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Was kann man gegen Schnecken im Garten tun?

Viele Gärtner beklagen sich wieder über Schnecken im Garten. Dabei sind die besonders betroffen, die Gemüse anbauen. Unter den vielen Pflanzen oder auch Blättern, die essbar sind, schmecken gerade die zartesten, wie Salate, Zucchinis, Kohl, Gurken oder manche Kräuter offensichtlich auch den Schnecken am besten.

Im Internet und auf sozialen Medien, etwa in Gartengruppen, sind Schnecken regelmäßig ein wichtiges und auch emotionales Thema. Schnecken zu töten, widerstrebt vielen, die die Wichtigkeit einer vielfältigen Natur für den Menschen betonen

Schnecken

Da scheiden schon mal so Rezepte, wie Bierfallen, in denen Schnecken ertrinken, aus. Zumal auch Erfahrungsberichte vorliegen, dass die Schnecken durch den recht deutlichen Biergeruch auch von weither gerade zu solchen Gärten dann hingezogen werden.

Das direkte Töten durch Durchschneiden mit einem Messer oder einer Schere widerstrebt jedem, der sich einen Sinn für eine gewisse Heiligkeit des Lebens und seine inneren Impulse bewahrt hat.

Schneckenkorn könnte tatsächlich für einen Teil des weithin beklagten Rückgangs der Vogelpopulationen mit verantwortlich sein, denn Vögel, die solche vergifteten Schnecken essen, sterben oft selber daran. Dasselbe gilt auch für andere Nützlinge, wie beispielsweise Igel, Insekten, Amphibien und viele anderen Tierarten, die Schnecken fressen.

Lösungen, bei denen die Schnecken nur ferngehalten oder entfernt werden Auf die Frage: Was kann man gegen Schnecken im Garten tun? kommen regelmäßig verschiedene Antworten, die teilweise funktionieren und teilweise nicht:
Was nicht funktioniert:

• Ringe aus Holzasche um die gefährdeten Pflanzen
• Kupferstreifen um Hochbeete herum, die die Schnecken angeblich nicht überkriechen sollten
• Schmirgelpapier als Kriechsperre
• Kapuzinerkresse als Abschreckung
• Sand als Sperre

Kapuzinerkresse als Abschreckung Schnecken

Was besser funktioniert:
Mechanische Hindernisse, wie Schneckenzaun, den die Schnecken nicht überkriechen können
• Abgeschnittene Joghurtbecher als Kragen um die Jungpflanzen
• Engmaschige Netze oder Vliese werden über die Kulturen gelegt und schützen nicht nur vor Schnecken, sondern auch vor Insekten, ihren Eiern und dann hungrigen Maden
• Regelmäßiges Absammeln und Wegbringen. Wenn man sie weit genug (über 30m weit) wegbringt, irgendwo in einen Wald oder ein Stück ungenutztes Land, dann kommen sie nicht wieder.
• Küchenreste, Gurkenscheiben, Vogelfutter als Schneckenfallen. Das hat zwei Effekte: 1. Man kann sie dort leicht absammeln, 2. Solange sie Küchenabfälle fressen, lassen sie den Salat in Ruhe
• Kompost einarbeiten. Es gibt Beobachtungen, dass Schneckenfraß besonders auf kahlem Boden vorkommt und auf Böden mit reichlich Humus weniger.
• Hochbeete können ringsum mit einem etwa 10cm breiten Streifen Schnexagon gestrichen werden. An diesem rutschen die Schnecken wieder herunter.
• Rhabarberblätter scheinen eine besondere Wirkung auf Schnecken zu haben. Man kann sie auslegen oder auch abkochen und den Absud, sowie die Kochreste nutzen
• Als ganze Pflanze getrocknete Minze kann man als Schneckenbarriere nutzen.
• Kompost wird schon im Herbst verteilt, damit die Schneckeneier darin im Winter erfrieren.
• Bretter werden im Garten hingelegt, unter denen sich die Schnecken tagsüber sammeln. Dort kann man sie absammeln und wegbringen.
• Wer mit Rasenschnitt mulcht sollte bei Schneckendruck, diesen vor dem Mulchen trocknen.
• Bei hohem Mitesserdruck Pflanzen eher an geschützen Orten vorziehen, bis sie eine gewisse Größe erreicht haben. Dann gibt es vielleicht mal Fraßschäden aber seltener Totalausfälle
• Auspflanzen etwas dichter als vorgegeben, um einzelne Totalausfälle zu kompensieren

Schneckendruck Mulchen trocknen (1)

Gibt es eine natürliche Lösung des Schneckenproblems?

Wenn Sie zu den Gärtnern gehören, die um ihr Gartenhaus herum nicht nur künstlich gezüchtete Pflanzen haben, sondern auch die heimische Natur in ihrer Schönheit und Vielfalt als Seelennahrung zu schätzen gelernt haben, dann werden Sie sich freuen, dass die allgemeine Frage: Was kann man gegen Schnecken im Garten tun? auch differenzierter beantwortet werden kann, wenn man sich denn auf die Natur etwas näher einlässt.

So ist beispielsweise nicht Schnecke gleich Schnecke. Es gibt durchaus Gärtner, die etwa Weinbergschnecken sogar extra in den Garten holen, weil sie die Eier der Nacktschnecken fressen. Ähnliches gilt für eine große, tigerartig gefleckte Nacktschnecke, den Tigerschnegel, für den sogar auf Handelsplattformen hohe Preise bezahlt werden. Er frisst Nacktschnecken aber kaum Gemüse.

Jeder Naturgärtner, der etwas von seinem Fach versteht, kann eine ganze Reihe von Tieren aufzählen, die Nacktschnecken fressen und natürlich werden alle diese Gärtner eindringlich vor Schneckenkorn warnen, welches ihre wertvollen Nützlinge vergiften würde.

Welche Tiere fressen Schnecken?

• Vögel, für die auch die Schneckenschalen eine wichtige Kalziumquelle sind, die sie etwa für ihre Eierschalen brauchen.
• der Tigerschnegel
• und Weinbergschnecken wurden schon genannt.

und Weinbergschnecken
Es kommen hinzu:
• einige Arten von Weberknechten
• Igel
• verschiedene Käferarten
• Maulwürfe
• Spitzmäuse
• Glühwürmchenlarven
• Kröten und Frösche
• Eidechsen und Salamander
• Blindschleichen, Lurche und Molche
• Schlangen

Der Naturgärtner wird bestrebt sein, ein natürliches Gleichgewicht im Garten zu erreichen
Und Schnecken werden in einem solchen Garten auch nie zu einer solchen Plage werden, wie in künstlichen Gärten, wo zum Beispiel Maulwürfe oder Wühlmäuse, zwei natürliche Schneckenfresser bekämpft werden. Sie werden lediglich eine von vielen Tierarten sein, die man halt ab und zu mal sieht.

Was kann man nun tun, um solch ein natürliches Gleichgewicht im Garten zu erreichen?
Dazu gibt es eine ganze Reihe wirksamer Maßnahmen:

• Lassen Sie eine Ecke des Gartens verwildern
• Schichten Sie Steinhaufen auf, in deren Ritzen die Nützlinge ein Zuhause finden
• Legen Sie kleine offene Sandflächen an
• Setzen Sie keine Gifte in Ihrem Garten ein
• Sogenannte „Totholzhaufen“ aus Stämmen und Ästen beherbergen große Lebensgemeinschaften der unterschiedlichsten Arten
• Reduzieren Sie die nächtliche Beleuchtung im Garten, damit Glühwürmchen leichter einen Fortpflanzungspartner finden
• Schaffen Sie Orte (Laubhaufen mit Holzkästen darunter) an, wo Igel überwintern können
Wenn Sie noch mehr tun möchten, dann
• Legen Sie einen Gartenteich oder ein Feuchtgebiet an
• Legen Sie eine artenreiche Magerwiese an und lassen Sie die dort wachsenden Kräuter einfach stehen.
• Legen Sie wilde Hecken an mit reichlich Unterbewuchs.

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