So können Sie Ihren alten Weihnachtsbaum weiterverwerten

Die Weihnachtszeit neigt sich langsam ihrem Ende zu und in vielen Häusern und Wohnungen stehen echte Fichten oder Tannen, die dann irgendwann mit leicht wehmütigem Herzen abgeschmückt und irgendwie entsorgt werden sollen.

Viele Gemeinden bieten zu bestimmten Terminen Abholdienste an, auch lokale Sammelstellen werden eingerichtet aber, wenn man überlegt, wie viele Jahre der Baum brauchte, bis er seine Größe endlich erreicht hatte, dann überlegt man vielleicht, ob es nicht eine sinnvollere Weiterverwertung für den Baum gibt.

Im folgenden Artikel werden wir Ihnen einige Ideen für die Weiterverwendung von alten Weihnachtsbäumen präsentieren. Vielleicht wird ja für Sie auch eine passende Idee dabei sein.

Wann wird der Christbaum abgebaut?

Traditionen und Familientraditionen bestimmen meist den Zeitpunkt. Manche bauen den Christbaum schon am 27. oder 28.Dezember ab, weil sie der Meinung sind, dass mit dem Ende des Weihnachtsfestes auch der Christbaum nichts mehr in der Wohnung verloren hat,

Eine weit verbreitete Sitte ist es jedoch, die weihnachtliche Stimmung und damit auch den Baum über die gesamte Zeit der sogenannten Rauhnächte bis zum Dreikönigsfest am 6.Januar beizubehalten. Die Rauhnächte wurden schon zu vorchristlichen Zeiten als eine Phase der Besinnung und Reinigung – oft durch Räuchern in den Häusern – in der dunklen Phase zwischen den Jahren begangen und viele Gemeinden haben sich dieser Sitte angepasst und holen die Christbäume nach dem 6.Januar ab.

Einen jüdisch-christlichen Hintergrund hat es, wenn man den Weihnachtsbaum bis zum 2.Februar stehen lässt. Dieses Fest heißt Mariä Lichtmess und markiert den Punkt 40 Tage nach der Geburt, wo die Mutter nach den Bräuchen der Judäer im Tempel ein Reinigungsopfer darbringen musste. Viele Kirchen bauen daher ihre Christbäume erst dann wieder ab.

Die Möglichkeiten für die Wiederverwertung hängen auch von der Qualität des Weihnachtsbaumes ab

Wie Sie vielleicht wissen, sind junge grüne Fichten- und Tannenspitzen nicht nur essbar, sondern auch in der Heilkunde einsetzbar. Wenn Sie also am Gartenhaus einen solchen Baum stehen haben, dann können Sie diese jungen grünen Sprosse zum Beispiel als wertvolle Vitamin C Quelle im Frühjahr verwenden. Ihre ätherischen Öle wirken heilsam bei Lungenerkrankungen, Husten oder generell bei Obstruktionen der Atemwege und sie regen die Durchblutung an. Eine antibakterielle und desinfizierende Wirkung kann für Wundbehandlungen genutzt werden. Ähnlich kann auch das Baumharz verwendet werden.

Wenn Sie Ihren Weihnachtsbaum weiterverwerten möchten, indem Sie eine dieser Arten wählen, bei denen es sich um Nahrung oder Anwendungen am Körper handelt, dann sollten Sie allerdings auch gut darüber Bescheid wissen, ob der Baum natürlich gewachsen ist oder ob er chemische Behandlungen etwa gegen Schädlinge hinter sich hat. Für diese Arten der Weiterverwendung des Weihnachtsbaumes eignen sich nur ungespritzte Bäume.

Nadeln von Nadelbäumen ergeben eine gute Bodenabdeckung

Die Entsorgung von Weihnachtsbäumen im Wald wäre zwar ökologisch sehr sinnvoll, nicht nur als Flächenkompostierung, sondern auch, weil Wildtiere gerne mal davon naschen, sie ist aber leider trotzdem verboten, vermutlich weil es die Gefahr gibt, dass Reste der Weihnachtsdekoration, wie Lametta, Weihnachtssterne und ähnliches dann ebenfalls im Wald landen, wo sie nicht hin gehören.

Im eigenen Garten kann man die abgetrennten Zweige aber noch gut nutzen, um den Boden rund um frisch gepflanzte Bäume, über frostempfindlichen Stauden, im Gemüsegarten oder um die Rosen herum abzudecken und damit noch rechtzeitig vor den ärgsten Frösten, die wir im Januar und Februar erwarten, zu schützen.

Für Rhododendren und immergrüne Büsche, wie etwa Buchsbäume oder Kletterpflanzen können die Zweige auch einen guten Schutz gegen das Sonnenlicht sein und gleichzeitig die kalten Winde etwas abhalten. Stecken Sie die Tannenzweige einfach in den Boden und lehnen Sie sie gegen das zu schützenden Gewächs.

Falls Sie vorhaben, im neuen Jahr einen neuen Komposthaufen anzulegen, können die Zweige auch eine luftige Unterlage dafür bilden.

Ansonsten können Sie die Zweige auch einfach als Mulchmaterial verwenden, um den Boden zu schützen, Unkrautwuchs zu behindern und dem Boden später nach Abschluss der Kompostierungsvorgänge wertvollen Dünger und Humus zu geben. Besonders ursprüngliche Waldbewohner wie Erdbeeren, Heidelbeeren, Preiselbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Ahorne, Heide, Hortensien, Magnolien, Rhododendron, Kamelien, Vogelbeeren, Hartriegel, Farne, Schwertlilien, Weidenröschen und andere Pflanzen, die nichts gegen einen leicht sauren Boden haben, profitieren von dem Mulch.

Biobäume können auf verschiedene Arten weiterverwendet werden

Den Weihnachtsbaum weiterverwerten, vielleicht auch mit den Gedanken an die vergangene Weihnachtszeit, das Zusammensein mit Freunden und Bekannten bei diesem Baum, indem man ihn zu innerlichen oder äußerlichen Anwendungen verwendet, hat vielleicht eine ganz besonders persönliche Note.

 

  • Ein Absud aus den Nadeln, die etwa 5-10 Minuten lang aufgekocht werden kann auf verschiedene Weise genossen werden: Sie können einen Tee daraus machen, der nicht nur schleimlösend wirkt, sondern auch anregend und vitaminreich die Frühjahrsmüdigkeit vertreibt, Erkältungen lindert und schweißtreibend wirkt, den Absud als Badezusatz verwenden, wovon nicht nur die Haut, sondern auch die Atemwege profitieren werden oder auch – falls Sie eine eigene Sauna im Haus oder Garten besitzen – für Saunaaufgüsse verwenden.
  • Biobäume können auch als Tierfutter eingesetzt werden. Pferdehalter, Tierparks, Zoos, vielleicht Förster haben vielleicht eine Verwendung dafür. Fragen Sie ruhig einmal bei Tierhaltern nach, wenn Sie welche kennen.

Basteln mit Fichtenholz

Von Kleiderhaken, über Holzknöpfe bis hin zu Kerzenständern oder Rührschlegeln lässt sich aus dem leichten, doch beständigen Fichten- oder Tannenholz viel basteln.

Sonstige Möglichkeiten

Stellen Sie Ihren Weihnachtsbaum doch einfach in den Garten und behängen Sie ihn mit Meisenringen, um den Vögeln während der kalten Jahreszeit auch mal ein kleines Weihnachtsgeschenk zu machen.

Wenn Sie einen Brennofen haben, dann können Sie den Baum natürlich auch als Heizmaterial verwenden.

Ein Haufen von Reisig und Baumschnitt ist in jedem Naturgarten sinnvoll, weil er Nützlinge aller Arten anzieht und ihnen ein Zuhause gibt. Werfen Sie den Tannenbaum einfach oben auf den Haufen und geben Sie ihn so der Natur zurück, von der Sie ihn bekommen haben.

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