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Eine Komposttoilette bauen

Biologischer selbstgemachter Dünger ist in aller Munde. Pflanzenjauchen, Flächenkompostierung und doch bleibt das Naheliegendste meist unerwähnt. Menschliche Ausscheidungen sind ein sehr guter, stickstoffreicher Dünger, er ist kostenlos, denn unser Körper produziert ihn ganz natürlich selbst. Er wird vor Ort produziert, lange Transportwege mit ihrer problematischen Umweltbilanz gibt es nicht und wir kontrollieren selbst, was darin ist. Antibiotika, Wachstumshormone, Beruhigungsmittel und all die chemischen Mittel, die wir in Dünger aus der Massentierhaltung erwarten müssen, sind nur darin, wenn wir selbst diese Medikamente nehmen. Jedenfalls können wir selbst entscheiden, ob wir von Fall zu Fall lieber die normale Toilette benutzen oder die Komposttoilette.

Lokale biologische Kreisläufe sind natürlich

Die Natur arbeitet gerne lokal. Eine Komposttoilette hilft, auch im eigenen Garten wichtige Stoffkreisläufe wieder natürlich und damit nachhaltig zu gestalten: Die Pflanzen nehmen die Sonnenenergie auf und speichern sie chemisch. Wir verwerten diese chemische Energie und scheiden die energieärmeren Reststoffe, die aber nach wie vor die essentiellen Pflanzennährstoffe enthalten, wieder aus. Was liegt näher, als diese den Pflanzen erneut zur Verfügung zu stellen, damit sie sie wieder mit Sonnenenergie aufladen können? Das ist so naheliegend, dass es noch bis vor etwa 50 Jahren ganz gängig und normal war, die Exkremente der Tiere und Menschen in der Landwirtschaft als Dünger einzusetzen.

Selbstgemachter Biodünger mit hervorragender Umweltbilanz

Für die Ernte dieses biologisch hochwertigen Düngers können wir eine Komposttoilette bauen. Man muss das nicht; ein Eimer würde reichen, in dem die Produkte der großen und kleinen Geschäfte dann halt in den Garten verbracht würden, aber wir lieben es zivilisiert. Es sollte optimiert sein, es sollte am besten auch geruchsneutral sein und die Exkremente sollten auch kompostiert sein, um der Verbreitung von Krankheiten, die durch frische Exkremente im Garten theoretisch möglich wäre, vorzubeugen.

Statistisch gesehen verbraucht jeder in Deutschland jährlich über 12.000 Liter bestes Trinkwasser für die Toilettenspülung, welches dadurch mit Nitraten verunreinigt und unbrauchbar wird. Das sind bei 70 Millionen 840 Milliarden Liter Trinkwasser pro Jahr. Die Komposttoilette verbraucht kein Trinkwasser und produziert umweltfreundlich Biodünger, ohne die ebenfalls umweltzerstörende Massentierhaltung durch den Kauf von Düngern zu unterstützen.

Wie funktioniert eine Komposttoilette?

Geruchsneutrale Kompostierung und leichte Handhabbarkeit: Eine gute Komposttoilette leistet das alles, Wenn Sie billig und umweltfreundlich an hochwertigen, biologischen Dünger für Ihren Garten kommen möchten, dann sollten Sie eine Komposttoilette bauen.

Bei der Komposttoilette findet eine aerobe Zersetzung der Exkremente statt. Das ist eben der Unterschied zur reinen Jauchegrube. Dazu kann man verschiedene Prinzipien nutzen:

* die Urinabscheidung

* die Kompostierung auf einem Gitterrost

Beides dient dazu, die Verrottung luftzugänglich zu gestalten. Durch spezielle Toilettensitze kann man eine Trennung des Urins von den festen Bestandteilen erreichen. Dabei wird der Urin in einem gesonderten Gefäß aufgefangen und kann dann gesondert verwertet werden. Eigenurin wird normalerweise in einer Verdünnung von 1 : 10 mit Wasser als Flüssigdünger eingesetzt.

Eine Vorkompostierung auf einem Gitterrost lässt den Urin gleich durchfließen, während feste Bestandteile erst nach und nach mit fortschreitender Verrottung durchrieseln.

Wie erreicht man eine Geruchsneutralität?

Nach jedem Geschäft wird dann nicht gespült, sondern das Produkt wird mit organischen Bestandteilen, wie etwa Kompost, Steinmehl, Holzasche, trockenen Blättern, Rasenschnitt, Sägemehl oder was auch immer verfügbar ist abgedeckt und damit wird auch der Geruch weniger.

Wenn Ihnen das nicht reicht, dann können Sie auch den Deckel luftabschließend gestalten und eine Lüftung von unten, wo der Kompost offen ist durch einen Luftabzug, etwa ein Ofenrohr nach oben gewährleisten.

Wo könnte die Komposttoilette hin?

Eine Komposttoilette bauen ist technisch kein großes Problem: Baupläne findet man im Internet, Zubehör, wie urinabscheidende Toilettensitze, Einstreu, Komposter bis hin zu elektrischen Lüftungen findet man ebenfalls im Handel. Jedoch ist der Platz auf dem häuslichen stillen Örtchen meist begrenzt. Wenn Sie keine Besenkammer oder eine Ecke im Keller ausbauen möchten, dann passt eine Komposttoilette auch gut in ein Gartenhaus. Auf diese Weise können Sie den fertigen Kompost dann gleich da ernten, wo Sie ihn auch gut gebrauchen können und das Platzproblem im Haus wird elegant umgangen.

Eine Komposttoilette kaufen oder selber bauen?

Für den Eigenbau sprechen folgenden Gründe:

1. Der Eigenbau lässt mehr Freiheiten beim Design und bei den gewünschen Funktionen

2. Der Selbstbau ist nicht sehr schwer, aber man kann damit viel Geld sparen, denn gekaufte Komposttoiletten sind normalerweise eher ziemlich teuer

3. Im Gartenbereich sind natürliche Baustoffe, wie etwa Holz, einfach beliebter. Der Innenausbau, etwa die Wanne zur Speicherung des Kompostes ist oft schon aus Plastik, da gefallen vielen Aufbauten aus Holz besser, als wenn diese, wie bei den käuflichen Modellen, auch noch aus Plastik bestehen.

Was sollten Sie beachten?

* Die Kompostierung braucht etwas Zeit. Daher müsste der Sammelkomposter ziemlich groß sein. Wenn Sie Ihre Komposttoilette im Haus betreiben, könnte es sinnvoller sein, einen eher kleinen Sammelbehälter zu verwenden, den Sie dann regelmäßig in einen Komposter draußen entleeren.

* Auch Lösungen mit Wechselbehältern sind möglich. Dabei schieben Sie einen mittelgroßen, vollen Sammelbehälter auf die Seite um ihm Zeit zu geben, die Kompostierung in aller Ruhe abzuschließen, während Sie einen zweiten Sammelbehälter für die Ernte von frischem Material verwenden.

* Schwarze Farbe der Sammelbehälter und Exposition zur Sonneneinstrahlung Richtung Süden hilft eine höhere Temperatur im Komposter zu erreichen und beschleunigt die Kompostierung. Aus demselben Grund kann man den Komposter auch mit Stroh oder Heu im Winter gegen die Kälte abschirmen.

* Für die Lüftung können Sie auch einen elektrischen Ventilator in das Luftabzugsrohr einbauen, den Sie bei Bedarf einschalten können.

* Bei fest installierten Kompostkammern, etwa aus Beton, bauen Sie eine Klappe oder Türe ein, damit Sie den Kompost leicht von außen ernten können. Bei Verwendung von Kompostern sollten diese durch diese Türe nach außen schiebbar sein, so dass Sie gut an den wertvollen Kompost herankommen.

* Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, empfehlen wir ihnen erst einmal eine Probephase mit kleineren Mengen, um zu testen, wie die Pflanzen den Kompost vertragen.

Für Wohn- und Gartengebäude, auch für Komposttoiletten, baut Pineca für Sie die richtigen Produkte aus Holz.

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