Ein Gewächshaus selber bauen

Jeder auch nur etwas ambitionierte Gärtner hat schon einmal über ein Gewächshaus nachgedacht. Es ist doch zu verlockend, zu versuchen, die knappe Zeit von etwa nur sechs Monaten, in denen es in Deutschland wahrnehmbar wächst und grünt, etwas an den Rändern, sprich nach vorne und hinten zu verlängern.

Wir hatten über Wintergemüse gesprochen. Hier geht es darum, auch im Winter und Vorfrühling frische Ernte aus dem Gemüsegarten am Gartenhaus zu holen. Das kann im Freiland oder auch unter Folientunneln und natürlich allen anderen Arten von zusätzlichem Schutz geschehen. Auch Frühbeete, überdachte Hochbeete, Schutzhauben oder -tunnel aus Vlies oder Folien verlängern die Saison für geeignete Gemüsearten.

Gewächshäuser bieten diese Möglichkeit für noch mehr Arten und sie sollten neben der Erntezeit auch die Wachstumszeit der Gemüse- oder Blumenarten deutlich verlängern. Und sie bieten natürlich oft mehr Platz als überdachte Beete.

Es gibt auch "Minigewächshäuser" etwa für die Frühanzucht auf der Fensterbank oder auf Balkon oder Terrasse. Im folgenden Artikel wollen wir uns allerdings damit beschäftigen, wie Sie ein begehbares Gewächshaus selber bauen können.

Es gibt verschiedene Arten von begehbaren Gewächshäusern

Die einfachste hatten wir schon genannt, das sind nämlich Folientunnel, die einfach so groß und hoch sind, dass man in ihnen aufrecht stehen, gehen und arbeiten kann. Allerdings haben sie durch ihre Größe doch gewisse Unterschiede zu kleinen Folientunneln. So sollten sie belüftbar sein und eine solide, sturmsichere Verankerung im Boden ist ebenfalls unumgänglich. Auch an die Folie stellt man wegen der auftretenden Kräfte bei Wind oder Schneelast, aber auch in punkto Haltbarkeit unter Sonnenlicht. höhere Ansprüche als an ihre kleineren Artgenossen.

Angelehnte Gewächshäuser lehnen sich an eine Wand meist eine südlich ausgerichtete Haus- oder Garagenwand an, was den Vorteil hat, dass die Wand sich an der Stelle durch die intensivierte Wärmestrahlung der Sonne stärker erhitzt wird. Das wiederum kann die Heizkosten im Haus vermindern und die gespeicherte Wärme der Wand heizt das Gewächshaus in der Nacht. Außerdem kann das Gewächshaus durch eine sonst nicht isolierte Wand auch durch die winterliche Heizung im Haus profitieren, so dass solche Gewächshäuser manchmal ganzjährig frostfrei bleiben.

Der Wintergarten führt dieses Prinzip einen Schritt weiter, indem er auch noch als Schleuse für einen Hauseingang und vielleicht Fenster fungiert, wo aus der geöffneten Türe entweichende warme Luft aus dem Hausinneren erst einmal festgehalten und von den Pflanzen zu Wachstum auch während der kalten Jahreszeit genutzt wird.

Das freistehende Gewächshaus kann über die gesamte Höhe der Seitenwände transparent und so sehr hell sein. Man spricht dann von ebenerdigen Gewächshäusern, bei denen dann auch oft direkt in den Boden gepflanzt wird. Natürlich kann man die Fläche auch durch Roste, Tische und Regale vergrößern. Bei Gewächshäusern, die auf einen gemauerten Sockel von bis zu einem Meter Höhe aufgesetzt sind, ist das Arbeiten an Pflanzen auf Tischen oder in Hochbeeten die Regel. Oft wird der Platz unter der Arbeitsfläche auch zur Verwahrung von alle möglichen Materialien und Zubehör genutzt.

Schließlich gibt es noch Tief- oder Erdgewächshäuser, die eine mehr oder weniger tiefe Grube überdachen. Bei halbtiefen Gruben gibt es noch eine Umrandung mit einer halbhohen transparenten Wand, die das transparente Dach trägt, es gibt aber auch Gruben, die so tief sind, dass nur noch ein transparentes Satteldach nötig ist, sie zu überdachen. Von solchen Erdgewächshäusern erwartet man, dass sie besonders leicht frostfrei gehalten werden können, oder dass sie durch ihre Lage im tiefen Boden schon von alleine frostfrei sind. Natürlich fehlt in einer tiefen Grube der Lichteinfall durch die Seiten aber durch das transparente Dach kommt noch genug Licht in das Innere. Die bauliche Herausforderung hier wird in manchen Lagen sein, auch bei größeren Regenmengen oder Schneeschmelze die Grube trocken zu halten.

Wichtig für die Planung: Welche Art von Gewächshaus wählen Sie?

Bei der Beschreibung der verschiedenen Arten von Gewächshäusern ist Ihnen vielleicht schon ein Favorit für Ihre Bedürfnisse und Zwecke aufgefallen. Die Frage: ein Gewächshaus selber bauen oder ein fertiges kaufen, stellt sich bei manchen Arten gar nicht, weil es meist nur freistehende oder angelehnte Gewächshäuser mit raumhoch transparenten Seitenwänden zu kaufen gibt. Diese sind dann allerdings für die Kulturen, für die sie oft angeschafft werden, nämlich Tomaten, Gurken und Paprikas ideal.

Auch die Größe ist natürlich ein Faktor, der gut geplant sein will, wie der Preis, der natürlich damit zusammenhängt. Wer sich von einem Eigenbau preisliche Vorteile verspricht, der könnte enttäuscht werden. Insbesondere Stegplatten aus Plexiglas, die gegenüber Polycarbonat den Vorteil haben, dass sie nicht vergilben und damit auch in fortgeschrittenem Alter noch viel Licht durchlassen, sind nicht billig zu haben.

Etwas anderes ist es vielleicht, wenn Sie etwa aus Hausabrissen oder Renovierungen alte Fenster günstig oder gar umsonst bekommen können. Aus solchen Resten allerdings ein ganzes, stabiles, dichtes und sicheres Gewächshaus zusammen zu bauen, erfordert einiges an architektonischen und bastlerischen Fähigkeiten, denn Glas ist wegen seines Gewichtes immer eine besondere Herausforderung.

Glas ist zwar wunderbar transparent und bleibt das auch aber es ist eben schwer und es isoliert nicht. Doppelglas tut das zwar, ist aber auch doppelt so schwer. Bei solchen Gewächshäusern sollte die Statik des Tragegerüstes also gut berechnet sein und auch eine Schneelast, sowie den Winddruck oder -sog bei Stürmen sollte man mit berücksichtigen.

Schließlich sollten Sie sich noch darüber klar werden, ob Ihnen ein sogenanntes kaltes – also völlig unbeheiztes Gewächshaus reicht oder ob Sie eine Art von Heizung oder Frostwächter einbauen möchten.

Standort

Es werden meist Südlagen und sonnige Standorte empfohlen, um die Heizkraft der tiefstehenden Frühlings- und Herbstsonne optimal auszunutzen. Wenn Sie so einen Standort wählen, dann müssen Sie sich bewusst sein, dass Sie dann für den Sommer auch gute Beschattungs- und Lüftungsmöglichkeiten haben sollten.

Eigenbau

Wenn Sie sich für einen Eigenbau entscheiden, dann also meist, weil Sie bestimmte Formen, Größen, bauliche Vorgaben durch Haus oder Grundstück haben oder bestimmte Funktionen im Sinn, für die es im Handel keine Produkte gibt. In dem Fall ist eine einfache und empfohlene Möglichkeit eine leichte Konstruktion aus Holzbalken und Plexiglas-Stegplatten, die gut im Boden, am Fundament oder auf den Grundmauern verankert sein will, damit sie auch starke Stürme unbeschadet überlebt.

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