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Einen Hang bepflanzen – wie machen Sie es richtig?

Die Gestaltung eines Hanggartens ist etwas aufwendiger als die eines ebenerdigen Gartens. Wenn Sie natürlich oder naturnah bewachsene Hänge sehen, dann erkennen Sie, dass es zwar ohne aufwendige Erdarbeiten, wie Terrassenbau, Stützhänge oder Treppen geht. Je nach Steilheit riskiert man aber bei jeder Bearbeitung oder Neubepflanzung, dass die Erde dann bei Regen abgespült wird, sobald man den natürlichen Bewuchs beschädigt.

Außerdem ist die Nutzung eines Hanges als Garten etwas schwieriger: Man möchte vielleicht Beete anlegen, vielleicht ein Gartenhaus aufstellen, Plätze zum Sitzen oder zum Spielen haben und Wege auf denen man sich ohne allzu gute bergsteigerische Kenntnisse entspannt durch den Garten bewegen kann, um ihn zu bewundern, was nicht so gut geht, wenn man sich bei jedem Schritt darauf konzentrieren muss, festen Halt zu bekommen und nicht abzurutschen.

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Um eine „Bewohnbarkeit“, eine Nutzbarkeit, eine Bearbeitung zu gewährleisten, wird man also bei steileren Hängen nicht um entsprechende Bauarbeiten herum kommen, die den Hang einerseits stützen und andererseits ebene Terrassen und Wege ermöglichen.

Andererseits gibt ein Hanggarten auch Vorteile, wie eine tolle Aussicht und eine gestalterische Dynamik, eine romantische Verspieltheit mit verschlungenen Wegen und versteckten Treppen auf verschiedenen Ebenen. die man in ebenerdigen Gärten oft erst durch Erdarbeiten und abwechslungsreichen Bewuchs oder Bauwerke erzeugen muss.

Hanggarten bepflanzen: der erste Schritt sind oft Erdarbeiten

Bevor man einen Hang bepflanzen kann, muss man zuerst den alten Bewuchs entfernen, zumindest an verschiedenen Stellen und bevor man das tut, sollte man den Hang entsprechend sichern.

Stützmauern, Treppen, Einfassungen dienen dabei nicht zur ihrer Funktion, sondern sie lassen sich auch als Gestaltungselemente nutzen. Naturstein, Kalkstein, Kies auf den Wegen, Holz, Gabionen, Beton, Klinker sind mögliche Materialien, die sich mit anderen Stilelementen, wie Gartenhäusern, Bänken, Lauben et cetera zu einem einheitlichen Stil kombinieren lassen. Dabei bietet es sich an, für Mauern und Treppen einheitliches Material zu nutzen.

Eine andere Möglichkeit wäre es auch, Mauern rein funktional zu bauen, also etwa aus Beton zu gießen und sie dann hinter davor angelegten Hecken optisch zu verstecken.

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Je nach Steilheit Ihres Hanges können Sie die erforderlichen Erd- und Bauarbeiten leicht mit einer Schaufel, Hacke, einer Schubkarre, Betonmischmaschine und Bausteinen selber durchführen. Kies oder Schotter drainieren die Bereiche direkt hinter und unter den Mauern, der Verzicht auf Mörtel kann die Mauern dazu noch wasserdurchlässig halten, wenn es nötig ist.

Für Hänge, die höhere Mauern, aufeinanderfolgende Terrassen, die gerade mal genug ebene Bereiche für einen Weg zwischen ihnen freilassen, benötigen, empfiehlt es sich dringend, fachliche Beratung einzuholen. Nasse Erde ist sehr schwer und kann sehr instabil werden. Daher sind entsprechende Abstützungen und deren Drainagen mit viel Sachverstand anzulegen. Auch wird man meist einen kleinen Bagger brauchen. Dieser kann am Hang dort operieren, wo später Treppen entstehen sollen.

Der Lohn der Mühe: Ein Garten, der die Abwechslung und Vielfalt schon von selber mitbringt.

Ein Hanggarten kann alles bieten, was ein ebenerdiger Garten auch hat: Gemüsegarten, Kräutergarten, Steingarten, Naturgarten, Platz zum Spielen, Platz zum Sonnen, Sitzen und vielleicht draußen essen, Platz für gärtnerische Arbeiten, wie Pflanzen vorziehen, Hoch- und Frühbeete, Kompost machen.

Zusätzlich bietet er viele Möglichkeiten, die ein ebenerdiger Garten nicht hat: Eine Rutsche für die Kinder kann sensationell lang ausfallen, ein Wasserlauf mit steinigen Bereichen, die an einen Gebirgsbach erinnern und ruhigeren Ufern mit dichter Bepflanzung, ein Gartenteich kann sich über zwei Ebenen erstrecken und mit einem kleinen Wasserfall verbunden sein.

Ruhe- oder Sitzbereiche können wie eine Halbhöhle in den Hang hineingebaut werden. Eine einfache und natürlich aussehende Dachabdeckung des hangnahen Bereiches ergibt sich dann fast wie von alleine.

Eine frühzeitige gute Planung ist anzuraten. Zögern Sie nicht, auch Rat von Fachleuten, etwa Landschaftsgärtnern einzuholen, die auf die Gestaltung von Hängen spezialisiert sind.

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Beachten Sie und – wenn es geht – erhalten Sie die natürlich Vegetation teilweise

Für die Frage, wie man einen Hang oder eine Böschung bepflanzen kann, kann man sich den Hang vor den Erdarbeiten einmal genau ansehen und die dort wachsenden Pflanzen bestimmen. Es gibt Nord- oder Südhänge mit sehr unterschiedlichen Licht- und Temperaturverhältnissen. Ähnlich wichtige Einflüsse hat die Klimazone und die Höhenlage. Durch die sorgfältige Analyse der am Hang natürlich wachsenden Pflanzen können Sie Rückschlüsse nicht nur auf das Klima, sondern auch auf den Boden ziehen und Ihre Neubepflanzungen entsprechend anpassen.

Bäume, insbesondere alte Bäume, besitzen meist ein umfangreiches, sehr stabiles Wurzelwerk, welches in der Lage ist, Hangbereiche zu stabilisieren. Wenn Sie die Gelegenheit haben, in Ihrem Hanggarten alte Bäume zu erhalten, dann tun Sie das.

In Ihrem Schatten können wunderbar schattige, lauschige Bereiche entstehen, mit Natursteinmäuerchen eingefasste Wege, die sich um große Findlinge herumschlängeln mit Treppen, an deren Rändern sich Gräser, Farne und Funkien still und malerisch das wenige Sonnenlicht teilen.

Einen Hang bepflanzen - Welche Pflanzen eignen sich?

Zwei grundsätzliche Forderungen bestimmen die Auswahl geeigneter Pflanzen für die Bereiche, die auch nach der Terrassierung noch Gefälle haben:

1Sie sollten ein möglichst dichtes und weitverzweigtes Wurzelwerk besitzen, um die Erde zu stabilisieren und Erosion entgegen zu wirken.

2Sie sollten möglichst pflegeleicht sein, denn Düngen, Gießen, Unkrautjäten am Hang ist deutlich unbequemer als ebenerdig.

Außerdem sollte man immer einen möglichst dichten, ununterbrochenen Bewuchs erhalten. Zur Abdeckung freier Stellen eignet sich der natürliche Bewuchs, indem man Wildpflanzen einfach wachsen lässt oder auch Bodendecker, wie Storchschnabel, Dickmännchen, Johanniskraut, Quecke, Giersch oder Immergrün. Für sonnige Stellen ist die gelbe Königskerze nicht nur nützlich, sondern auch ein schöner Blickfang. Dort kann man auch immergrüne Bergenien, kriechende Wacholder, Taglilien, Fingersträucher, Spornblumen, Mädchenaugen, Glockenblumen oder Bodendeckerrosen einpflanzen.

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Schattige Stellen oder Nordhänge lassen sich mit Liguster, Trichterfarnen, Efeu, Seggen, Herbst-Anemonen, Wachsglocken, Goldnesseln, Spindelsträuchern oder Steinsame bepflanzen.

Sommerflieder, Besenginster, Zwergmispeln und Zierquitten sind ebenfalls gut geeignet.

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