollten Sie dafür erst einmal die Technik einbauen: Die Pumpe braucht einen geschützten Standort, die Elektrik für die Pumpe muss fachgerecht als Außenanschluss ausgeführt werden, der Bachlauf wird gestaltet, mit Beton oder gemauerten Elementen seitlich stabilisiert und dann mit Teichfolie ausgelegt. Zwischenbecken, Stufen oder Terrassen bremsen das Wasser ab und wirken natürlich. Sie können aus Beton gegossen werden oder Sie verwenden gekaufte Teichbecken.

Dieselben Optionen gibt es für das Auffangbecken, falls Sie nicht einen schon bestehenden Gartenteich nutzen. Die Rohre, durch die das Wasser wieder hinaufgepumpt werden, könnten Sie so verlegen, dass Sie bei Bedarf später leicht wieder heran können, ohne dass Sie Ihren befestigten Bachlauf dabei zerstören müssten. Befestigen Sie Ihren mit Teichfolie ausgekleideten Bachlauf seitlich mit Steinen und Zement. Vergessen Sie auch nicht, genug flache Stellen einzubauen, auf denen später größere Natursteine Halt finden können. Sobald die Teichfolie und die Technik fertig sind, probieren Sie aus, ob alles funktioniert, bevor Sie an die Naturdekoration und Bepflanzung gehen.

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