Wie man ein Meister-Gärtner wird

Gärtnern wird immer beliebter in Deutschland. Die Gründe sind vielfältig und wirken sicher auch oft zusammen:

  • Gärtnern wirkt ausgleichend und beruhigend, verbindet mit der Natur und wird als „Seelennahrung“ angesehen
  • Gärtnern wird sogar therapeutisch eingesetzt bei Depressionen, Angsterkrankungen, Süchten, Traumata, Schlaganfällen, in Altersheimen und bei Krebspatienten, im der Reha und in vielen anderen Gebieten und bewirkt dort messbare Verbesserungen

Gärtnern wird sogar therapeutisch

  • Es macht Spaß einen Bereich selbst kreativ zu gestalten und mit den eigenen Händen zu schaffen
  • Private Obst- und Gemüsegärten steuern einen erheblichen Anteil zu gesunder Ernährung der Menschen bei
  • Naturgärten entstehen als ein Beitrag zum aktiven Umweltschutz, um bedrohten Tieren und Pflanzen Refugien zu geben

Dabei sind gerade Anfänger oft erst mal enttäuscht, wenn ihre Pflanzen nur mickern, die Zucchiniblüten vertrocknen, der Hibiskus von Blattläusen befallen wird oder Maulwurfsgrillen die Wurzeln der Setzlinge abfressen. So verständlich die Enttäuschung ist, wenn die eigenen Pflanzen so viel schlechter aussehen als die im Garten des Nachbarn: Es reicht eben leider nicht, sich ein paar Gartenwerkzeuge ins Gartenhaus zu stellen und Pflanzen auszusäen, sondern es bedarf eines großen Wissensschatzes und viel Erfahrung.

„Der Weg ist das Ziel“ mag semantisch falsch sein; das Ziel ein Meistergärtner zu werden ist dennoch ein guter Antrieb, sich auf den Weg zu machen und dabei sehr viel zu lernen.

Gärtner ist ein Ausbildungsberuf

Ein Weg, wie man ein Meistergärtner wird, ist sicherlich, einfach bei einem Meister in die Lehre zu gehen und sich im Rahmen einer 3-jährigen Lehrzeit zum Gärtner ausbilden zu lassen. Eine Ausbildung zum Gärtner, Florist und / oder Gartengestalter dauert auch 4 Jahre, wenn man mit der mittleren Reife beginnt. Nach der Lehrzeit gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten, sich weiter zu qualifizieren, etwa als Fachagrarwirt oder als Gärtnermeister.Lehrzeit zum Gärtner ausbilden zu lassen

Man kann es sogar studieren und wird dann Diplom-Ingenieur für Gartenbau oder Landschaftsarchitekt. Angesichts dieser langen Zeiträume für die Ausbildung, die oft auch noch in Spezialgebiete hineinführt, kann man sich vorstellen, dass man nicht von heute auf morgen zu einem Meistergärtner werden kann, nur weil man zufällig gerade mal ein paar Jahre im eigenen Garten ein bisschen anpflanzt.

Tatsächlich ist der Weg zum Meistergärtner einer, auf dem man ständig mehr Wissen gewinnt.

Dabei hat das Selbst-Probieren im Garten aber auch Vorteile gegenüber einer Ausbildung:

Anders als bei der konzentrierten Ausbildung in Berufsschulen oder Universitäten kann der Hobbygärtner an konkreten Beispielen lernen, eine Lernmethode, die insgesamt nicht so komprimiert ist aber andererseits durch das eigene Interesse am jeweiligen Fall das Lernen sehr erleichtert und natürlich macht.

Gärtnern lernen im eigenen Garten – Sie selber bestimmen Ihren Lehrplan

Bei dem Weg zum Meistergärtner ist viel Lernen nicht zu umgehen. Aber jeder Garten ist auch ein Ausdruck der Vorlieben des Gärtners, manche sind wahre Kunstwerke, andere sind hoch effektive Nahrungslieferanten, manche stellen die Schönheit exotischer Blumen heraus, manche haben nährstoffarme, artenreiche Blumenwiesen aus heimischen Wildkräutern, manche freuen sich über Igel, Marder, Vögel und Eichhörnchen, andere haben dichte Zäune ringsum und Vogelscheuchen.

Ausdruck der Vorlieben des Gärtners

Der Garten sagt viel über den Gärtner und der Weg des Gärtners zur Meisterschaft ist der Weg zu seinem Traumgarten. Auf diesem Weg wird er alles lernen, was er braucht, um diesen Garten zu gestalten. Anderes, was er nicht braucht, wird er auch nicht lernen. Vielleicht ändern sich auch die Interessen. Zum Beispiel kommt bei einem Gärtner Naturschutz als Motivation hinzu. Er wird dann lernen, mardersichere Vogelhäuschen zu bauen, abgestorbene Wildkräuter als Nistplatz für Insekten stehen zu lassen, er wird vielleicht lernen, das Florfliegen, Schwebfliegen und Marienkäfer die natürlichen Feinde von Blattläusen sind und was sie brauchen, um sich in seinem Garten wohl zu fühlen. Es gibt fast unbegrenzten Lernstoff und an neuen, interessanten Gebieten und Methoden der Gärtnerei wird es nie fehlen.

Alte gärtnerische Traditionen gingen verloren

Früher wurde das Wissen, das dazu gehört wie man ein Meistergärtner wird, vererbt. Man lernte in der Großfamilie von denen, die es halt am besten konnten und man lernte damit auch eine Gärtnerei, die lokal auf Klima und Boden optimal angepasst und bestens erprobt war. Tatsächlich gibt es noch vereinzelt lokale Gemüsesorten, die durch solche Familientraditionen weitergegeben wurden und die optimal auf den Standort angepasst sind.

Die moderne Zeit hat aber in vielen Fällen die Verbindung zu diesen Traditionen unterbrochen. Man gärtnerte nicht mehr, weil man die Nahrungsmittel durch moderne Landwirtschaft erzeugt viel billiger und auch noch in makelloser Qualität im Supermarkt kaufen konnte. Mit dem Wegfallen dieser Motivation, das traditionelle Gärtnern weiter zu führen, entstand eine Lücke und heute stehen viele, die sich wieder neu für das Gärtnern interessieren genau davor, nämlich, dass sie im Prinzip wieder alles von vorne beginnen müssen. Das alte Wissen, die alten Sorten, die gärtnerischen Familientraditionen sind größtenteils verloren gegangen.

Traditionen Gärtners

Wie kann man an neues Wissen kommen?

Glücklicherweise gibt uns die moderne Zeit Mittel an die Hand, wie wir durch eigene Recherche das gewünschte Wissen erwerben können. Das Internet bietet an Nachschlagemöglichkeiten sehr viel und auch Gruppen in sozialen Medien können sehr hilfreich sein.

Ein Tipp aus der Gärtnerausbildung: Wer schreibt, bleibt! Man glaubt, gelernt ist gelernt aber die Auswirkungen von bestimmten Handlungen stellen sich oft erst weit später ein: Ob Ihr Inkarnatklee als Gründüngung zur Weißkohlpflanzung genau richtig war, als Sie Ihn Anfang April aussäten, wissen Sie nur, wenn Sie auch Aufzeichnungen machen. Besonders, wenn es ein Jahr dauert, bis diese Situation noch einmal kommt. Am Besten machen Sie ein Tagebuch, in das Sie alles Wichtige schreiben.

Auch Dateien mit Informationen zu einzelnen Pflanzen, essbare Teile, vielleicht sogar Rezepte, Bodenanforderungen, Mischkulturen, Tipps gegen tierische Mitesser und vieles mehr bleiben Ihnen erhalten, wenn Sie sie aufschreiben.

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