Umweltschutz im Alltag

Die Umwelt wird durch die Produktionskreisläufe belastet, die durch den Wunsch nach Profit angetrieben werden und die auf der einen Seite Ressourcen ausnutzen und auf der anderen Seite Müllberge produzieren.

Tipps zu Umweltschutz im Alltag gibt es so viele, dass wir mehrere Artikel zu dem Thema schreiben könnten. Viele Einzeltipps sind wichtig, ersetzen aber kein Bewusstsein. Das Bewusstsein, dass alles, was wir konsumieren, irgendwie hergestellt werden muss, das Wissen, wie verschiedene Sachen hergestellt werden und die Bereitschaft, uns in manchen Bereichen der Umwelt zuliebe einzuschränken, sind eine wichtige Grundlage für umweltfreundliches Handeln. Am Ende werden wir vielleicht mit weniger doch mehr Lebensqualität erreichen und gleichzeitig der Umwelt helfen.

Ein nachhaltiges, bewusstes Leben bezieht heutzutage ein Bewusstsein unserer Stellung als Konsumenten und der Auswirkungen unserer Konsumentscheidungen mit ein.

Im folgenden stellen wir einmal einige Tipps zum praktizierten Umweltschutz im Alltag zusammen. Viele kleine Leute, die viele kleine Dinge richtig machen, können auch sehr große Verbesserungen erreichen.

Tipps für mehr Umweltschutz im Alltag

1. Wasser sparen

• Während Sie sich die Zähne putzen, während wir uns unter der Dusche einseifen: Wasser sparen im eigenen Haushalt ist ein gutes Thema. Wenn Sie ein eigenes Haus oder Blockbohlenhaus besitzen, dann können Sie sogar noch mehr tun, indem Sie etwa Regenwasser für die Gartenbewässerung sammeln. Mit einer Regenwasserzisterne unter der Terrasse, einer Pumpe, zwei Wasserfässern auf dem Speicher mit einem Schwimmschalter, kann man sogar im ganzen Haus einen Brauchwasserkreislauf etablieren, der die Toilettenspülungen und die Waschmaschine bedient und Wasser zum Putzen bereitstellt. Die Niederschlagsmenge reicht dafür leicht aus und man muss kein Trinkwasser aus der Leitung dafür verschwenden.

• Eine Reduktion des Fleischkonsums bewirkt eine große Ersparnis im Wasserverbrauch. Dieses Wasser wird einerseits für die Tierhaltung selber verbraucht und andererseits für die Erzeugung der Nahrungsmittel, die an die Tiere verfüttert werden. Eine bekannte internationale geographische Publikation schätzt, dass man durch eine komplette Umstellung auf pflanzliche Ernährung indirekt pro Person 2270ltr Trinkwasser pro Tag weniger verbraucht. Diese Größenordnung kann man durch Wassersparmaßnahmen im Haushalt anders nur schwer erreichen.

Mehr Duschen, weniger Baden

• Wasserhähne und Dusche mit Sparaufsätzen verwenden

• Ökologisch zertifizierte Wasch- und Spülmaschinen mit Sparprogrammen kaufen

2. Plastikverbrauch reduzieren

Es gibt schon richtige "schwimmende Kontinente" aus Plastikabfall in den Weltmeeren. Millionen von Meerestieren sterben daran, weil sie das unverdauliche Plastik solange fressen, bis nichts mehr in den Magen passt. Plastik wird zudem aus Erdöl gemacht und auch das wird nicht umweltschonend gefördert und ist immer wieder ein Grund für Kriege, die auch schreckliche Zerstörungen, auch der Umwelt, anrichten.

Plastiktüten wiederverwenden. Nehmen Sie sich einfach zu Einkaufen einen eigenen Vorrat an Plastiktüten mit oder verwenden Sie Stofftaschen oder einen Einkaufskorb.
• Einkaufen in verpackungsfreien Läden

• Selbst Obst und Gemüse anbauen: Aus dem Garten auf den Tisch. Frisch, gesund, lecker und ohne jede Verpackung.

• Lassen Sie Verpackungen in den Läden zurück, um die Läden dazu zu bringen, überflüssige Verpackungen auch schon bei ihren Listungen zu vermeiden.

• Bevorzugen Sie Getränke, Lebensmittel, Konserven in Glasflaschen oder Gläsern. Glas ist lebensmittelecht, Sie können Gläser auch für eigene Zwecke verwenden oder ins Recycling geben.

3. Nachhaltig wirtschaften

Dazu gehört, bei Produktentscheidungen sowohl auf die Herstellung als auch auf den eventuell später entstehenden Abfall zu achten.
Das fängt mit der Nutzung einer Stoff- oder Papiertüte an, geht dann über ein kleineres Auto bis hin zu einer Entscheidung für Gebäude (Wohngebäude oder Gartengebäude) aus Holz, einem nachwachsenden und damit umweltfreundlichen Baustoff, anstelle dafür Stein zu verwenden, der erst hergestellt werden muss oder gar Plastik oder Stahl.

4. Energie sparen

Energie ist ein riesen Thema, welches fast überall mit hineinspielt. Stromerzeugung ist weder durch Atomkraftwerke umweltgerecht, die Jahrmillionen lang strahlenden, giftigen Müll erzeugen, noch durch Kohlekraftwerke. Auch Öl oder Erdgas sind als Energiequellen generell schlecht für die Umwelt und führen nebenbei auch noch oft zu internationalen Konflikten.

• Machen Sie sich energieunabhängig: Installieren Sie Sonnenkollektoren oder Solarzellen auf den Dächern, nutzen Sie Erdwärme, isolieren Sie Ihren Wohnbereich gut ab und sparen an der Heizung, etwa auch durch leichtes Absenken den Innentemperatur im Winter.

• Lüften Sie stoßweise: Statt immer ein Fenster auf Kipp zu stellen, lüften Sie lieber einmal täglich, indem Sie viele Fenster und die Türen ganz öffnen, so dass die Luft schnell vollständig ausgetauscht wird.

• Stellen Sie auf Ökostrom um

• Fahren Sie öfter mit dem Fahrrad statt mit dem Auto oder gehen Sie zu Fuß. Es gibt sogar tolle Lastenfahrräder, die man auch für größere Einkäufe nutzen kann.

• Nutzen Sie öffentlichen Nahverkehr

• Ein kleines Auto bringt Sie auch sicher ans Ziel

• Schalten Sie Geräte ganz ab, die beim Ausschalten nur auf "Standby" gehen. Diese kleinen Lämpchen verbrauchen auf Strom. Eine Steckdosenleiste mit Ausschaltern hilft da weiter.

• Verwenden Sie stromsparende LED-Lampen

• Schaffen Sie nur Elektrogeräte an, die Energie sparen oder die Energiesparprogramme haben.

• Wäsche trocknet auch an der Leine draußen oder im Haus

5. Ressourcen sparen und Umwelt schonen durch kluges Konsumentenverhalten

Auch hier spielt wieder der Fleischkonsum größenordnungsmäßig die wichtigste Rolle. Eine internationale Gruppe von insgesamt 15.000 Wissenschaftlern hat schon im Oktober 2017 ihre Forschungen zusammen gelegt, mit dem Ziel, festzustellen, wie die globale Umweltzerstörung am wirksamsten aufgehalten werden könne. Ihr Ergebnis war, dass die wirksamste Maßnahme ein fleischloser Lebensstil, beziehungsweise eine deutliche Reduktion des Fleischkonsums seien. Die letzten Urwälder der Erde werden in atemberaubenden Tempo für den Sojaanbau abgeholzt, mit dem eine Armee von etwa 70.000.000.000 Landtieren in der Fleisch-, Milch- und Eiererzeugung ernährt werden.

• Verzichten Sie auf Produkte, die Palmöl enthalten. Auch hier geht es um den Erhalt uralter Lebensräume für wilde Tiere

• Organisieren Sie sogenannte "Reparaturcafés". Reparieren statt Neukaufen spart Ressourcen und schlägt der Industrie mit ihren meist nur kurz über die Garantiezeit hinausgehenden designten Lebensspannen ihrer Produkte ein Schnippchen.

• Bevorzugen Sie beim Einkaufen regionale Produkte, um weite, energieintensive Transportwege zu vermeiden.

• Kaufen Sie Bio-Lebensmittel, um umweltverträglichen Anbau zu fördern

• Vermeiden Sie Einkaufen generell und produzieren Sie lieber selber: In Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse lassen sich gesunde Lebensmittel leicht und preiswert selber erzeugen.

Pineca nutzt das engmaserige und dauerhafte Holz der Nordischen Fichte zur Herstellung von Wohn- und Gartengebäuden hoher Qualität.

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