Tomaten säen – Wie kommen Sie zu einer tollen Tomatenernte?

Tomaten sind eigentlich eine recht einfache Kultur, wenn sie ein paar Sachen beachten. Sicher ist auch immer eine Portion Glück dabei, damit es gelingt. Verregnete Sommer oder Kälte zum falschen Zeitpunkt mögen die südlichen Paradiesäpfel zum Beispiel gar nicht so gerne.

Trotzdem lohnt es sich, es zu versuchen, denn wenn es gelingt, dann geht wohl kaum etwas über den Geschmack einer frisch geernteten Bio-Tomate aus eigenem Anbau frisch von der Pflanze. Auch zum Einkochen, für italienische Soßen, Pomodoro, zum Beispiel eignen sich die Selbstgeernteten besser als die chemisch gedüngten aus den Massenkulturen, weil sie einfach besser schmecken.

Welche Sorten will ich probieren? Die Qual der Wahl.

Wer es versuchen möchte, selber Tomaten zu säen, für den ist wahrscheinlich die schwierigste Aufgabe, im Januar oder Februar eine Auswahl aus den buchstäblich Hunderten von Sorten vorzunehmen, die vom Samenhandel angeboten werden. Wir empfehlen eine Online-Auswahl, auch deswegen, weil es inzwischen im Internet sehr viele Anbieter gibt, die samenfeste Sorten anbieten. Diese haben den Vorteil, dass Sie von den Sorten oder Exemplaren, die Ihnen in Ihren spezifischen Klima-, Boden- und Anbaubedingungen am besten gelingen dann mit selbst geernteten Samen weiter vermehren können. Auf diese Weise können Sie sogar mit der Zeit eigene Linien herauszüchten, die an Ihre speziellen Bedingungen angepasst sind.

Wenn Sie kein Tomatengewächshaus besitzen, dann ist zu empfehlen, Sorten zu wählen, die als wetter- und regenfest oder feuchte- oder pilzresistent beschrieben sind.

Mini, Cocktail, Balkon oder Kübel?

Cocktailtomaten schmecken toll, aber sie haben oft trotz der vielen kleinen Früchte insgesamt nur weniger Ertrag als Tomaten normaler Größe oder Fleischtomaten, die übrigens auch ganz genauso toll schmecken können. Balkontomaten oder auch Dwarf- also Zwergtomaten für den Balkon werden oft in Baumärkten angeboten. Es spricht auch nichts dagegen, diese einmal auszuprobieren, allerdings kann man im Prinzip alle Tomaten auch auf dem Balkon oder im Kübel auf der Terrasse oder an der Südseite des Hauses vielleicht etwas regengeschützt unter dem Dachüberstand ziehen, wenn die Kübel groß genug sind, das heißt so zwischen 20 und 30 Liter fassen.

Wenn Sie genug Platz haben, probieren Sie am besten verschiedene Tomatensorten aus, selbst wenn es von jeder Sorte nur ein paar Pflanzen sind. Wenn eine Sorte Sie besonders begeistert, dann können Sie diese – falls sie samenfest ist – ja dann im nächsten Jahr vermehrt anbauen.

Wie gehen Sie richtig vor, wenn Sie Tomaten säen möchten?

Die einfachste Möglichkeit ist, sich im Bioladen Tomaten zu kaufen, und wenn sie schmecken, dann schneiden Sie einfach einige davon in Scheiben, legen sie auf Anzuchterde in Blumentöpfe und bedecken sie etwas mit Erde. Meist muss man dann hinterher die Sämlinge noch vereinzeln, weil aus jeder Scheibe mehrere wachsen.

Um sich Frustrationen zu ersparen versuchen Sie das bitte nicht mit normalen Supermarkttomaten, die meist aus Hybridzucht hervorgegangen sind und deren Samen für eine Weiterzucht nicht geeignet sind. In Bioläden sollte man dagegen davon ausgehen können, dass die Produkte aus samenfestem Saatgut stammen.

Aber natürlich werden wir im Folgenden auch noch ausgefeiltere Methoden beschreiben, wie Sie aus gekauftem Saatgut Pflanzen ziehen, die dann auch im Sommer so rechtzeitig Früchte ansetzen, dass Sie im Herbst oder schon im Spätsommer schöne reife Tomaten zur Ernte haben.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Aussaat?

Generell kann man von Mitte Februar bis Anfang April ausgehen. Die richtige Zeit hängt auch von dem Wetter der kommenden Saison ab und von Ihren Möglichkeiten, etwa davon, wie viele Jungpflanzen Sie bis zu welcher Größe in einem hellen, frostsicheren Raum heranziehen können, bis die Tomaten dann ab 20.Mai ins Freie können.

Die Fensterbank ist oft ein guter Platz für die Anzucht aber wo Zugluft und nächtliche Fröste die Gefahr bringen, dass Frostschäden entstehen, da sollten Sie vielleicht lieber erst Anfang April mit der Aussaat beginnen.

Temperatur und Licht

Tomatensamen keimen erst bei Temperaturen von etwa 18 bis über 25°C Bodentemperatur. Um die zu erreichen und sie auch während der gesamten Keimung bis zur Keimpflanze durchzuhalten, kann also etwa eine Fensterbank direkt über einem Heizkörper genau richtig sein. Wenn die Fensterbank nachts eiskalt ist und tagsüber über dem Heizkörper ziemlich warm wird, dann können Sie die Aussaatgefäße auch nach unten etwa mit ein paar alten Zeitungen wärmedämmen.

Sobald die Keimung abgeschlossen ist, wird Licht wieder wichtiger: Jetzt gilt es, den Keimling so hell wie möglich aufzustellen, damit er in der langen Zeit drinnen bis Ende Mai nicht vergeilt. Die Temperatur kann jetzt wieder niedriger sein. Beheizte Gartenhäuser, Gewächshäuser, Treppenhaus- oder Schlafzimmerfenster sind jetzt geeignet, solange die Temperaturen dort nicht ständig nur unter 10°C liegen. Schon Ende März und im April können die mittlerweile in normale Blumenerde umgetopften Pflanzen dann an schönen Tagen schon öfter mal tagsüber ins Freie, um sie an Luft, Sonne, Wind und auch die Kälte draußen zu gewöhnen.

Materialien zum Tomaten säen

Viele Arten von Aussaatgefäßen eignen sich, solange man die Samen bis zur Keimung gleichmäßig feucht und warm halten kann. Das können Eierkartons sein, es gibt Anzuchttöpfe von etwa 5x5cm, auch aus Zellulose gepresste, die man später einfach mit den Jungpflanzen eintopfen kann. Es gibt Quelltöpfe aus Kokos, mit denen man auch so verfahren kann. Auch sogenannte Minigewächshäuser mit transparenten Abdeckungen haben sich bewährt, weil die Abdeckung die Feuchtigkeit in der Erde zurückhält. Man kann aber auch selber, etwa mit transparenter Folie mit Luftlöchern abdecken.

Natürlich benötigen alle Aussaatgefäße auch Löcher, durch die überschüssiges Wasser in Unterschalen ablaufen kann, damit es nicht nass wird.

Eine Verwendung von Anzuchterde wird empfohlen, die nährstoffarm sein sollte, damit die Pflanzen gleich viele Wurzeln ausbilden.

Nach dem Pikieren oder auch wenn die Jungpflanzen in Zellulose- oder Kokostöpfen schon erste, schöne echte Blätter ausgebildet haben werden die Pflanzen dann in größere Töpfe in normale Blumenerde umgepflanzt.

Schließlich wären noch Steckschilder mit entsprechenden Beschriftungen anzuraten, wenn Sie wirklich mehrere Sorten aussähen.

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