Baumscheiben gestalten

Beim Thema Baumscheiben gestalten gibt es drei Felder:

* Baumscheiben im eigenen Garten schön gestalten etwa durch Bepflanzen.

* Öffentliche Baumscheiben etwa in Alleen oder von Bäumen auf dem Bürgersteig bepflanzen.

* Bereiche um Bäume gestalten, die von Bewuchs frei bleiben sollen, etwa um den Baum von Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe durch andere Pflanzen im Wurzelbereich zu befreien.

Wir werden uns im Folgenden hauptsächlich um den ersten Punkt kümmern, um Ihnen dabei zu helfen, Ihren Garten um Ihr Gartenhaus möglichst schön zu gestalten. Die dort besprochenen Prinzipien für die Bepflanzung lassen sich aber natürlich auch auf Baumscheiben im öffentlichen Bereich anwenden.

Baumscheiben im eigenen Garten bepflanzen

Ein Garten wird erst richtig schön, wenn sich die Gestaltung mit den verschiedenen Pflanzen nicht nur 2-dimensional über die Fläche hin unterscheidet, sondern wenn die dritte Dimension nach oben hin durch Bäume geschaffen wird, unter denen es dann - üppig, wie im tropischen Regenwald – auch gerne in mehreren Ebenen weiter grünen und blühen darf.

Die Gestaltung von Baumscheiben ist jedoch nicht ganz so einfach, weil die direkt unter einem Baum wachsenden Pflanzen sowohl mit dessen dominierender Wurzelkonkurrenz zurechtkommen müssen, als auch – insbesondere wenn der Baum größer wird – immer mehr mit dem wenigen Licht im Schatten seiner Krone auskommen müssen.

Am einfachsten hat es sicher der Naturgärtner: Er kann ziemlich sicher sein, dass sich unter seinen Bäumen auf längere Sicht genau die Pflanzen einstellen, die optimal sowohl auf die Lichtverhältnisse und die Wurzelkonkurrenz eingestellt sind und die außerdem noch eine Mulchschicht aus dem Laub dieser Bäume bevorzugen.

Aber der Gärtner möchte ja nicht nur zusehen, sondern gestalten. Das ist ja eines der Dinge, die die Gärtnerei zu so einem gesunden und erfüllenden Hobby machen.

Die Natur als Vorbild zeigt, wie es geht

Pflanzen die im Wald wachsen, wie etwa der Ilex, Bärlauch, Waldmeister, Moose, Farne, Efeu und Eibe sind also schon einmal gute Kandidaten für eine Baumscheibe. Pflanzen der Waldränder, wie etwa Brombeeren, Himbeeren, Ringelblumen und Lerchensporn vielleicht auch aber es ist nicht ganz so einfach, wie wir im Folgenden sehen werden.

Die Auswahl der Pflanzen sollte sich auch nach der Art des Baumes richten, der unterpflanzt wird.

Flachwurzler oder Tiefwurzler

Flachwurzelnde Bäume, wie Birken, Fichten, Spitzahorn oder andere Ahornarten bilden naturgemäß eine weit stärkere Wurzelkonkurrenz zu in ihrem Wurzelbereich wachsenden Stauden, Polsterpflanzen oder kleinen Gehölzen aus als Tiefwurzler.

Als Spezialisten für Flachwurzler haben sich besonders  Golderdbeeren, Immergrün und Elfenblumen entpuppt. Auch Efeu ist geeignet, allerdings kann Efeu sich auch so wohl fühlen, dass er kurzerhand den gesamten Platz für sich erobert und es mit einer bunten Vielfalt auf dieser Baumscheibe dann erst mal vorbei ist.

Eine weitere Unterscheidung ergibt sich aus der Stammnähe: Im direkten Umkreis des Stammes wird es meist trockener sein, als im äußeren Bereich der Baumscheibe und schließlich unterscheiden Sie noch die Nordhälfte und die Südhälfte der Baumscheibe, um dort Pflanzen mit den entsprechenden Lichtbedürfnissen ein Zuhause zu geben.

Welche Pflanzen eigenen sich für die Bepflanzung von Baumscheiben?

Für den inneren Bereich und auch für nördliche Hälften also tieferen Schatten könnten Sie es mit dem Scheinmohn oder einem Farn probieren. Auch Schmuckfarne, wie etwa der japanische Schmuckfarn sind geeignet. Lobelien, Stiefmütterchen und Buntnesseln könnten dort wachsen. Weiter Storchschnabelarten, wie etwa der Balkan Storchschnabel und die Nieswurz.

Der Giersch, in letzter Zeit auch zunehmend als Gemüse- und Salatpflanze geschätzt wächst ebenfalls gut im Schatten, sowie der Postelein, der angeblich sogar unter Walnussbäumen wachsen kann.

Funkien sind wegen ihrer Wasseransprüche eher für den äußeren Bereich geeignet, genau wie die Nelkenwurz, das Purpurglöckchen, die niedrige Purpurbeere, der jasminblütige Nachtschatten, der Fingerhut oder Ringelblumen.

Weitere Kandidaten wären der gefingerte Lerchensporn, das fleißige Lieschen, die Japan-Segge, die große Sterndolde, das Lungenkraut, der Rispen-Fuchsschwanz, die Schaumblüte, die Waldlilie und Konkardenblumen.

Immergrüne Bodendecker, wie die Kriechheckenkirsche und die Kriechspindel sind natürlich besonders pflegeleicht.

Wie funktioniert die Anpflanzung praktisch?

Unter einem Baum, besonders unter einem flachwurzelnden Baum wird die Anpflanzung selbst anspruchsvoller als im offenen Freiland: Sie möchten das Wurzelwerk Ihres Baumes ja nicht zu sehr beschädigen. Deswegen sollten Sie zunächst den Boden um und unter dem vorhandenen Bewuchs vorsichtig mit einer Hacke auflockern und die Pflanzen dann mit den Wurzeln herausziehen. Dabei merken Sie schon, wo im Wurzelwerk des Baumes Lücken sind, in die Sie Ihre Stauden und Schattenpflanzen hinein pflanzen können. Markieren Sie solche Standorte, indem Sie dort Stöckchen in die Erde stecken und wählen Sie dann für Ihre Wunschpflanzen die jeweils besten Stellen aus. Schneiden Sie dünne Baumwurzeln, die in Ihre Pflanzlöcher hineinragen ruhig ab. Die Pflanzen werden dann gut gewässert und am besten mulchen Sie dann die ganze Fläche gut ab, damit die Erde nicht offen daliegt. Das hilft auch die Feuchtigkeit im Boden zu erhalten. Besonders in trockenen Jahren sollten Sie Ihre neu gepflanzten Stauden erst mal regelmäßig gießen.

Baumscheiben gestalten im öffentlichen Bereich

Wenn Sie auf der Straße vor Ihrem Haus Baumscheiben betreuen möchten, dann ist das Städten und Gemeinden meist sehr willkommen. Es gibt allerdings einige Regeln, die dafür sorgen sollen, dass durch die Bepflanzung keine Verkehrsrisiken entstehen. Am besten erkundigen Sie sich vorher einmal genau bei Ihrem örtlichen Grünflächenamt.

Baumscheiben von Bewuchs befreien

Bei Bäumen, die im Rasen stehen, kann es manchmal auch erwünscht sein, die Baumscheibe einfach nur von Bewuchs zu befreien, damit man leichter Rasenmähen kann. In dem Fall legen Sie am besten zuerst die Begrenzungssteine in einem Kreis um den Baum herum aus, nehmen diese als Maß um den Rasen kreisförmig auszustechen. Über die ebenerdig versenkten Randsteine können Sie leicht mähen. Wenn Sie die Scheibe nicht bepflanzen möchten, dann mulchen Sie diese mit Rindenmulch.

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