Showroom Besuchen Sie unsere Ausstellung in Wuppertal Mehr Info → Showroom Unsere Ausstellung in Wuppertal →
Close

Einen Feigenbaum überwintern – Tipps und Tricks

Feigenbäume, ursprünglich im Mittelmeerraum heimisch, werden auch in Mitteleuropa immer beliebter. Hier tauchten sie zuerst in geschützten, sonnigen Hinterhöfen auf, wo sie von sonnenbeschienenem Gemäuer gewärmt wuchsen. Inzwischen wurden aber auch immer mehr Variationen gezüchtet, die als winterhart gelten, so dass sie an geschützten Standorten in wärmeren Klimazonen, Weinbaugebieten oder an der Küste meist ohne Problem überwintern, selbst wenn es einmal ein paar Nächte bis minus 15°C hinunter geht.

Überall sonst ist es jedes Mal Glück, wenn im Winter die Temperaturen nicht lange Zeit unter 15°C fallen und der Feigenbaum überlebt. Wie Sie Ihrem Feigenbaum helfen, sicher über den Winter zu kommen, lesen Sie in unserem Artikel.

Die Feige kommt in vielen Unterarten vor

Die Echte Feige (Ficus carica) wird schon seit Tausenden von Jahren im Mittelmeerraum angebaut, wo es auch eine große Vielfalt von Sorten, Unterarten und Varietäten gibt. Die meisten Arten haben eine komplexe Fruchtbildung und Bestäubung, die auch eine Gallwespe, die Feigengallwespe (Blastophaga psenes) miteinschließt. In Deutschland gibt es fast ausschließlich sogenannte „Herbstfeigen“, die jungfernfrüchtig (parthenokarp) sind, das heißt, sie bilden Früchte auch ohne Bestäubung. Die für die Bestäubung zuständige Feigengallwespe gibt es in Deutschland gar nicht.

Im Feigenanbau werden meist Sorten wie Martinsfeigen oder Lussheim angebaut. Auch die aus Indien stammende Punjab-Feige (Ficus palmata) kommt vor.

Welche Sorten sind besonders winterhart?

Neben den bereits erwähnten Sorten Martinsfeige und Lussheim werden auch die Sorten Brunswick, Goldtropfen, Negronne, Ronde de Bordeaux, Florea, Hardy Chicago, „Blaue Pfälzer Fruchtfeige“, Dalmatie, Pastilière, Bananenfeige, Bornholmfeige, Bayernfeige und Madeleine des deux Saisons als besonders winterhart für den Anbau in Deutschland empfohlen.

Wie Sie am besten Ihren Feigenbaum überwintern

Prinzipiell gibt es drei Möglichkeiten

1. Überwinterung ohne Schutz im Freiland

2. Überwinterung im Freiland mit Winterschutz

3. Überwinterung im Kübel, der im Winter an eine besonders geschützte Stelle verbracht wird.

Zur Überwinterung ist es wichtig, dass das Wurzelwerk schon gut ausgedehnt ist und in Tiefen herunterreicht, die nicht frieren. Deswegen überwintert man junge Feigen gerne in Kübeln an geschützten Stellen, wie etwa im ungeheizten Gewächshaus, direkt an Hauswänden von beheizten Zimmern oder im Gartenhaus, welches mittels eines Frostwächters geschützt ist, der bei Frost angeht.

Überwinterung im Kübel

Dabei ist zu beachten, dass eine Überwinterung im Kübel zwar den Vorteil hat, dass Sie die ganze Pflanze an einen günstigen Standort bringen können, etwa auf einen Balkon oder eine Terrasse nahe an einer von innen beheizten Hauswand, es bedeutet aber auch, dass es keine tiefen Wurzeln im Boden gibt und dass der gesamte Kübel von allen Seiten aus vom Frost angegriffen werden kann. Sie könnten also den Kübel auch auf eine wärmeisolierende Unterlage stellen und mit Winterschutz, wie etwa Noppenfolie umhüllen. Von oben kann eine wärmende Mulchschicht auf die Erde. Auch den Feigenbaum selbst können Sie mit Wintervlies oder einer Binsenmatte schützen.

Schützen Sie den Kübel auch vor Niederschlägen. In niederschlagsreichen Wintern wird es sonst schnell zu feucht im Kübel.

Eine Überwinterung etwa im dunklen Keller mit Temperaturen am besten unter 10°C ist notfalls ebenfalls möglich, da die Feige ja im Herbst die Blätter abwirft. Temperaturen unter 10°C werden sicherstellen, dass der Feigenbaum in der Winterruhe bleibt und nicht beginnt auszutreiben. Besser ist eine Überwinterung mit etwas Licht, etwa in unbeheizten Zimmern, Treppenhäusern, Garagen oder frostgeschützten Gartenhäusern, denn auch die grüne Rinde des Feigenbaums wird im Winter etwas Licht aufnehmen.

Das Gießen ist über den Winter eine Kunst. Die Feige sollte sehr sparsam gegossen werden, damit die Wurzeln in nasser Erde nicht beginnen zu faulen. Ganz austrocknen sollte sie aber auch nicht.

Holen Sie Ihren Feigenbaum erst dann hinein, wenn wirklich starke Fröste im Anmarsch sind. Leichte Fröste, wie sie September oder Oktober auftreten können, schaden ihm nicht und er ist generell draußen immer besser aufgehoben als in geschlossenen Räumen.

Feigenbaum im Freiland überwintern

Haben Sie einen größeren Feigenbaum erworben oder möchten einen auspflanzen, der im Kübel groß geworden ist, dann suchen Sie vor allem eine windgeschützte, sonnige Stelle. Eine Südmauer, die die Sonnenwärme speichert und über Nacht wieder abgibt, ist ein idealer Hintergrund. Feigenbäume werden im Frühjahr ausgepflanzt, damit sie vor dem Winter genug Wurzeln bilden. Eine gute Ausbildung der Wurzeln ist mit entscheidend für die Winterfestigkeit. So können sie über Winter auch teilweise oberirdisch stark zurückfrieren. Das ist aber nicht schlimm, da sie doch noch aus dem überlebenden Holz wieder neu austreiben werden.

Feigenbaum überwintern mit Winterschutz

Wenn Sie Ihren Feigenbaum draußen in der Erde überwintern möchten, dann können Sie ihn, um auf der sicheren Seite zu sein, mit einem Winterschutz ausstatten. Dazu gehört ein Schutz des Wurzelbereiches etwa durch eine schöne dicke Mulchschicht aus Laub, Garten- und Küchenabfällen, Tannenzweigen oder was sonst so anfällt. Man kann zum Mulchen natürlich auch Material, wie Stroh oder Heu dazukaufen.

Ein Wintervlies lässt Licht durch, Luft schon weniger und schützt daher vor kalten Winden ohne den Feuchtigkeitsaustausch allzu sehr zu behindern. Es gibt Hauben, die über die Pflanzen gestülpt werden, aber, wenn Sie unserem Rat folgen, Feigenbäume erst dann draußen zu überwintern, wenn sie schon etwas älter sind, dürften Hauben zu klein sein und Sie können das Vlies einfach über vier Holzpfosten legen, die Sie rings um den Feigenbaum im Boden befestigen. Sie können das Vlies dann festnageln oder -tackern, aber unbeschädigt bleibt es, wenn Sie einfach eine Schnur, einen Spanngurt oder ein Befestigungsgummi um das Vlies und die vier Pfosten spannen, so dass es bei Wind nicht verloren geht.

Auch beim oberirdischen Winterschutz gilt wieder: Beginnen Sie nicht zu früh damit! Die kältesten Monate sind erst Januar und Februar. Wenn Sie den Winterschutz erst Ende November installieren, reicht das normalerweise. Sie können auch nach Wetterbericht vorgehen und erst dann das Vlies einsetzen, wenn eine Periode strengen Frostes angekündigt wird.

Pineca ist Ihre beste Wahl beim Kauf von hochwertigen Garten- und Wohngebäuden zu sehr konkurrenzfähigen Preisen!

Hinterlasse eine Antwort