Bohnen pflanzen – Wie machen Sie es richtig?

Bohnen anbauen ist eine der lohnendsten Tätigkeiten im Garten. Nicht nur sind sie eine dankbare Kultur, die auch Anfängern meist gut gelingt, sie gedeihen als Schwachzehrer auch auf mageren Böden, ja verbessern diese sogar, und sie sind als vitamin- und eiweißreiches Nahrungsmittel äußerst wertvoll und noch dazu leicht zu konservieren, so dass Sie Überschüsse auch leicht im Winter noch genießen können.

Wir werden im folgenden Artikel darauf eingehen, wie Sie Bohnen erfolgreich kultivieren können.

Viele Sorten und zwei mögliche Kategorien

Weltweit gibt es etwa 700 verschiedene Bohnensorten von denen viele nach den Eisheiligen, manchmal auch schon etwas davor in Deutschland ausgesät werden können. Die Bohnen Aussaat erfolgt meistens direkt ins Freiland, da sie wegen ihrer großen Samen schon als Keimling schnell hoch wachsen und eine Voranzucht daher meist keinen Sinn macht, auch weil das Wurzelsystem eher empfindlich ist. Daher säen Sie Bohnen am besten gleich dahin, wo sie auch groß werden sollen.

Bei der Unterscheidung der Sorten kann man sich auf die botanischen Arten beziehen, auf die Farben der Kerne oder natürlich auch auf den Geschmack, aber für den Anfang sind zwei mögliche Kategorien wichtig, nämlich

  • braucht die Bohne eine Rankhilfe (Stangenbohne) oder wächst sie ohne Hilfe (Buschbohne) und
  • essen Sie die grüne Schote mit den Kernen darin (grüne Bohnen, Brechbohnen) oder essen Sie lediglich die Kerne, die Sie aus den Schoten herausholen (Ackerbohnen, Feuerbohnen, Kidneybohnen)

Die erste dieser Kategorien ist wichtig, um die Bohnen Aussaat richtig vorzubereiten: Wenn Ihre Bohnen eine Rankhilfe brauchen, dann legen Sie sich am besten schon einmal rechtzeitig vor der Aussaat etwas Draht, eine Kneifzange oder Nägel und Hammer im Gartenhaus zurecht, denn dann sollten Sie vor dem Bohnen pflanzen erst ein Gerüst aus Holzstangen bauen, damit Sie die Keimlinge mit ihren empfindlichen Wurzeln nach dem Aufgehen nicht mehr stören müssen.

Wie baut man ein Gerüst für Stangenbohnen?

Stangenbohnen werden viel größer als Buschbohnen, die auch für kleinere Gärten gut geeignet sind. Wenn Sie allerdings genug Platz für ein etwa zwei Meter hohes Gerüst haben, dann belohnen Sie Stangenbohnen auch mit einem viel höheren Ertrag, denn die Pflanze nimmt ja in der Höhe auch viel mehr Platz ein als die Buschbohnen, die nur etwa 50 bis 60cm hoch werden. Sie können als Gerüst irgend etwas konstruieren, am besten mit senkrechten Stangen, an denen sich die Bohnen hochranken können. Lehnen Sie einfach Holzstangen gegeneinander in spitzer Pyramidenform oder in spitzer Satteldachform mit einer zentralen horizontalen Stange, die die Reihen der schräg aufrecht gegeneinander lehnenden Stangen oben fixiert. Auch einen Zaun könnten Sie nehmen, eine Reihe von aufrecht im Boden verankerten Stangen oder sonst etwas, woran die Bohnen sich festhalten können. Die Form des Gerüstes ist nicht so wichtig, günstig wäre es aber, wenn jede einzelne Pflanze auch eine eigene Stange hat.

Wählen Sie für Ihre Bohnen einen milden Standort

Bohnen lieben Wärme, also ist ein windgeschützter sonniger bis halbschattiger Standort gut für sie. Dabei vertragen Busch- und Feuerbohnen Halbschatten auch ganz gut. Sie lieben lockeren, humosen Boden. Bohnenkeimlinge sind wegen ihrer recht großen Samen auch leicht in der Lage, eine Mulchschicht von etwa bis zu 5cm leicht zu durchstoßen. Sie können also einfach unter den Mulch säen oder direkt nach dem Säen mulchen.

Bohnen sind Dunkelkeimer und werden je nach Samengröße in 15 bis 30mm Tiefe ausgelegt. Auch eine horstförmige Aussaat mit zwei oder drei Samen nahe beieinander ist beliebt, da auch oft nicht alle Samen keimen. Bei einem Reihenabstand von 40cm könnten Sie Einzelbohnen in 15cm Abständen oder Horste in 25cm Abständen auslegen.

Fruchtfolge und Mischkultur

Bohnen gehen eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ein und können auf diese Weise auf stickstoffarmen Böden auch Luftstickstoff nutzen. Die Luft besteht ja bekannterweise zu etwa 78% aus Stickstoff, welcher nur meist von Pflanzen nicht genutzt werden kann. Die Bohnen können das aber in begrenzter Menge und eignen sich daher auch als Folgekultur auf Böden, deren wasserlösliche Nitrate durch sogenannte Starkzehrer wie Mais, Kartoffeln, Kohl, Tomaten, Zucchini und andere schon ziemlich verbraucht wurden.

Sie sind aber auch selbstverträglich, Sie können also auch dort Bohnen pflanzen, wo Sie schon letztes Jahr welche stehen hatten.

Als gute Nachbarn empfehlen sich für die meisten Arten: Kohlarten, Salatarten, Sellerie, Bohnenkraut, Erdbeeren, Gurken und Kartoffeln. Wie Sie sehen, vertragen sich Bohnen auch wegen ihrer Anspruchslosigkeit gut mit den meisten anderen Gemüsearten.

Nicht als Nachbarn werden allerdings Laucharten, wie Zwiebeln, Schnittlauch, Porree oder Knoblauch sowie Fenchel und Erbsen empfohlen.

Bei den weiten Pflanzabständen können Sie auch Radieschen zwischenpflanzen oder schon vorher dort aussähen, die dann, wenn die Bohnen langsam so richtig groß werden, schon geerntet werden können.

Verwertung und Konservierung

Bohnen sich eine gute Proteinquelle und die Bohnen, die als Kerne verwendet werden, wie etwa Kidneybohnen sind daher auch bei Kindern beliebt, die für ihr Wachstum noch viele Proteine brauchen. Außerdem sind sie eine gute Kalziumquelle.

Grüne Bohnen enthalten neben viel Vitamin C auch Eisen, Kalzium, Magnesium, Kalium und Phosphor und auch in Kernbohnen gibt es viel Kalzium, welches auch gut resorbiert werden kann. Es gibt wohl kaum etwas Leckereres als eine Gemüsesuppe mit Bohnen oder eine Bohnensuppe mit Meersalz, Bohnenkraut und Kokosmilch.

Grüne Bohnen können auch wie Sauerkraut fermentiert werden und sind so lange haltbar. Sie können auch einfach in Gläser eingekocht werden und natürlich auch gekocht in Tüten in der Tiefkühltruhe gelagert.

Kernbohnen lassen sich auch gut trocknen. Tatsächlich ist diese getrocknete Form ja die, in der man etwa Kidneybohnen in der Tüte kaufen kann. Vor der Verwendung kann man sie eine Nacht oder auch 24 Stunden lang in Wasser legen. Durch die beginnende Keimung werden dann Speicherstoffe in eine ganze Reihe wertvoller Vitamine und Vitalstoffe umgewandelt und sie brauchen dann auch nicht mehr so lange gekocht zu werden.

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