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Einen naturnahen Garten anlegen

Lieben Sie Spaziergänge durch die Natur? Ist Ihnen schon mal aufgefallen, wie lauschig, romantisch und wunderschön Pflanzengruppen in der Natur manchmal aussehen? So sorgfältig und harmonisch arrangiert, wie es selbst der beste Florist nicht hin bekommt? Woher kommt das? Gibt es ein höheres Prinzip in der Natur, welches solche Arrangements irgendwie anordnet?

Die Antwort ist: Es gibt eine ganze Menge höhere Prinzipien, die sich in den Naturgesetzen zeigen und auch darin, wie die Lebewesen in der Natur zusammenleben, und wenn man diese versteht, dann zeigen sich diese Prinzipien auch dem Beobachter.

Die zweite Frage ist: Kann man sich diese Harmonie der Natur irgendwie im eigenen Garten zunutze machen? Die Antwort vieler Gärtner, die besonders darauf abzielen, einen naturnahen Garten zu haben, ist sicher: Ja, man kann einen Garten so anlegen, dass er sich die natürliche Schönheit der unberührten Natur zunutze macht. Wie das geht, das wollen wir im Folgenden erkunden.

Wer einen naturnahen Garten anlegen möchte, muss sich auch zurücknehmen können

Schönheit liegt immer auch im Auge des Betrachters. Wenn man an berühmte Parks oder Gartenanlagen denkt, dann gibt es welche, die die Natur quasi architektonisch in strenge Muster pressen, wie etwa den berühmten Schlosspark von Versailles. Andere nicht weniger berühmte Parks, etwa in England, lassen die Natur sich selbst gestalten. Der Gärtner gibt nur gewisse Regeln vor. Wo soll ein offener Blick bleiben, wo sind Flächen für bestimmte Arten reserviert und so weiter. Wenn Sie auf einem Spaziergang durch Wald und Natur noch nie eine Gruppe von Pflanzen gesehen haben, die einfach wunderschön ausgesehen haben, obwohl sie ganz natürlich dort gewachsen sind, dann ist ein Naturgarten wohl eher nichts für Sie. Wenn sie in der Lage sind, sich an der Schönheit eines blühenden Krautes zu erfreuen, obwohl es dort nicht gepflanzt oder gesät ist, sondern wild gewachsen, dann sind Sie schon eher der richtige Kandidat dafür, einen ganzen Garten so anzulegen, dass die Natur einen großen Teil der Gestaltung übernimmt.

Schönheit liegt im Auge des Betrachters

Manch einer wird einen Naturgarten sehen und denken: „Hier ist ja nur Wildnis, alles total ungepflegt!“ Ein anderer wird denselben Garten vielleicht wunderschön finden.

Während ein Vorgarten oft wie so eine Art Eingangschild angesehen wird, der am besten den meisten gefallen sollte, eignet sich der Garten hinter dem Haus oder dem Blockbohlenhaus gut für die Anlage eines Naturgartens, selbst wenn er vom Nachbarn über den Zaun eingesehen werden kann.

Wenn Sie als Naturgärtner wissen, was Sie in Ihrem Garten tun, warum Sie es tun, und wie die Komponenten der Natur in Ihrem Garten ineinander greifen und ihn gestalten, dann werden Sie es in der Regel auch dem Nachbarn erklären können und dann wird auch er erkennen können, dass Ihr Garten bei allem natürlichen Aussehen doch alles andere ist, als einfach nur verwildert.

In einem Naturgarten greifen verschiedene Aspekte der Natur sinnvoll ineinander

Die Natur besteht aus einem sinnvollen, oft symbiotischen Miteinander von Pflanzen, Pilzen und Tieren. Also gehören auch alle diese Arten in einen Naturgarten. Ein Naturgärtner wird sicher nicht gleich in der Gartenabteilung nach einem Fungizid suchen, wenn er Pilze auf dem Rindenmulch seines Rosenbeetes findet. Er wird verstehen, dass Pilze eine wichtige Rolle beim Abbau organischer Substanzen zu Humus spielen und darüber hinaus mit den Wurzeln der Pflanzen in Symbiosen leben, wo beide Arten sich gegenseitig helfen. Er wird keine Angst vor Hummeln, Wespen oder Hornissen haben; Igel, Eidechsen, ja selbst Mäuse schrecken ihn nicht, sondern er freut sich über alle Tiere, die sich bei ihm im Garten wohl fühlen, denn er weiß, dass je artenreicher sein Garten wird, desto größer die Chance ist, dass er zu einem natürlichen Gleichgewicht findet, was wieder den Vorteil für den Gärtner hat, dass er weniger Schäden durch Schädlinge hat, er hat weniger Arbeit, weil die Blumenwiese wegen der vielen Wildbienenarten immer genug Samen ausbildet und sich jedes Jahr von selber neu aussät, er wird sich auf wenige Pflegemaßnahmen konzentrieren können, die Errichtung neuer Strukturen, wie etwa Trockenmauern oder Totholzhaufen als Lebensraum für noch mehr Arten anzulegen und natürlich auf die Ernte.

Das Wissen um heimische Arten ist eine Voraussetzung

Das gilt nicht nur für Tierarten, die klein genug sind, um in einem solchen Naturgarten zu leben – man wird ja in den meisten Fällen nicht genug Platz für Wildschweine oder Rehe haben aber sicher genug für alle möglichen Arten von Insekten, Reptilien und Kleinsäugern – sondern vor allem auch für die Pflanzenarten.

Es ist ja in letzter Zeit immer mehr ein altes Wissen zurück ins Bewusstsein gerückt, nämlich darüber, welche einheimischen Pflanzen in der Natur nutzbar sind. Der Naturgärtner findet heraus, wo solche Lieblinge wachsen, er lernt ihre Standortvorlieben kennen und kann sie gezielt fördern, wenn er sie nutzen möchte.

Einen naturnahen Garten anlegen kann bedeuten, bestimmte einheimische Gewächse auszusäen oder zu pflanzen aber noch viel öfter wird es bedeuten, erwünschte Arten zu finden und zu fördern, etwa indem man übermächtige Konkurrenzpflanzen zurückschneidet oder jätet und so der erwünschten Wildpflanze Platz gibt.

Wie sind die konkreten Schritte, die zu einem Naturgarten führen?

Wenn Sie glauben, dass Sie das nötige Verständnis für natürliche Zusammenhänge haben, um einen Naturgarten anzulegen oder wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, dann lesen Sie im zweiten Teil unseres Artikels weiter, in dem wir konkrete Maßnahmen, Tipps und Tricks zur Anlage eines naturnahen Gartens vorstellen werden. Ein Ziel wird es immer sein, durch geeignete Maßnahmen die Artenvielfalt möglichst zu erhöhen und damit eine immer ausgewogenere Balance herzustellen und ein weiteres Ziel wird es sein, dass Sie den Garten so anlegen, dass Sie sich in ihm erfreuen können und dass ein Spaziergang durch Ihren Garten dann eine echte Seelennahrung für Sie wird.

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