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Einen Baum fällen – Tipps und Hinweise

Einen Baum fällen, ist schnell getan, solange er noch klein ist und sein Gewicht beim Umkippen keine größeren Schäden anrichten kann. Dazu holen Sie sich einfach die Baumsäge aus dem Gartenhaus oder vielleicht noch eine Axt. Die richtige Zeitperiode dafür wäre Oktober bis Februar, also generell die laublose Zeit wie auch bei größeren Bäumen, für die aber eine Menge weitere Faktoren ins Spiel kommen, die sowohl mit der Sicherheit für Sie, andere und natürlich umstehende Gebäude zu tun haben, sowie mit Vorschriften und Gesetzen, die nicht nur den Zeitraum regeln, in dem man überhaupt Bäume nur fällen darf, sondern in manchen Fällen auch den Stammumfang ab wann eine Baumfällung genehmigungspflichtig wird.

Mehr zu allen diesen Fragen lesen Sie in unserem Artikel.

Bäume fällen: Der Zeitraum

Bäume richtig einzuschätzen erfordert eine Menge Erfahrung. Wenn Sie einen Baum fällen möchten, der vielleicht bei Ihnen zu groß geworden ist, dann sollten Sie vielleicht besser erwägen, beim örtlichen Förster um Hilfe zu bitten. Wir können hier im Folgenden nur eine theoretische Übersicht geben.

* Ein Grund dafür, die laublose Zeit für Fällungen zu wählen, ist die Natur. Brütende Vögel dürfen nicht auf dem Baum nisten, sonstige Baumbewohner, wie etwa Eichhörnchen können die Fällung illegal machen.

* Holz, welches im Winter gefällt wird, führt weniger Wasser, ist also auch leichter zu trocknen.

* Ein wichtiger Grund ist auch, dass man den Baum ohne Laub besser betrachten kann. Man sieht, wie er gewachsen ist, vielleicht kann man abschätzen, nach welcher Seite er lehnt und ob er überhaupt in eine andere Richtung zum Fallen zu bringen sein wird.

Wenn der Baum in eine andere Richtung lehnt, als in die, in der er fallen soll, hilft unter Umständen weder die richtige Sägetechnik noch ein Zug mit Seilen am oberen Stammbereich. Fällt der Baum einmal in die falsche Richtung, dann sind je nach Größe mehrere Tonnen Holz in Fallgeschwindigkeit unterwegs, die alles unter ihnen zerschmettern werden. Wir müssen wohl nicht extra betonen, dass das Fällen eines solchen Baumes im Bereich ab etwa fünf Metern Höhe mit Lebensgefahr verbunden ist.

Eine sorgfältige Begutachtung vor der Fällung ist wichtig

* Neben dem Wuchs sind auch Faulstellen am Stamm sorgfältig in Betracht zu ziehen: Auch sie können zu sehr unvorhergesehenen Ereignissen führen.

* Sturmschäden oder starke Rückschnitte in der Vergangenheit können auch dazu führen, dass ein Stamm unter Spannung steht. Splittert der Stamm beim Sägen auf, besteht ebenfalls Lebensgefahr, falls Sie zufällig dort stehen, wohin das Holz schnellt.

* Ebenso verändert starker Frost die Eigenschaften des Holzes. Wählen Sie lieber eine etwas wärmere Wetterlage.

* Morsche Äste können beim Fällen herunterfallen und unvorhergesehenen Schaden anrichten.

* Borkenkäferbefall verändert das Verhalten des Baumes, wie auch das Fällen außerhalb der winterlichen Ruheperiode bewirkt, dass der Baum sich beim Fällen anders verhält.

Sicherungen der Umgebung vor der Fällung

Als generelle Regel sollten sich im doppelten Umkreis der Höhe des Baumes keine Personen aufhalten. Das gilt für jede Richtung, nicht nur die, in der man will, dass der Baum fällt. Wege müssen abgesperrt werden, Sachgüter, wie Autos sollten entfernt werden. Gebäude werden selbstverständlich nicht entfernt, aber hier sollte Ihnen das Risiko jedenfalls gut bewusst sein.

Auch bei Bäumen, die Sie eigentlich erhalten wollen, gibt es das Risiko, dass sie durch den fallenden Baum stark beschädigt oder gar umgelegt werden.

Bei Zweifeln gibt es immer noch die Methode, dass Bäume von geübten Baumfällern mit Kletterausrüstungen bestiegen und dann von oben nach unten so zerlegt werden, dass alle einzelnen herunterfallenden Teile gesichert sind.

Für die Person, die die Fällung vornimmt ist ein stolperfreier schneller Rückzugsweg vorzubereiten.

Windiges Wetter eignet sich nicht für Baumfällungen.

Die Technik

Die im Folgenden beschriebenen Techniken eignen sich nur für Bäume, die die oben erwähnte sorgfältige Sichtung ohne Einwände bestanden haben.

* Der Fallkerb: Man schneidet als erstes einen Keil in der Richtung heraus, in die man den Baum zum Fallen bringen möchte. Ein waagerechter Schnitt, die sogenannte „Fallkerbsohle“ führt bis etwa ¼ bis 1/3 des Stammdurchschnittes. Durch einen weiteren Schnitt von oben im Winkel von etwa 45° zum ersten Schnitt, wird ein Keil heraus gesägt und die Fallkerbe ist fertig. Sie nimmt dem Stamm in der Richtung die Stabilität, in die der Baum fallen soll.

* Von der entgegengesetzten Seite schneidet man den Stamm dann mit dem sogenannten „Fällschnitt“ in einer Höhe ein, die etwa 1/10 des Stammdurchmessers aber mindestens drei Zentimeter oberhalb der Fallkerbsohle liegt.

* Man schneidet den Fällschnitt nicht bis zur Fallkerbe durch, sondern lässt einen schmalen Steg stehen, der sich also durch den gesamten Stamm zieht. Das ist die sogenannte „Bruchleiste“, die den Stamm beim Fallen wie ein Scharnier in seiner gewünschten Fallrichtung halten soll.

* Oft wird der Fällschnitt mit einem Keil offengehalten. Sobald der Fällschnitt tief genug ist, kann der Baum durch weiteres Eintreiben des Keils umgeworfen werden.

* Nach dem Fall findet man die Reste der dann gebrochenen Bruchleiste in Form von höher stehenden Fasern. Diesen Rest bezeichnet der Baumfäller als „Waldbart“.

Die Ausrüstung

Zur Ausrüstung für das Fällen eines Baumes gehören:

* Beim Arbeiten mit einer Motorsäge: Ein Gehörschutz

* Arbeitshandschuhe

* Sicherheitsschuhe

* Ein Schutzhelm mit Visier

* Eine sogenannte Schnittschutzhose

Große Bäume in Wohngebieten sind eher eine Aufgabe für Fachbetriebe

Unsere Hinweise bisher haben Ihnen schon gezeigt, dass und warum das Fällen von größeren Bäumen eher eine Angelegenheit für erfahrene Fachleute ist. Gerade in Wohngebieten sollten Sie einen Fachbetrieb beauftragen. Die kennen sich meist auch mit den lokalen Vorschriften gut aus.

Es gibt eine Vielzahl von Vorschriften

Diese richten sich teils nach dem Bundesland, teils nach der Gemeinde. Lediglich das Bundesnaturschutzgesetz ist für ganz Deutschland gültig. Kommunale Bestimmungen regeln beispielsweise, ob das Fällen eines Baumes bei Ihnen genehmigungspflichtig ist oder nicht.

Es kann wichtig sein, sich auf diesem Gebiet genau zu erkundigen, denn Verstöße gegen solche Vorschriften können mit Bußgeldern bis zu € 50.000,- geahndet werden.

Für Pineca werden nordische Nadelbäume streng nach den Vorschriften und fachgerecht gefällt, aus denen wir dann unsere Wohn- und Gartengebäude in hoher Qualität für Sie fertigen.

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