Die 7 Elemente der Raumgestaltung

Blockbohlenhäuser, Blockhäuser, Holzhäuser bieten eine einmalige Wohnatmosphäre, die durch ihr Baumaterial, nämlich Holz erzeugt wird. Ebenso wichtig für das Wohnerlebnis ist natürlich die Architektur und die Raumaufteilung. Raumhöhen, Grundrisse, offene und private Bereiche sind funktional, aber die Art ihrer Ausführung erzeugt auch eine Wirkung auf die Bewohner. Es gibt Architektur, in der man sich einfach wohl fühlt.

Es soll hier in unserem Artikel nicht um verschiedene Baustile gehen. Ob modern oder rustikal, traditionell oder ungewöhnlich spielt bei den 7 Elementen der Raumgestaltung, die wir im Folgenden vorstellen werden, keine Rolle. Diese Prinzipien sind für alle Baustile gültig. Auch die Inneneinrichtung ist etwas anderes. In den Räumen, die gestaltet wurden, lassen sich alle möglichen, auch wechselnden Inneneinrichtungsstile verwirklichen.

1.Element: Raum

Natürlich ist das Element Raum selber das wichtigste unter den 7 Elementen der Raumgestaltung. Es ist die Basis für den gesamten Raumgestaltungsplan. Werden Sie sich seiner Eigenschaften bewusst: seine Verfügbarkeit, seine Funktionen, seine Wirkung aus allen Perspektiven und wie Sie mit ihm arbeiten können.

Es gibt im Wesentlichen zwei Arten der Unterteilung:

1. Die Dimensionen: Ein Grundriss betrachtet vorwiegend den zweidimensionalen Aspekt des Raumes, die Flächen und ihre Aufteilung. Erst wenn die dritte Dimension mit einbezogen wird, ergibt sich der Wohnraum.

2. Die Nutzung: leerer Raum, der frei verfügbar ist und gefüllter Raum, etwa mit Möbeln oder auch Dekoration sind hier die beiden Pole, die ganz gegensätzliche Wirkungen erzeugen. Der kundige Raumgestalter weiß um diese Wirkungen und nutzt sie, um letztlich zu einem Gleichgewicht zwischen ihnen zu kommen.

Das Wissen um diese Eigenschaften der Räume ist die Grundlage einer erfolgreichen Raumgestaltung.

2. Element: die Linien

Linien sind wie Wegweiser für den Blick und das Wohnerlebnis. Vergessen wir nicht, dass gerade Linien in der Natur nicht vorkommen. Auch wenn Blockbohlenhäuser oder Holzhäuser durch ihr Material eine Verbindung zur Natur erzeugen: Die durch die geraden Linien erzeugten Formen sind künstlich und wir sollten verstehen, wie wir sie einsetzen und welche Wirkungen sie haben.

Man kann Linien grob in drei Kategorien unterteilen:

1. Horizontale Linien: Sie erzeugen ein Gefühl von Sicherheit, von bewohnbarem Raum.

2. Vertikale Linien: Sie erzeugen ein Gefühl von Freiheit und Ausdehnung

3. Dynamische Linien: Damit sind alle Linien gemeint, die weder horizontal noch vertikal sind oder solche, die auch gar nicht gerade sind. Sie assoziieren Aktivität und Dramatik.

Wie bei allen anderen Elementen kommt es auch bei der Raumgestaltung durch Linien darauf an, diese Elemente bewusst einzusetzen und letztlich über die Kontraste hinweg zu einer Harmonie zu kommen.

3.Element: Formen

Jedes dreidimensionale Objekt bildet eine Form. Formen können unterteilt sein oder sich aus mehreren Teilformen zusammensetzen. Man spricht von Formen, wenn die Objekte ganz sichtbar sind oder jedenfalls ihre Gesamtform erkannt werden kann. Das kann also bei Objekten der Architektur, wie in offenen Räumen errichteten kleineren Zimmern oder Unterteilungen auftreten oder auch bei kleineren Objekten, wie bei Möbeln, Einrichtungs- oder auch Dekorationselementen, wie bei allem, was sich in den Räumen befindet. Man kann auch Formen auf zwei Arten betrachten:

1. Offene Formen, in die man hineinsehen kann und geschlossene Formen, die lediglich ihre Oberfläche zeigen

2. Geometrische Formen oder organische, natürliche Formen

Formen besitzen ihre ganz eigene Wirkung, die durch weitere Gestaltungselemente, wie Farben, Muster und Oberflächen ergänzt werden.

4.Element: Licht

Es ist sicher kein Zufall, dass dieses Element auf Platz vier von den sieben Elementen, also genau in der Mitte, steht. Das Licht ermöglicht ja letztlich erst, dass wir die gestalteten Räume überhaupt sehen können und Licht hat auch meist viel mehr, als nur optische Wirkungen. Gerade natürliches Licht mit seinem breiten Spektrum wird nicht nur gesehen, sondern auch gespürt. Auch sollte man Licht nicht mit hellen oder dunklen Farben verwechseln: Sicher tragen auch Farben zum Licht in einem Raum bei, aber eine helle oder dunkle Farbe wirkt völlig unterschiedlich, wenn sie beleuchtet ist oder nicht.

Eine bewusste Lichtgestaltung kann Aspekte einzelner anderer Elemente betonen oder verdecken und bedient sich dreier Komponenten:

1. Funktionales Licht: Diese ist nötig, um die verschiedenen Aufgaben im Wohnbereich gut und sicher ausführen zu können: Als Beispiel: Die Leselampe oder die Beleuchtung der Arbeitsplatte in der Küche.

2. Akzentuierendes Licht: Damit ist gemeint, dass einzelne Elemente oder Gegenstände durch Licht betont werden

3. Stimmungslicht: Dieses Licht bestimmt die Gesamtstimmung des Raumes. Hier sind sicher auch Lösungen möglich, wo – etwa durch Dimmer oder durch zusätzliche Schalter – zwischen Funktionslicht und Licht für passivere Phasen gewechselt werden kann.

5. Element: Farben

Farben sind als Gestaltungselemente so bekannt, dass wir sie kurz abhandeln können. Sie haben eine zentrale Bedeutung und Wirkungen, die Verbindungen schaffen können, Räume überbrücken, Beziehungen herstellen, Stimmungen begründen, Einheit oder Kontraste schaffen, aktivieren oder beruhigen. Hier wäre auch zu berücksichtigen, dass Farben bei verschiedenen Menschen auch durchaus individuell wirken oder mit unterschiedlichen Assoziationen besetzt sind.

6. Element: Beschaffenheit, Material

Beschaffenheit, Material, Textur: Verschiedene Materialien werden auf besondere Arten bearbeitet und zeigen dann spezielle Oberflächen. Holz ist ein Beispiel für ein Material, welches Wärme und Wohnlichkeit ausstrahlt. Blockbohlenhäuser, bei denen das Baumaterial innen noch dominant sicht- und fühlbar bleibt, profitieren dann auch von interessanten Kontrasten, wie Stein und Metall oder von Ergänzungen, wie Wasser.

Man kann unterscheiden in

1. Sichtbare Beschaffenheit

2. Sicht- und fühlbare Beschaffenheit, etwa bei Sitzmöbeln, Kissen, aber auch bei Wänden, Möbeln oder allen anderen Komponenten der Inneneinrichtung.

7. Element: Muster

Damit sind in der Raumgestaltung nicht nur Muster gemeint, wie sie in Textilien oder Tapeten auftreten, sondern alles, was als Muster erkannt werden kann. Das können die Kacheln an der Wand oder auf dem Fußboden sein, die Abfolge der Fenster, die Deckenverkleidung oder der Stil der Türklinken. Machen Sie sich bewusst, welche Arten von Mustern, von Prinzipien, sich durch Ihren Wohnraum ziehen und wie sie sich dadurch ziehen.

Hier, wie bei allen anderen Elementen geht es um bewusste Gestaltung, Kontraste, Auflösungen, Harmonie, aktivierende und beruhigende Wirkungen und eine perfekte Wohnumgebung für Sie.

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